Kleidung, Schmuck und Fahrräder

Wer's ersteigert, darf's behalten: Fundsachen in Münster

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Bar oder mit Kreditkarte: Bei der Versteigerung in Münster werden Fundsachen verkauft.

Zum ersten Mal in diesem Jahr werden wieder alle Fundsachen und Fahrräder der Stadt Münster versteigert. Im Angebot: Trekking- und Tourenräder, Mountainbikes und Hollandräder. 

Münster – Regelmäßig muss das Amt für Bürger- und Ratsservice aussortieren und die vergessenen Fundsachen los werden. Viermal im Jahr bieten die Mitarbeiter deshalb eine Versteigerung an – das nächste Mal am Freitag (8. März). Im Fokus stehen Fahrräder.

Doch ist das erlaubt? Ja, die Stadt Münster darf versteigern, was nach § 976 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) in ihr Eigentum übergangen ist. Das ist der Fall, wenn der Eigentümer innerhalb von sechs Monaten nicht ausfindig gemacht werden kann und der Finder a) selbst auf den Erwerb des Eigentums verzichtet oder b) dieses nicht innerhalb einer bestimmten Frist in Anspruch nimmt. 

Münster: Ablauf der Fundsachenversteigerung

Am Freitag ist es wieder soweit: Ab 8 Uhr können Interessierte bereits vorbeikommen und sich die Fahrräder ansehen. Das ist allerdings auch schon in den Tagen davor während der regulären Öffnungszeiten möglich: Montag, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr, sowie Dienstag und Donnerstag von 14 bis 18 Uhr. Zur Auswahl stehen verkehrstüchtige und einsatzbereite Trekking- und Tourenräder, Mountainbikes und klassische Hollandräder für alle Altersklassen. 

Die Fahrräder werden allerdings an letzter Stelle angeboten. Los geht's um 9 Uhr mit der Versteigerung von Schmuck und Uhren sowie der blauen Überraschungstüten. Ihr Inhalt ist unbekannt, es wird also blind geboten. "Sie sind mit allgemeinen Fundgegenständen bestückt, darunter befinden sich neuwertige Kleidungsstücke", heißt es in einer Pressemitteilung des Fundbüros in Münster. 

Etliche Fahrräder kommen am Freitag unter den Hammer.

Fundsachenversteigerung in Münster: Die Rahmenbedingungen 

Die Sachen werden immer an den Meistbietenden und gegen sofortige Bezahlung verkauft, entweder in bar oder mit EC-Karte. Das Mindestgebot liegt stets bei 10 Euro. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Wo? Bei der Fundfahrradstation am Industrieweg 75 in Münster. Der normale Dienstbetrieb ist an diesem Tag geschlossen, das Fundbüro Mitte hat weiterhin geöffnet.

Die Termine für 2019: 

  • 8. März
  • 17. Mai
  • 12. Juli (nur Fahrräder)
  • 27. September
  • 13. Dezember

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