Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Kinder in Feriencamp missbraucht? Betreuer vor Gericht

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Ein 26-Jähriger muss sich seit Dienstag vor dem Gericht verantworten. (Symbolbild)

Wegen Kindesmissbrauchs steht ein 26-Jähriger vor Gericht: Er soll seine Schützlinge in einem Ferienlager bedrängt haben. Unklar ist, ob die Opfer aussagen müssen. 

  • Ein Student aus Münster ist des Missbrauchs an Kindern angeklagt
  • Der Prozess gegen ihn hat begonnen 
  • Es ist noch unklar, ob die sieben Opfer aussagen müssen

Update: 16. Januar. Der Prozess gegen einen 26-Jährigen aus Münster wurde am Mittwoch (15. Januar) fortgesetzt. Nach wie vor findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, jedoch sind einige Details zum Verlauf des zweiten Tages bekannt. 

So soll der Angeklagte, der zuvor Lehramt in Münster studiert hatte, ein umfassendes Einlassung zu den Vorwürfen angekündigt haben, wie die WN schreiben. Sollte der 26-Jährige geständig sein, würde dies den Opfern eine Aussage ersparen. Das Urteil könnte in diesem Fall noch im Januar fallen. 

Kinder in Feriencamp missbraucht? Betreuer vor Gericht

Update: 7. Januar. Münster/Lüneburg – Prozessbeginn in einem Fall, der für Aufsehen sorgte: Ein 26-Jähriger wurde im Sommer 2019 in Münster verhaftet. Jetzt steht der ehemalige Lehramtsstudent vor Gericht. Er soll mehrere Kinder sexuell missbraucht haben. Das Jüngste soll erst neun oder zehn Jahre alt gewesen sein.

In dem Prozess, der am Dienstag (7. Januar) in Lüneburg begonnen hat, wurde zur Anklageverlesung die Öffentlichkeit ausgeschlossen, um sowohl die Opfer als auch den Täter schützen. Der Mann soll mehrere Jahre lang bei der DLRG, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, tätig gewesen sein – als Jugendbetreuer. Ein ähnlicher Fall wurde erst vor kurzem verhandelt, als in Münster mehrere Männer des schweren sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen angeklagt waren

Lehramtsstudent aus Münster vor Gericht: Prozess hat begonnen

In dem aktuellen Fall soll sich der 26-Jährige bei in einer Jugendfreizeit an seinen sieben Opfern vergangen haben. Der Angeklagte, der in Münster verhaftet wurde, soll die Jungen außerdem später dazu aufgefordert haben, Nacktbilder von sich zu schicken. Ermittlungen wurden derweil in einem anderen Fall wieder aufgenommen: Eine Erzieherin aus Dülmen soll in der Kita mehrere Jungen missbraucht haben. Das Verfahren wurde zunächst vor acht Jahren eingestellt.

Das scheint auch schließlich zur Festnahme des Mannes geführt zu haben, der zu dem Zeitpunkt in Münster lebte. "Das Handy ist in andere Hände geraten", erklärte Christoph Luedtke, Pressesprecher des Landgerichts Lüneburg. Ein Zeuge meldete den Austausch dann der DLRG. Ein ähnlicher Prozess startete nun vor dem Landgericht: Eine 40-Jährige wirft ihrem Ehemann aus der Nähe von Münster vor, sie im Eigenheim vergewaltigt zu haben

Müssen Opfer aussagen? Prozess gegen Studenten aus Münster

Zum Beginn des Prozesses wurden zunächst keine Zeugen angehört. Es ist aber noch möglich, dass die Opfer aussagen müssen: Das hängt ganz davon ab, ob der Angeklagte ein Geständnis abgelegt hat. Ob das am Dienstag bereits der Fall war, ist noch nicht klar. "Es hat aber eine umfassende Einlassung gegeben", berichtet Luedtke. Es sind sieben weitere Verhandlungstage angesetzt, der letzte findet am 13. Februar statt. Einen ähnlichen Vorfall wie den aktuell hatte es vor einigen Monaten in der Nähe von Münster gegeben: Ein 33-Jähriger soll eine 13-Jährige unter Drogen gesetzt haben, um sie anschließend zu missbrauchen.

Vor dem Landgericht Bielefeld wird derzeit dieser Fall behandelt: Ein Mann aus Sassenberg soll seine Nichte und seinen Neffen sexuell missbraucht haben. Die Taten filmte er sogar. Zudem ging kürzlich ein dieser Prozess zu Ende: Ein Student aus Münster wurden wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Ihm wurden 120 Taten vorgeworfen.

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