Kampf gegen Corona

Inzidenz sinkt in Münster weiter – Corona-Mutation nachgewiesen

Die 7-Tage-Inzidenz entscheidet in Deutschland über vieles: Dürfen Schulen wieder öffnen? Darf der Einzelhandel wieder Kunden empfangen? In Münster sank der Wert nun auf 15.

Update: 12. Februar. Die 7-Tage-Inzidenz ist in Münster weiter gesunken. Wie die Stadtverwaltung am Freitag (12. Februar) mitteilt, liegt der Wert momentan bei 15,2. Im Vergleich zum Vortag hat es sieben weitere Neuinfektionen gegeben – in sechs Fällen konnte eine britische Coronavirus-Mutation nachgewiesen werden.

Zudem hatte es neulich einen Corona-Ausbruch in einer Kita in Münster-Nienberge gegeben. 14 Personen sind in diesem Zusammenhang bereits infiziert worden. Ein Kind der Einrichtung hatte Ende Januar vier weitere Kinder angesteckt, die das Coronavirus wiederum an ihre Familienangehörigen übertragen hatten.

Inzidenz in Münster unter 20

Erstmeldung: 11. Februar. Münster – Die Stadt Münster hatte in der Vergangenheit schon häufig ein Alleinstellungsmerkmal inne. So wurde 2017 gestaunt, als die Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl in der Domstadt nur auf 4,9 Prozent der Stimmen kam – so wenig wie in keinem anderen Wahlkreis. Auch im Kampf gegen das Coronavirus* erweist sich die Stadt des westfälischen Friedens bundesweit als Vorreiter, wie msl24.de* berichtet.

Seit Wochen sinkt in der Westfalenmetropole die 7-Tage-Inzidenz stetig. Das ZDF lud vor wenigen Tagen Markus Lewe, Oberbürgermeister von Münster, zu Markus Lanz in die Talkshow ein*. Dort sollte der CDU-Politiker erklären, wieso seine Stadt so gut mit dem Coronavirus umgehen könne, während andere Großstädte noch Inzidenzen von über 100 vorweisen. Nun hat die Stadt einen weiteren Meilenstein erreicht.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Coronavirus in Münster: Inzidenz bei 19,3

Am Donnerstag (11. Februar) liegt die Inzidenz in Münster bei 19,3. Lediglich sechs Neuinfektionen wurden innerhalb von 24 Stunden gemeldet – 116 Personen gelten derzeit als akut infiziert. Einen Tag nach dem Corona-Gipfel mit Angela Merkel und den 16 Länderchefs wird noch einmal besonders auf diese Zahlen geschaut.

Denn bei der Bund-Länder-Konferenz wurde eine Inzidenz von 35 als Richtwert beschlossen, ab dem es bundes- und landesweit weitere Lockerungen geben soll. Münster* liegt mittlerweile weit unter diesem Wert – logisch, dass die Menschen in der Stadt in Westfalen nun auf ein früheres Ende des Lockdowns hoffen, der in Deutschland für die Zeit ab dem 7. März geplant ist.

Münster will keinen Alleingang bei Lockerungen

Sind weitreichende Lockerungen in Münster realistisch? Sind Kino- oder Konzertbesuche bald wieder möglich? Die Chancen darauf stehen eher schlecht. Denn auch wenn die Stadt einen Alleingang wagen und das öffentliche Leben wieder hochfahren könnte, schloss OB Markus Lewe einen solchen Schritt bereits aus.

Münster befindet sich weiter im Lockdown.

Der Plan sei es, in NRW gemeinsam landesweite Lockerungen einzuführen, sobald es die Inzidenz erlaubt. Diese liegt in Nordrhein-Westfalen derzeit noch bei 63 (Stand: 11. Februar). Daher wird es wohl auch in Münster – trotz geringer Inzidenz – noch eine Weile dauern, bis Läden öffnen können und kulturelle Veranstaltungen wieder möglich sind. Zumindest für Schulen und Kitas in NRW könnte es in naher Zukunft weitergehen. Hier sind die ersten Öffnungen für den 22. Februar geplant. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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