Drei Münsteraner beteiligt

Lebensgefährliche Attacke im Flüchtlingsheim: Haftbefehl gegen vier Personen

Ein Mann steht in Handschellen neben einem Polizisten.
+
Nach einem brutalen Vorfall in Telgte wurden vier Männer in U-Haft gesteckt (Symbolbild).

Drei Männer aus Münster gingen schwer bewaffnet auf einen Flüchtling los. Einer der beteiligten schwebt in Lebensgefahr. Jetzt gab es Festnahmen.

  • Im Kreis Warendorf kam es zu einer brutalen Auseinandersetzung.
  • Drei Männer aus Münster gingen auf einen Flüchtling los.
  • Die Ermttlungen dauern weiter an.

Update: 2. September. Die brutale Auseinandersetzung in Telgte ist noch weiterhin Bestandteil der Ermittlungen. Wie berichtet, fuhren drei Männer aus Münster am vergangenen Samstag (29. August) in ein Flüchtlingsheim im Kreis Warendorf und versuchten dort einen Bewohner zu attackieren. Am Ende wurde einer der Angreifer (18) so schwer verletzt, dass er in Lebensgefahr schwebte.

Die Polizei hat nun gegen vier der fünf Beteiligten Personen Haftbefehl erlassen. Neben den drei Männern aus Münster waren auch der Bewohner der Einrichtung sowie dessen Mitbewohner beteiligt. Letzterer sprang dem Opfer zur Hilfe – beide verletzten den 18-Jährigen aus Münster daraufhin lebensgefährlich.

Gegen die beiden Bewohner des Flüchtlingsheimes liegt der Verdacht des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vor. Der Bruder des lebensgefährlich Verletzten, ein 29-Jähriger aus Münster, muss sich demnächst wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vertantworten. Am Hafen in Münster kam es zu einer Messerattacke mit schweren Folgen: Als ein Streit eskalierte, wurde ein Mann lebensgefährlich verletzt.

Der vierte im Bunde, gegen den nun Haftbefehl erlassen wurde, ist der 30-jährige aus Münster, der nach der Attacke zunächst mit seinem BMW geflüchtet war und in der Domstadt festgenommen werden konnte. Gegen ihn liegt der Vorwurf der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung und des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln vor. Gegen Auflagen wurde der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt. Die zwei Bewohner des Flüchtlinsheims in Telgte sitzen in Untersuchungshaft.

Trio aus Münster geht schwer bewaffnet auf Flüchtling los

Erstmeldung: 31. August. Münster/Telgte – Im Kreis Warendorf hat sich ein brutaler Vorfall ereignet. Wie die Polizei mitteilt, wurde dabei ein 18-Jähriger so schwer verletzt, dass er in Lebensgefahr schwebt. Die Mordkommission ermittelt jetzt in dem Fall. Was war passiert?

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler haben sich drei Männer aus Münster (18, 29 und 30 Jahre) auf den Weg nach Telgte im Kreis Warendorf gemacht. Die beiden jüngeren Personen, bei denen es sich um Brüder handelt, sollen dort gezielt die Flüchtlingsunterkunft an der Straße Orkotten aufgesucht haben. Maskiert und mit Baseballschläger, Messer und Hammer bewaffnet, stürmten sie die Einrichtung.

OrtMünster
Einwohner310.039
BundeslandNRW

Telgte: Angreifer aus Münster in Lebensgefahr

Dort griffen sie einen 40-jährigen Bewohner der Unterkunft an, der die Attacke jedoch abwehren konnte. Als ein Mitbewohner (29) dem Mann zur Hilfe kam, entwickelte sich eine Auseinandersetzung zwischen den fünf Personen. Der 18-Jährige aus Münster, der zum Schlägertrio gehörte, wurde dabei so schwer am Kopf verletzt, dass er in Lebensgefahr schwebt.

Sein Bruder erlitt bei dem Vorfall in Telgte schwere Gesichtsverletzungen. Der 30-Jährige flüchtete anschließend mit seinem BMW vom Tatort, konnte wenig später jedoch von der Polizei in Münster gefasst und festgenommen werden. In dem Wagen des Tatverdächtigen fanden die Beamten einige Betäubungsmittel, unter anderem 385 Gramm Marihuana.

Auf der Straße Orkotten hat sich der brutale Vorfall ereignet.

Mordkommission Münster ermittelt

„Die genaue Tatbeteiligung der fünf Beteiligten und die Hintergründe des Angriffs sind nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen, wir stehen hier noch ganz am Anfang", erklärt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt bezüglich der Geschehnisse in Telgte. Den Ermittlern aus Münster liegen bislang keine Hinweise auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund für die Tat vor. Die beiden Bewohner der Flüchtlingsunterkunft wurden noch vor Ort festgenommen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Die Mordkommission ermittelt auch in diesem Fall: Ein 33-Jähriger wurde in Münster bei einer Messerattacke getötet. Grund für die Tat könnte ein zu lautes Telefonat gewesen sein. Ein Hammer kam auch bei diesem Vorfall zum Einsatz: In Oelde schlug ein Mann damit auf seinen Nachbarn ein. Zuvor soll es Streit zwischen beiden Parteien gegeben haben.

Zum Prozess kommt es demnächst nach einer Bluttat in der Domstadt: Ein 52-Jähriger erstach in Münster den Lebensgefährten seiner Mutter. Der Beschuldigte schweigt noch zu den Geschehnissen.

Am 4. September wurden neue Informationen zu den Missbrauchsfällen in der Stadt bekannt: Die Polizei hat heute neue erschreckende Details zum Kindesmissbrauch in Münster veröffentlicht und die Staatsanwaltschaft klagt mehrere verdächtige Personen an.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare