Start-up aus Münster

Milliarden-Deal: Dr. Oetker schluckt Getränke-Dienst Flaschenpost

Ausgesorgt hat nun wohl der Gründer von Flaschenpost aus Münster: Denn der Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker soll eine zehnstellige Summe für das Start-up gezahlt haben.

Münster/Bielefeld – Es ist ein Mega-Deal: Der Pizza- und Pudding-Hersteller Dr. Oetker aus Bielefeld übernimmt Flaschenpost aus Münster*, wie msl24.de berichtet. Für das Start-up, das mit seinem Getränke-Lieferservice erfolgreich wurde, soll eine hohe Geldsumme gezahlt worden sein.

Stadt:Münster
Einwohner:315.293
Bundesland:NRW

Dr. Oetker: 1 Milliarde Euro für Start-up Flaschenpost aus Münster

Dass der Nahrungsmittelkonzern aus Bielefeld* Flaschenpost aufkaufe, bestätigte ein Sprecher des Familienkonzerns am Montag gegenüber den Westfälischen Nachrichten. Am Freitag (30. Oktober 2020) seien die Verträge mit der August Oetker AG unterzeichnet worden. Es stehe aber noch die Zustimmung des Kartellamtes aus. Laut des Branchen-Portals „Deutsche Start-ups“ liege der Kaufpreis für das Online-Unternehmen aus Münster bei einer Milliarde Euro.

Flaschenpost aus Münster: Start-up gibt es seit 2016

2016 wurde der Getränke-Lieferservice Flaschenpost von Dieter Büchl in Münster gegründet. Das Unternehmen aus dem Münsterland* wirbt damit, bestellte Getränke innerhalb von 120 Minuten auszuliefern. Mit den rund 1300 Lieferwagen würden pro Tag etwa 100.000 Getränkekisten geliefert, etwa 7000 Menschen beschäftigt das Start-up mittlerweile, das nun Teil der August Oetker AG in Bielefeld wird.

Im Online-Shop des Unternehmens finden sich mittlerweile über 1000 Produkte – neben Getränken auch Lebensmittel oder Haushaltswaren. Nachdem zunächst nur die Einwohner in Münster bei Flaschenpost bestellen konnten, weitete das Unternehmen seinen Service auf immer mehr Städte aus. Mittlerweile gibt es Flaschenpost in rund 150 deutschen Städten. Auch in Bielefeld in Ostwestfalen, wo der Sitz des Traditionsunternehmens liegt und die Dr. Oetker-Welt* beheimatet ist, gibt es den Service seit Juli 2020.

Der Oetker-Konzern kauft das Start-up Flaschenpost aus Münster auf.

Flaschenpost aus Münster ergänzt Getränke-Angebot von Dr. Oetker

Mit dem Kauf von Flaschenpost erweitert die August Oetker AG sein Getränke-Service-Angebot: Die „Durstexpress GmbH“ gehört bereits zu dem Bielefelder Familienkonzern. Das Berliner Unternehmen, ebenfalls ein Getränke-Lieferservice, betreibt sein Geschäft vor allem in Ostdeutschland, wie die WN weiter berichten. Nun kommt mit Flaschenpost aus Münster ein Start-up aus Nordrhein-Westfalen hinzu. Wie die Rheinische Post berichtet, war der Durstexpress von Oetker eine Kopie des münsterischen Start-ups gewesen, weil der Erfolg des Lieferservices prägnant war – nun habe der Bielefelder Konzern auch das Original erworben.

Bereits vergangenes Jahr hatte es eine ordentliche Finanzspritze für das Start-up gegeben: Ein Unternehmen aus New York investierte 50 Millionen Euro in Flaschenpost aus Münster, wie msl24.de ebenfalls berichtete.* (*Msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Oliver Krato / dpa und Flaschenpost (Fotomontage)

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