Prozess in Münster

Aus Eifersucht im Schlaf getötet: Gericht verhängt Höchststrafe

Ein 27-Jähriger stand wegen Mordes in Münster vor Gericht. (Symbolbild)
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Ein 27-Jähriger stand wegen Mordes in Münster vor Gericht. (Symbolbild)

Mit zehn Messerstichen hatte er den schlafenden Mann getötet. Ein 27-Jähriger stand unter anderem wegen Mordes vor Gericht. Jetzt fiel das Urteil.

Ibbenbüren/Münster – Anfang des Jahres wurde die Feuerwehr im Kreis Steinfurt zu einem Brand gerufen. Am 19. Januar stand ein Mehrfamilienhaus in Flammen. In dem Gebäude entdeckten die Einsatzkräfte eine Leiche. Wie sich herausstellte, wurde die Person schon vor dem Brand getötet.

OrtMünster
Einwohner312.169 (2019)
BundeslandNRW

Mord in Ibbenbüren: Angeklagter schweigt im Prozess in Münster

Beschuldigt wurde ein damals 26-Jähriger aus Tecklenburg (Kreis Steinfurt), der den Bewohner mit zehn Messerstichen getötet und danach das Feuer gelegt haben soll, um die Spuren zu verwischen. Beide Parteien kannten sich anscheinend: Bei dem Getöteten handelte es sich um den neuen Lebensgefährten der Ex-Freundin des Täters. Aus Eifersucht soll er ihn dann in der Wohnung in Ibbenbüren im Schlaf ermordet haben. Nun kam es am Landgericht in Münster zum Prozess.

Bereits vor dem ersten Prozesstag im Juli machte der Angeklagte klar, dass er am Landgericht Münster keine Aussage machen werde. Die Staatsanwaltschaft ging aber schon früh von einer Beziehungstat aus. Am Donnerstag (24. September) wurde dann das Urteil gefällt. Der Ibbenbürener wurde wegen Mordes, versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Münster: Verurteilter nahm weitere Menschenleben in Kauf

Das Gericht in Münster sah es als erwiesen an, dass der Verurteilte seinen Widersacher aus Eifersucht und Rache im Schlaf mit zehn Messerstichen getötet und danach das Feuer in Ibbenbüren gelegt hat. Durch den Brand habe er in Kauf genommen, dass noch weitere Menschen ums Leben kommen. Die Verteidigung hatte einen Freispruch für den Angeklagten mit der Begründung gefordert, dass das Gericht am Tatort gefundene Fasern anders hätte beurteilen müssen. Sie kündigte daher an, in Revision zu gehen.

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