Modellprojekte

Preußen-Spiele vor Publikum? Münster könnte bald mit Modell-Öffnungen starten

In Münster bleibt die Inzidenz stabil unter 100. Deshalb sollen nun Gespräche zu möglichen Öffnungen im Rahmen von Modellrprojekten geführt werden.

Münster – Entgegen aller Mahnungen vor zu viel Optimismus hat Münster es bislang tatsächlich geschafft: Seit Einführung der Bundesnotbremse am 24. April ist der Inzidenzwert der Stadt im Münsterland in den letzten sieben Tagen nie mit über 100 angegeben worden. Auch davor befand sich die Inzidenz nie länger als zwei Tage hintereinander über der kritischen 100er-Grenze, jedenfalls laut Angaben des RKI – die Angaben des LZG und die des RKI wichen für Münster lange stark voneinander ab. Somit galt die Notbremse mit strengem Kontaktverbot und nächtlicher Ausgangssperre hier bislang noch nicht.

Grund genug, nun doch über mögliche Lockerungen nachzudenken? Immerhin hatte die Stadt Münster Mitte April beschlossen, das Projekt „Modellregion“ auf Eis zu legen. Zu groß war das Risiko, mitten in der dritten Corona-Welle neue Lockerungen durchzudrücken. Münster bekam Anfang April den Zuschlag, als eine von 14 Modellregionen seinen BürgerInnen testweise neue Lockerungen im Kultur- und Gastronomiesektor zukommen zu lassen.

StadtMünster
Einwohner313.000
BundeslandNRW

Sinkende Corona-Zahlen: Münster nun doch kurz vor Lockerungen als Modellregion?

Laut Medienberichten steht die Stadt Münster mit dem Land NRW darüber in Gesprächen, welche Lockerungen der Corona-Regeln durchgesetzt werden und wann. Gegenüber den WN äußerte sich Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer optimistisch: „Ab Mittwoch (5. Mai, Anm. d. Red.) sind unsere Werte erstmal so, dass Modellprojekte in Münster gestartet werden können.“ Die Abstimmung zu den genauen Maßnahmen und den Startterminen stehe noch aus und erfolge „kurzfristig.“

Genauer wird Heuer gegenüber Radio Antenne Münster. Hier heißt es, die Stadt plane bereits, Spiele des SC Preußen Münster vor Publikum stattfinden zu lassen, was konkret jedoch nur noch auf das letzte Saison-Heimspiel der Adler am 29. Mai gegen Rot-Weiß Oberhausen zutreffen würde. Laut Radio AM könnten die Öffnungen bei entsprechenden Werten bereits ab kommendem Montag (10. Mai) stattfinden.

Modellprojekte: Münster zurückhaltender als Kreis Coesfeld

Die Nachbarn im Kreis Coesfeld können sich bereits seit vergangenem Montag (3. Mai) über erste Lockerungen freuen. Auch Coesfeld im Münsterland wurde zuvor als Modellregion ausgewählt. Doch die Stadt Münster bleibt vorsichtig. Im Gegensatz zum Nachbarkreis werden hier vorerst keine Freibäder geöffnet. Die Badeanstalten seien laut Heuer jedoch auf den Betrieb vorbereitet. Auch Fitnessstudios bleiben vorerst geschlossen. Im Kreis Coesfeld hingegen wurde eines in Havixbeck bereits wieder eröffnet.

Shoppen ohne Termin auf dem Prinzipalmarkt in Münster: Schon bald wieder möglich?

Sowohl in Coesfeld als auch in Münster müssen sich die BürgerInnen jedoch noch etwas gedulden, was die Gastronomie angeht. In beiden Kommunen bleiben Restaurant und Cafés vorerst geschlossen. In beiden Regionen, die aktuell (Stand: 5. Mai) ähnliche Inzidenzen aufweisen (MS: 74,5 / COE: 74,3) gilt momentan das Schulmodell Wechselunterricht. Daran wird sich voraussichtlich auch erst einmal nichts ändern. Da die aktuell gültige Coronaschutzverordnung des Landes NRW noch bis zum 14. Mai gilt, könnte es laut Wolfgang Heuer durchaus sein, dass bei gleichbleibend positivem Trend ab diesem Datum mit weiteren Lockerungen für das gesamte Bundesland zu rechnen ist. Niedersachsen und Bayern wollen schon bald Gastronomie und Tourismus wieder öffnen. Gut möglich, dass NRW dann nachzieht.

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir/msl24.de

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