Streit eskaliert in Wohnung

Mordkommission ermittelt nach Blutbad: Angreifer stechen mit Schere und Messer auf Opfer ein

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Ein Streit in einer Wohnung eskalierte so heftig, dass nun die eine Mordkommission eingerichtet wurde. (Symbolbild)

In Lebensgefahr schwebten zwei Männer nach einer blutigen Auseinandersetzung, weil drei Angreifer mit Messer und Schere auf sie losgingen. Nun ermittelt die Mordkommission.

  • Streit eskaliert 
  • Zwei Männer schwer verletzt 
  • Mordkommission in Münster eingerichtet

Steinfurt – Ein Streit zwischen fünf Menschen eskalierte am Donnerstagabend im Münsterland. In einer Wohnung an der Gräfin-Bertha-Straße hielt sich eine Frau mit ihrem Kind und drei männlichen Bekannten (22, 28 und 39) auf. Gegen 22 Uhr stießen ihr ehemaliger Lebensgefährte (22) sowie sein Kumpel (18) dazu, wie msl24.de* berichtet. 

Es kam zu einer hitzigen Diskussion und die fünf Männer gerieten in einen Streit. Kurzerhand flüchtete die Frau mit ihrem Kind ins Obergeschoss und alarmierte von dort aus die Polizei, wie es später in einem Bericht der Beamten aus Münster heißt.

Mit Schere in Brust gestochen: Kriminalpolizei in Münster ermittelt 

Die Auseinandersetzung wurde währenddessen körperlich: Die drei Bekannten der Frau schlugen und traten ihren ehemaligen Lebensgefährten zu Boden. Zwei der Angreifer gingen noch weiter: Sie stachen mit einer Schere und einem Messer auf den 22-Jährigen ein, wie die Kriminalpolizei in Münster berichtet. 

Der dritte Täter hielt das Opfer währenddessen fest. Der 18-Jährige, der mit dem 22-Jährigen gemeinsam in die Wohnung gekommen war, wollte seinem Freund zur Hilfe eilen – dabei wurde auch er verletzt. Einer der Angreifer stach ihm mit dem Messer in die Brust. 

Nach Angriff auf 22-Jährigen: Mordkommission in Münster eingerichtet 

Kurz darauf kam die Polizei, sie nahmen die drei Angreifer sofort fest. Die beiden Schwerverletzten wurden in eine Spezialklinik im Münsterland gebracht. "Der 22-Jährige wäre nach ärztlicher Einschätzung ohne die sofortige notfallmedizinische Intervention verstorben", erklärt Martin Botzenhardt, Oberstaatsanwalt in Münster. 

Die beiden Verletzten sind inzwischen außer Lebensgefahr. Trotzdem wurde in Münster eine Mordkommission unter der Leitung von Hauptkommissar Ulrich Bux eingerichtet. "Die Hintergründe des Streits können in einer Vorbeziehung des 22-jährigen Verletzten mit der 33-jährigen Bewohnerin begründet sein", vermutet er. 

Tatverdächtige in Münster dem Haftrichter vorgeführt

Wegen des dringenden Tatverdachts der gefährlichen Körperverletzung wurden die drei Beschuldigten wurden zwei Tage nach dem Vorfall dem Haftrichter vorgeführt. Dieser gab dem Antrag auf Haft der Staatsanwaltschaft Münster statt. 

Die Polizei hatte es kürzlich auf der A43 bei Münster mit einem randalierenden Autofahrer zu tun: Dieser verletzte einen der Beamten, sodass sie Verstärkung rufen mussten. Über eine rote Ampel raste kürzlich ein SUV-Fahrer mitten in der Nacht – auf der Kreuzung rammte er ein Taxi. Dann bedrohte er den anderen Mann. 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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