Kampf gegen Corona

Astrazeneca-Impfungen gehen in Münster weiter: Dies gilt zu beachten

Astrazeneca ist unbedenklich: Zu diesem Schluss kam die EMA in ihrer Untersuchung. So geht es jetzt in Münster mit dem Impfstoff weiter.

Update: 30. März. Nachdem es in Verbindung mit Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Astrazeneca erneut zu starken Nebenwirkungen gekommen war, haben Brandenburg, Berlin und NRW erneut einen sofortigen Impfstopp angeordnet. Kurz darauf hat die ständige Impfkommission (Stiko) eine neue Impfempfehlung für den Wirkstoff aus dem Vereinigten Königreich herausgegeben. Wie es nach dem Astrazeneca-Aus bei Personen unter 60 Jahren mit der Corona-Zweitimpfung weitergeht, lesen Sie bei owl24.de.

Münster setzt Corona-Impfungen mit Astrazeneca fort

Update: 19. März. Wie die Stadtverwaltung Münster nun bestätigt, werden die Impfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca ab Freitag (19. März) wieder fortgesetzt. Im Zuge des kurzzeitigen Impfstopps in Deutschland wurde auch in der Domstadt die Verabreichung im Impfzentrum an der Halle Münsterland eingestellt. „Ich bin erleichtert, dass die erneute Überprüfung zu diesem Ergebnis kam und hoffe, dass die Bereitschaft der Bevölkerung, sich impfen zu lassen, unter dieser Sicherheitsschleife nicht leidet. Die Massenimpfung ist der Ausweg aus der Pandemie“, zeigte sich Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer erfreut über die jüngsten Enwicklungen.

Termine für Astrazeneca-Impfungen, die ab Freitag (19. März) vereinbart waren und wegen des Impfstopps am Montag (15. März) ausgesetzt werden mussten, finden nun wie geplant statt. Ausgefallene Impfungen der zurückliegenden Woche werden in der kommenden Woche (22. bis 26. März) am selben Wochentag und um dieselbe Uhrzeit am Impfzentrum Münster nachgeholt. In beiden Fällen werden die Betroffenen per E-Mail informiert.

Es wird zudem dringend darum gebeten, das Buchungstiket für die ausgefallenen Impfungen zum neuen Termin mitzubringen. Kann der neue Termin nicht wahrgenommen werden, werden die Impfberechtigten gebeten, online einen neuen Termin zu vereinbaren. „Die Termine der Zweitimpfungen für die Personen, die ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff AstraZeneca bereits erhalten haben, bleiben bestehen“, teilt die Stadt Münster mit.

Astrazeneca-Impfungen in Münster wohl wieder ab Freitag

Update: 18. März. Die EMA hat den Impfstoff Astrazeneca nach eingehender Prüfung wieder freigegeben. Auch wenn sich Gesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag noch nicht zu dem Ergebnis äußerte, steht in Münster bereits fest, wie es jetzt weitergeht.

Schon am Freitag soll Astrazeneca im Impfzentrum in Münster wieder eingesetzt werden, wie die WN berichten. Dies gilt jedoch nur, wenn der Bund grünes Licht gebe, sagte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. In der kommenden Woche soll im Impfzentrum doppelt so viel geimpft werden, um den Rückstand aufzuholen. Derzeit lagern 2900 Dosen Astrazeneca gekühlt in der Einrichtung.

StadtMünster
Bevölkerung313.000
BundeslandNRW

Impfstopp in Münster: 3000 Termine abgesagt

Erstmeldung: 15. März. Münster – Einer Entscheidung der Bundesregierung vom Montag (15. März) nach gibt es nun eine größere Veränderung im Impfzentrum in Münster. Das Serum vom Hersteller Astrazeneca wird dort nicht mehr verwendet. Zumindest solange, bis das Präparat einige Tests durchlaufen hat.

Impfstopp mit Astrazeneca: Stadt Münster sagt 3000 Termine im Impfzentrum ab

Der Impfstopp mit Astrazeneca gilt in ganz Deutschland und damit auch für Münster. Die geplanten Impfungen wurden am Montag sofort ausgesetzt. Das Präparat steht im Verdacht, neben den bislang bekannten Nebenwirkungen auch für Thrombosen in den Hirnvenen verantwortlich zu sein.

Zahlreiche europäische Länder hatten die Gabe von Astrazeneca bereits ausgesetzt, bevor nun auch Deutschland nachgezogen ist. Für das Impfzentrum in Münster hat das weitreichende Folgen: 3000 Termine mussten abgesagt werden. Das Mittel ist das, welches in den Einrichtungen am meisten gespritzt wird. Nur Menschen über 65 Jahren erhalten den mRNA-Impfstoff von Biontech.

Heuer zum Impfstopp mit Astrazeneca: „Schwerer Rückschlag“

Der Leiter des Krisenstabs in Münster, Wolfgang Heuer, äußerte sich zu der Situation: „Wir haben noch nicht genug Informationen, um diese neue Nachrichtenlage abschließend zu bewerten. Für die laufende Impfkampagne ist das aber in jedem Fall ein schwerer Rückschlag. In einer ersten Maßnahme haben wir sichergestellt, dass im Impfzentrum der Stadt Münster zum Schutz der Bevölkerung kein Astrazeneca mehr verimpft wird, bis die Lage sich klärt.“

Die betroffenen Personen, deren Impftermin in Münster abgesagt wurde, wurden bereits per Mail informiert. Die Verantwortlichen des Impfzentrums suchen derzeit nach neuen Terminen für diesen Personenkreis. Bei den Menschen, die mit einem anderen Vakzin gegen das Coronavirus immunisiert werden sollen, finden die Termine wie abgesprochen statt. Auch in Bielefeld müssen nach dem Impfstopp mit Astrazeneca einige Impftermine verschoben werden*, berichtet owl24.de.

In Münster wurden bereits 10.000 Menschen mit Astrazeneca geimpft

Zu den Personengruppen, die weiterhin gegen das Coronavirus geimpft werden können, zählen Menschen über 80 Jahren sowie Personen, die zu den besonders begründeten beruflichen Gruppen zählen. Diese müssen jedoch unter 18 beziehungsweise über 65 Jahre alt sein. Für diesen Kreis ist in Münster ein anderer Impfstoff vorgesehen.

Seit dem 8. Februar, als der Betrieb im Impfzentrum Münster aufgenommen wurde, wurden dort über 10.000 Impfungen mit Astrazeneca durchgeführt. In den meisten Fällen verlaufe die Immunisierung unbedenklich – wer jedoch länger als vier Tage unter den Nebenwirkungen leidet, solle sich beim Arzt melden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

In Deutschland wird Astrazeneca vorerst ausgesetzt. (Symbolbild)

Münster: Wie geht es nach dem Impfstopp mit Astrazeneca weiter?

Fraglich ist es, wie es nach dem Impfstopp mit Astrazeneca weitergehen soll. Die Folgen seien noch nicht absehbar, heißt es weiter in der Mitteilung. Klar ist nur, dass ohne das nun ausgesetzte Serum nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, um den Terminplan ohne Einschränkungen fortzuführen. Wie der Ausfall kompensiert werden kann, muss sich also noch zeigen. (*owl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Matthias Bein

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