Kommunalwahl 2020 in NRW

Jens Spahn in Münster: „Das Virus ist der Spaßverderber, nicht ich“

Die CDU bereitet sich auf die Kommunalwahl 2020 in NRW vor. Jens Spahn war zu Gast in Münster. Die Wahlkampfveranstaltung warf ihre Schatten voraus.

  • In Nordrhein-Westfalen (NRW) finden in diesem Jahr trotz des Coronavirus die Kommunalwahlen statt.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat deshalb die Stadt Münster besucht.
  • Der Veranstaltungsort musste aus Sicherheitsgründen kurzfristig geändert werden.

Münster (NRW) – Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2020 in NRW laufen bereits auf Hochtouren. Immer mehr Wahlkampfveranstaltungen finden statt. Die Mitglieder der CDU in Münster hatten am gestrigen Montag (31. August) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) zu Gast. Der Politiker war bereits am vergangenen Wochenende in der Region unterwegs, um Stimmen für seine Partei zu sammeln. In Bergisch Gladbach bekam er jedoch nicht nur Zuspruch, sondern wurde beleidigt und bespuckt.

OrtMünster
Einwohner\t310.039
BundeslandNRW

Trotz Sicherheitsbedenken – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gastiert in Münster (NRW)

Nach den unschönen Szenen kamen bei der CDU Sicherheitsbedenken auf. Der Ort der Wahlkampfveranstaltung in Münster wurde daher kurzer Hand geändert. Das Event fand nicht wie ursprünglich geplant im Biergarten auf dem Lindenhofgelände an der Promenade statt, sondern wurde in eine Halle in der Speicherstadt in Coerde verlegt. Dort sprach Jens Spahn beispielsweise über die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) freute sich über seinen prominenten Gast, der sich wiederum aufgrund der bevorstehenden Kommunalwahl 2020 in NRW aktuell auf großer Wahlkampftour befindet. Jens Spahn erklärte, dass Deutschland bislang glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen sei. Er lobte die Gesundheitsinfrastruktur in der Uniklinik Münster sowie in der gesamten Bundesrepublik. Gleichzeitig brachte der Minister mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck, dass es nun darum gehe, das bisher Erreichte zu sichern. „Natürlich fällt es uns Münsterländern schwer, aufs Schützenfest zu verzichten“, erklärte Spahn. Doch um wieder zu feiern sei noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.

Münster (NRW): Jens Spahn äußert sich zu einem zweiten großen Lockdown

Statt volle Fußballstadien haben Bildungseinrichtungen derzeit Vorrang. In NRW wurden erst vor wenigen Tagen neue Corona-Regeln eingeführt und Schüler müssen in Schulen nun keine Masken mehr im Unterricht tragen, wie wa.de* berichtete. Eine generelle Maskenpflicht, beispielsweise in Supermärkten, bleibt allerdings bestehen. „Wir wissen mittlerweile, dass wir mit Masken beim Friseur und im Einzelhandel die Lage unter Kontrolle haben“, so Jens Spahn (CDU).

Bei seinem Besuch in Münster blieb es um Jens Spahn (CDU) ruhig.

Einen weiteren großen Lockdown wie im März 2020 schloss der Bundesgesundheitsminister bei seinem Besuch in Münster aus. Auch zu möglichen Impfstoffen, die bald zur Verfügung stehen sollen, äußerte er sich optimistisch. Der 40-Jährige wurde in der Vergangenheit immer häufiger für das Coronavirus verantwortlich gemacht. „Das Virus ist der Spaßverderber, nicht ich“, machte Spahn bei seiner Rede deutlich. Die Wahlkampfveranstaltung in der Domstadt ging reibungslos über die Bühne. Nachdem der Auftritt von Jens Spahn in Bergisch Gladbach eskaliert war, versuchte der Politiker nun seine Handzeichen zu erklären, wie merkur.de* berichtete. (*wa.de und Merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Marius Becker/dpa

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