Auch in Münster

Wegen Lieferengpass: Impfzentren öffnen später als geplant

Die Massenimmunisierung in Münster muss – wie in ganz NRW – noch warten: Bei dem Impfstoff gegen das Coronavirus gibt es Lieferengpässe. So geht es jetzt weiter.

Münster – Der Impfstart in der Domstadt verschiebt sich um eine Woche, nachdem das Vakzin vom Hersteller Biontech und Pfizer nicht rechtzeitig geliefert werden konnte. Alle Zentren in NRW sind von dem Aufschub betroffen. Zuerst sollen die über 80-Jährigen gegen das Coronavirus immunisiert werden.

StadtMünster
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Impfungen in Münster verzögern sich: Zuerst bekommen die über 80-Jährigen Termine

Erst am 8. Februar (Montag) soll das Impfzentrum in Münster in Betrieb genommen werden. Rund 16.000 Bürger in Münster, die in die erste Impfgruppe fallen, sollen mit einem Schreiben der Stadt informiert werden. Dies wird nach dem Aufschub des Starts voraussichtlich am Donnerstag (21. Januar) versendet. Darin sind alle Information zur Anmeldung und zum Ablauf der Impfung gegen das Coronavirus enthalten, wie die Verantwortlichen berichten.

Termine zur Impfung mit dem mRNA-Serum gegen das Coronavirus, die bereits vereinbart wurden, verschieben sich ebenfalls. So sollten beispielsweise Krankenhausmitarbeiter in den kommenden Tagen immunisiert werden. Auf Personen in Münster, die bereits die Erstimpfung erhalten haben, wirkt sich der Lieferengpass jedoch nicht aus: Die zweite Dosis wird wie geplant verabreicht. Der Abstand von drei Wochen zwischen den Spritzen muss eingehalten werden, um einen wirksamen Schutz aufzubauen.

Impfstopp in Münster – Terminvergabe startet trotzdem noch im Januar

Bislang haben die meisten Bewohner in Alten- und Pflegeheimen in Münster sowie das Personal bereits eine Erstimpfung erhalten. Auch Teile des hiesigen Krankenhauspersonals haben die erste Dosis bereits verabreicht bekommen. Viele Pfleger und Ärzte warten jedoch noch auf einen Termin für die Spritze, da in NRW derzeit ein Impfstopp verhängt wurde. Die Verzögerung kommt laut dem Hersteller durch Umbauarbeiten beim Pharma-Konzern Pfizer zustande.

In Münster sowie in ganz NRW beginnt die Terminvergabe für die Impfzentren am 25. Januar – das bleibt trotz des Lieferengpasses unverändert. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig und kostenlos. Stadtrat Wolfgang Heuer äußerte sich zu dem Aufschub: „Es ist bedauerlich, dass den Kommunen die Verzögerung bei der Impfstofflieferung so kurzfristig mitgeteilt worden ist. Diese Verzögerung stellt eine Belastung für unsere ohnehin schon sehr anspruchsvolle Planung der anstehenden Massenimpfung dar.“ 

Die Covid-19-Impfung erfolgt in die Muskulatur des Oberarms.

Corona: Impfzentrum in Münster nicht ohne Termin besuchen

Wichtig sei, so betont Heuer, dass niemand das Impfzentrum in Münster ohne Termin aufsuche. Die Zahl der Dosen sei genau auf die geplanten Termine abgestimmt. Personen, die ein Infoschreiben der Stadt erhalten haben, bekommen zwei Möglichkeiten, einen Termin zu vereinbaren: Telefonisch unter 0800/11 61 17 02 oder online über www.116117.de. Derweil gibt es auch gute Nachrichten aus der Domstadt: Münster zählt als einzige Stadt in NRW nicht mehr als Corona-Risikogebiet. Der Inzidenzwert war am Mittwoch (20. Januar) unter den kritischen Schwellenwert von 50 gesunken.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

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