Urteil am Landgericht Münster

Mann sticht Mitbewohner in den Rücken: Gericht erklärt ihn für nicht schuldfähig

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Der 29-Jährige wird nach der Messerattacke in eine Psychiatrie eingewiesen. (Symbolbild)

In Münster kam es Anfang des Jahres zu einer brutalen Messerattacke. Ein 29-Jähriger stach seinem Mitbewohner mehrfach in den Rücken. Nun kam es zum Prozess. Ins Gefängnis muss der Angeklagte nicht.

Update: 27. August. Im vergangenen Februar kam es zu einer Messerattacke in einer Wohngemeinschaft in Münster. Ein Mann stach seinem Mitbewohner in der Küche mehrfach in den Rücken. Zuvor soll er seinem Opfer mit den Worten "Du musst jetzt sterben" gedroht haben.

Vor dem Landgericht in Münster kam es nun zum Prozess gegen den 29-Jährigen wegen versuchten Totschlags.  Der Angeklagte räumte die Tat zwar ein, wie die WN berichten, er beteuerte jedoch, dass er den 23-Jährigen nicht habe töten wollen. 

Zum Tatzeitpunkt litt der Angeklagte wohl unter einer akuten Psychose. Daher ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Mann aus Münster nicht schuldfähig war. Diese Einschätzung wurde von einem psychiatrischen Gutachter bestätigt.

Der 29-Jährige kommt daher für unbefristete Zeit in eine geschlossene Psychiatrie. In regelmäßigen Abständen soll jedoch geprüft werden, ob er aus der Einrichtung wieder entlassen werden kann. Das Opfer schwebte nach der Attacke in Münster kurzzeitig in Lebensgefahr.

Münster: Mann sticht Mitbewohner mehrfach in den Rücken

Erstmeldung: 7. Februar. Münster – In einer WG an der Grevener Straße kam es am Dienstagnachmittag (5. Februar) zu einem Streit zwischen Mitbewohnern. Die Auseinandersetzung eskalierte gegen 13.10 Uhr völlig: Ein 28-Jähriger schnappte sich ein Messer und stach seinem Opfer mehrmals in den Rücken.

Der 25-Jährige wurde bei dem Angriff lebensgefährlich verletzt. Er schaffte es noch, aus der Wohnung zu flüchten. Nachbarn sahen den blutenden Mann und riefen Rettungskräfte und Polizei. Die Beamten konnten den Täter noch in der WG in Münster festnehmen. Es wurde umgehend eine Mordkommission eingerichtet.

Opfer nicht mehr in Lebensgefahr: Täter aus Münster psychisch krank

Wie der Leiter der Kommission, Joachim Poll, berichtet, ist der 25-Jährige mittlerweile außer Lebensgefahr.  "Die Hintergründe des Streits sind bislang unklar. Der Angreifer aus Münster, bei dem eine psychische Erkrankung vorliegt, äußerte sich nicht zu dem Sachverhalt", erläuterte Poll weiter.

Der Täter wurde umgehend festgenommen (Symbolbild).

Versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung – Münsteraner in Klinik eingewiesen

Gegen den Angreifer wird nun ermittelt. Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt mitteilt. Der Mann aus Münster wurde am Mittwoch (6. Februar) einem Richter vorgeführt. 

Der 28-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft in eine forensische Klinik in Münster untergebracht.  "Derzeit liegen Anhaltspunkte vor, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig gewesen sein könnte", erläuterte Botzenhardt weiter.

Polizeieinsatz in Coerde: Nach einem Streit ging ein Mann aus Münster mit einem Messer auf zwei Personen los.

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