Freiwillige Helfer 

Flaschen, Plastik, Essensreste: Der Müllberg am Aasee

Die Menschen sind weg, doch der Muell blieb am Aasee in Muenster liegen.
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Die Menschen sind weg, doch der Müll blieb am Aasee in Münster liegen.

Der Aasee gilt als eines der Wahrzeichen Münsters. Am 1. Mai zog es erneut viele Domstädter hierher, um zu grillen und zu feiern. Am Tag danach blieb nur noch Müll über.

Müll, so weit das Auge reicht: So sah der Aasee nach dem 1. Mai aus

 © Sohrab Dabir/msl24.de
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Update: 2. Mai. Münster – Die Wiese am Aasee gleicht einem kleinen Schlachtfeld. Man könnte meinen, hier hätte ein dreitägiges Festival stattgefunden. Stattdessen waren es nur die Überreste der Feiereien am 1. Mai. Nachdem die Menschenmassen abgezogen sind, blieb nur noch der Müll übrig.

Die Stadt Münster hat diesen bewusst noch liegen lassen. Erst am Donnerstag (2. Mai) werden sich die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) um die Beseitigung kümmern. Am Vormittag sind bereits einige wenige Helfer unterwegs, um das gröbste zusammenzukehren. Um den Aasee herum finden sich Schaulustige ein, die sich die kleine Müllhalde ansehen und Fotos schießen.

"Das ist Münster", sagt ein Passant hämisch, als er die Berge voller Müll sieht und düst wieder ab. Ob Flaschen, Plastik, Grills samt Kohle oder Essensreste. Nichts, was am Aasee nicht übrig gelassen wurde. Manch einer hat sogar gleich sein Fahrrad liegen lassen. Wie viel Müll tatsächlich am 1. Mai in Münster aufgesammelt werden musste, bleibt abzuwarten.

Flaschen, Plastik, Essensreste – nichts, was am Aasee nicht liegen gelassen wurde.

 

Stadt Münster lässt Müll am Aasee liegen – Aktion zum 1. Mai

Erstmeldung: 26. April. Münster – Der 1. Mai wird in der Domstadt von vielen Bewohnern mit einer "Maitour" begangen. Häufig enden diese langen Spaziergänge am Aasee, am Kanal oder auf anderen Grünflächen, die zum Grillen einladen. Die Kehrseite der Medaille: Der Feiertag sorgt für Tonnen an Müll, die häufig liegen gelassen werden. 

Dieses Jahr will die Stadt am Aasee ein Zeichen setzen – und lässt den Müll einfach liegen. Allerdings nur bis zum Nachmittag des 2. Mai (Donnerstag). Ab 14 Uhr wird gemeinsam mit Freiwilligen aufgeräumt. Die Aktion ist Teil einer Bürgerkampagne der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) mit dem Namen "Ich mach's".

Münster: Prävention schon am 1. Mai 

Schon am 1. Mai versuchen von den AWM beauftragte Teams, die Müllproduktion zu verringern: Es werden Säcke verteilt, über die vom Grünflächenamt aufgestellten Toiletten informiert und auf Abfalleimer hingewiesen. 

Mit der Aktion soll auf die sogenannte "Littering"-Problematik, also den zurückgelassenen Müll, aufmerksam gemacht werden. Dabei ist nicht nur der 1. Mai für seine Überbleibsel bekannt. Eine Tonne Müll wurde allein nach einem Abend der "O-Woche" der Uni Münster am Aasee aufgesammelt. 

So soll der Aasee am 2. Mai wieder aussehen: Sauber und aufgeräumt. 

Zur Vorbeugung finden sich am 1. Mai 25 große orangene Mülltonnen am Aasee, außerdem drei Unterflurbehälter mit je 1000 Liter Fassungsvermögen. Fest installiert an den Kugeln sowie am Segelclub Hansa Münster sind außerdem Behälter für Grillasche

Freiwillige räumen den Aasee in Münster auf 

Unter der Vermüllung haben nicht nur die Grünflächen am See zu leiden. Der Abfall kommt auch immer wieder ins Wasser und gefährdet so die Tiere und Pflanzen, die dort leben. Die Initiative "Pro Aasee" hilft deshalb vom Tretboot aus: Mit Keschern fischen sie Plastik und Co aus dem Gewässer in Münster.

Wer bei der Säuberung des Aasees am 2. Mai helfen möchte, muss sich um 14 Uhr an den Kugeln einfinden. Handschuhe, Abfallsäcke und Müllzangen werden von den AWM zur Verfügung gestellt. Erst vor Kurzem haben Freiwillige in Münster bei einer Aktion 32 Tonnen Müll gesammelt

Für das Jahr 2018 hat die AWM ihre Zahlen vorgelegt: Demnach wurden in Münster pro Kopf 421 Kilo Müll produziert. Ein neuer Tiefstwert. Die Wertstofftonne soll bereits in den kommenden Wochen kommen. Sie darf in Münster jedoch erst im kommenden Jahr benutzt werden.

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