Schäden am Bahndamm

Neues Gutachten: Entscheidung für Strecke zwischen Münster und Lünen erst im März

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Ruhe auf der Strecke zwischen Münster und Lünen: Der Fern- und Güterverkehr fällt weiter aus. Ein neues Gutachten muss her, die Entscheidung soll im März fallen.

Wer zwischen Münster und Lünen mit der Bahn reist, musste seit Wochen mit Einschränkungen rechnen. Nun sind die Arbeiten am Bahndamm abgeschlossen – doch viele Züge fallen weiterhin aus.

Bauarbeiten abgeschlossen – Neues Gutachten beantragt

Update: 7. Dezember. Auf der Strecke zwischen Münster und Lünen gibt es immer wieder Probleme, hauptsächlich Verspätungen. Seit Mitte November müssen Bahnreisende auf Schienenersatzverkehr umsteigen, die Gleise zwischen Lünen und Werne sowie Davensberg und Ascheberg waren zeitweise komplett gesperrt. 

Grund dafür waren sogenannte Gleislagefehler: Die Schienen hatten sich wegen der Hitze im Sommer teilweise verschoben, um bis zu einen Zentimeter. Der Untergrund des Bahndamm ist nicht, wie er sein sollte: Ein Längsriss hat sich gebildet. Das klingt unspektakulär, doch wenn ein Zug mit hohem Tempo darüber fährt, werden die Reisenden durchgeschüttelt. 

Deshalb gilt auf der Strecke auch eine Geschwindigkeitsbegrenzung (70 km/h) für Züge: Fern- (Linie 30 und 31) und Güterverkehr mussten umgeleitet werden. Das wird vorerst auch so bleiben. Zwar sind die Risse im Beton mittlerweile gefüllt und die Bauarbeiten abgeschlossen, doch es werden wohl noch weitere Arbeiten notwendig sein. 

Dazu braucht es ein Gutachten, die Entscheidung wird dann im März gefällt. Bis dahin fällt auf der Strecke also nur der Personenverkehr an, da Fern- und Güterverkehr weiter umgeleitet werden. Aber dadurch hätte der Nahverkehr auch mehr Luft, fasst Gunnar A. Pier von den WN zusammen: "Die RB 50 von Münster über Lünen nach Dortmund braucht eine Minute länger, der RE 1 von Hamm Richtung Niederrhein verliert sieben Minuten." Die neuen Routen und Zeiten seien im neuen Fahrplan, der ab Sonntag gilt, so vorgesehen.

Pendler zwischen Münster und Lünen mussten seiten Wochen mit Einschränkungen rechnen.

Busse statt Bahn zwischen Münster und Lünen

Update: 12. November. Seit dem 29. Oktober gibt es bereits Änderungen im Fahrplan der Deutschen Bahn für die Strecke zwischen Münster und Lünen. Ab Montagabend (12. November) müssen die Fahrgäste einen Monat lang mit weiteren Einschränkungen rechnen. Einige Halte der Regionalbahn 50 (RB 50) entfallen bald, dafür stehen Busse als Schienenersatzverkehr zur Verfügung. 

Grund für die Zugausfälle sindDammarbeiten zwischen Münster und Lünen. Die Baumaßnahmen finden nachts statt, jeweils in der Zeit von 19.15 bis 4.45 Uhr. An den Wochenenden sind die betroffenen Streckenabschnitte von Freitagabend bis Montagmorgen durchgehend gesperrt. 

Eurobahnlinie RB 50: Streckenabschnitt zwischen Lünen und Werne gesperrt

  • von Montag (12. November) bis Freitag (16. November), 19.15 bis 4.45 Uhr
  • von Montag (19. November) bis Freitag (23. November), 19.15 bis 4.45 Uhr
  • von Freitag (16. November) bis Montag (19. November), 19.15 bis 4.45 Uhr
  • von Freitag (23. November) bis Montag (26. November), 19.15 bis 4.45 Uhr
  • von Freitag (30. November) bis Montag (3. Dezember), 19.15 bis 4.45 Uhr

Eurobahnlinie RB 50: Streckenabschnitt zwischen Devensberg und Ascheberg gesperrt

  • von Montag (26. November) bis Freitag (30. November), 19.15 bis 4.45 Uhr
  • von Montag (3. Dezember) bis Freitag (12. Dezember), 19.15 bis 4.45 Uhr
Derzeit kommt es wegen Gleisschäden auf der Strecke Münster-Lünen zu Verspätungen (Symbolbild).

Bahnstrecke zwischen Münster und Lünen wird ausgebaut

Update: 7. November. Wie am Mittwoch (7. November) bekannt wurde, geht es nach vielen Jahren der Planung nun voran: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) priorisierte den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke im Bundesverkehrswegeplan 2030: Die Strecke zwischen Münster und Lünen soll ausgebaut werden.

Gleisschäden: Strecke zwischen Münster und Lünen betroffen

Erstmeldung: 26. Oktober. Münster/Lünen – Reisende auf der Strecke zwischen Münster und Lünen haben bereits mit Einschränkungen zu kämpfen: Wegen Gleisschäden musste die Höchstgeschwindigkeit reduziert werden. Die Folge waren Verspätungen. Nun kündigt die Deutsche Bahn Gleisarbeiten an, um einen pünktlichen Bahnverkehr wiederherzustellen.

Für die Zeit ab dem 29. Oktober kündigt die Deutsche Bahn deswegen Umleitungen auf der Strecke zwischen Münster und Lünen im Fern- und im Nahverkehr an. Alle Infos dazu haben wir für Sie zusammengefasst.

Wegen der Umleitungen halten die ICEs  auf den Linien nicht mehr an allen Haltestellen. So werden Bochum, Hagen und Dortmund auf den IC-Linien 30 und 31 teilweise nicht mehr angefahren.

Linie 30

Linie 31

Hamburg-Stuttgart

Hamburg–Nürnberg/Passau

Auf der IC-Linie 30 wird der Fernverkehr über Recklinghausen und Essen ohne Halt in Dortmund und Bochum umgeleitet. Dafür erfolgt ein Zusatzhalt in Gelsenkirchen.

Auf der IC-Linie 31 fährt der Fernverkehr in nördlicher Richtung alle Halte an. In südlicher Richtung wird jedoch nicht mehr in Hagen gehalten. Dortmund wird in beide Richtungen angefahren. 

Die Abfahrtzeiten der Regionalbahn 50 (RB 50) bleiben trotz der Umleitungen unverändert. Wegen der Geschwindigkeitsreduzierung verlängert sich jedoch die Fahrtzeit weiterhin um wenige Minuten.

Aufgrund der IC-Umleitungen über Dortmund und Hamm verlängert sich jedoch die Fahrzeit des Regionalexpress 1 (RE 1) alle zwei Stunden um 7 Minuten. Deswegen fahren die Züge von Hamm nach Dortmund etwas früher ab.

Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden für die Strecke zwischen Münster und Lünen, vor Reiseantritt die Verbindungen noch einmal zu überprüfen. Sollten Fahrgäste bereits Reisen auf dieser Strecke gebucht haben, können sie diese kostenlos umbuchen oder erstatten lassen – vorausgesetzt, die Verbindung ist von Haltausfällen betroffen.

Wegen Fahrplananpassungen müssen Bahnreisende bald mit Verspätungen rechnen.

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