Opfer schwer verletzt

Messerattacke: Polizei Münster schnappt Jugendlichen

In Münster geriete zwei Männer in einen Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung nahe der Engelenschanze zog einer der beiden ein Messer und stach zu. Jetzt gab‘s einen Ermittlungserfolg.

Update: 8. Januar. Fünf Tage ist es her, dass ein 26-Jähriger an der Engelenschanze in Münster Opfer einer brutalen Messerattacke wurde. Der Täter hatte den Mann mit Messerstichen schwer verletzt und war geflüchtet. Daraufhin wurde eine Fahndung nach dem Unbekannten eingeleitet und eine Mordkommission unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Thomas Götze ins Leben gerufen.

Nun konnte die Polizei einen Ermittlungserfolg verbuchen. Den Beamten gelang es, den Gesuchten am Donnerstag (7. Januar) festzunehmen. Dabei handelt es sich um einen 17-Jährigen aus Münster. „Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem Messer auf sein Opfer eingestochen zu haben“, erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Die beiden Personen kannten sich ersten Ermittlungen zufolge flüchtig – die genauen Hintergründe der Tat in Münster sind jedoch bislang noch völlig unklar. Die Polizei vermutet, dass es bei dem am Donnerstag entstandenen Streit um Betäubungsmittel ging. Daraufhin soll der Jugendliche auf sein Opfer eingestochen haben.

Die Staatsanwaltschaft Münster beantragte am Freitag (8. Januar) einen Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, der vom zuständigen Richter erlassen wurde. Der 17-Jährige, der sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht geäußert hat, befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Die Identität des Tatverdächtigen ist noch nicht geklärt, da dessen Nationalität unbekannt ist, teilen die Beamten mit. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Nach einem Messerangriff in Münster konnte der Tatverdächtige festgenommen werden. (Symbolbild)

Messerattacke in Münster: Fahndung nach Täter

Erstmeldung: 3. Januar. Münster – In einer gemeinsamen Pressemitteilung informieren Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntag (3. Januar) über eine blutige Messerattacke, die sich in einem Park an der Engelenschanze ereignet hat. Ein 26-Jähriger soll dort zunächst mit einem Mann in Streit geraten sein. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Personen im nordrhein-westfälischen Münster eskalierte, als plötzlich ein Messer zum Einsatz kam.

Stadt:Münster
Einwohner:315.293 (Dezember 2019)
Bundesland: NRW

Münster (NRW): 26-Jähriger durch mehrere Messerstiche schwer verletzt

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft Münster war es am Samstagabend (2. Januar) zu der Messerattacke in dem Park an der Engelenschanze gekommen. Nach bisherigen Informationen der Ermittler hat eine unbekannte Person mit einem Messer auf den 26-Jährigen eingestochen. Bei dem Angriff, der sich gegen 20.30 Uhr ereignete, erlitt das Opfer schwere Verletzungen.

Dem mutmaßlichen Täter gelang nach der Auseinandersetzung die Flucht. Er verschwand in unbekannte Richtung. Der 26-Jährige wurde nach der Messerattacke in ein Krankenhaus nach Münster gebracht. „Lebensgefahr bestehe zurzeit nicht“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in dem Schreiben mit. Bei einer anderen Tat in Münster (NRW) hat ein Mann mehrere Passanten mit einer Pistole bedroht und so kürzlich einen Großeinsatz ausgelöst.

Münster (NRW): Nach Messerattacke an der Engelenschanze – Polizei wendet sich an Bevölkerung

Nach der Messerattacke nahe der Engelenschanze in Münster haben die Behörden die Ermittlungen bereits aufgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen bislang davon aus, dass sich der Tatverdächtige und sein späteres Opfer schon einmal begegnet sind. „Der Unbekannte soll dem 26-Jährigen vom Sehen her bekannt gewesen sein, die Identität des Täters ist bislang ungeklärt“, so die Ermittler.

Der mutmaßliche Messerstecher wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Bei dem 26-Jährigen fanden die Beamten Drogen. Die Ermittler stellten das in Einzelportionen abgepackte Betäubungsmittel sicher. Polizei und Staatsanwaltschaft prüfen nun, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Drogenbesitz und der Messerattacke in Münster gibt.

Um die Hintergründe der Tat aufklären zu können, richten sich die Behörden an die Bevölkerung. Die Polizei Münster fragt: „Wer kann Hinweise auf verdächtige Personen im Bereich der Tatörtlichkeit zur fraglichen Zeit geben?“ Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251/27 50 entgegen. Ein anderer Angriff im Kreis Warendorf nahe Münster endete tödlich. In Beckum (NRW) verstarb ein 23-jähriges Opfer nach einer brutalen Messerattacke und zur abschließenden Klärung der Todesursache wurde die Leiche des Mannes in der Uniklinik Münster obduziert.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen / dpa

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