Münster

Luca-App ohne Smartphone nutzen: So geht‘s

Digitale-Kontaktverfolgung: Seit Corona ist dies ein wichtiger Baustein zur Bekämpfung der Pandemie-Bekämpfung geworden. Die Luca-App soll in Münster jetzt auch ohne Handy nutzbar sein.

Münster – Die seit Wochen sinkende Inzidenz in Münster gibt den Menschen in der Stadt einige Freiheiten wieder: Die Außengastronomie hat wieder geöffnet, auch kulturelle Veranstaltungen sind wieder möglich. Für den andauernden Kampf gegen das Coronavirus ist aber auch die digitale Kontaktverfolgung nach wie vor wichtig.

Nachdem im März bereits die Luca-App fürs Smartphone in Münster eingeführt wurde, bei der sich Menschen in Cafés, Restaurants und anderen Geschäften mit einem QR-Code einchecken können, wird es nun eine weitere Variante der App geben. Wer kein Smartphone besitzt oder sich die App nicht herunterladen möchte, kann nun auf den Luca-Schlüsselanhänger zurückgreifen.

Luca-Schlüsselanhänger in Münster kostenlos erhältlich

Es ist das analoge Gegenstück zur bisher erhältlichen App. Der Schlüsselanhänger wird zunächst online registriert, dabei werden Seriennummer des Anhängers sowie die eigenen Kontaktdaten angegeben. Anschließend kann der Luca-Schlüsselanhänger beim Betreten von Geschäften und anderen Einrichtungen gescannt werden.

In Münster kann der Luca-Schlüsselanhänger ab sofort von montags bis freitags im Servicezentrum und an der Münster-Information (Heinrich-Brüning-Straße) kostenfrei abgeholt werden – solange der Vorrat reicht. Eine vorherige Reservierung ist nicht möglich, betont die Stadtverwaltung.

Der Luca-Schlüsselanhänger ist jetzt auch in Münster nutzbar.

Kritik an Luca-App wegen Sicherheitslücken

Die Einführung der Luca-App in Deutschland, die vom Musiker Smudo (Die Fantastischen Vier) mitbegründet wurde, blieb jedoch nicht ganz ohne Kritik. Vor allem die Sicherheitslücken war Experten ein Dorn im Auge. So machten neulich IT-Experten deutlich, wie Fremde mit Daten aus Luca eine Bewegungshistorie anderer Nutzer und Nutzerinnen rekonstruieren konnten. Der Entertainer Jan Böhmermann zeigte indes kürzlich, wie man sich von zu Hause aus in den Osnabrücker Zoo einchecken konnte. Dafür war bloß ein abfotografierter QR-Code notwendig.

Rubriklistenbild: © Marcus Brandt/ dpa

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