AWM legen Zahlen für 2018 vor

Neuer Tiefstand: Münsteraner produzieren nur 421 Kilo Müll pro Jahr

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50.000 Tonnen Restmüll produzierten die Münsteraner im vergangenen Jahr.

Münster produziert immer weniger Müll. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Abfallwirtschaftsbetriebe für das Jahr 2018 vorgelegt haben. Die Menge verringert sich jährlich.

Münster – Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) haben ihre Jahresbilanz für das Jahr 2018 vorgelegt. Darin bestätigt sich der Trend, der seit einigen Jahren in der Domstadt zu beobachten ist: Es wird immer weniger Mül produziert.

Im abgelaufenen Jahr wurden pro Kopf 412 Kilo Müll entsorgt – ein neuer Mindestwert für die vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich: 2017 waren es noch 428 Kilogramm Abfall, die jeder Münsteraner produzierte – 2008 sogar 478 Kilo. 

Immer weniger Müll in Münster

Seit 2008 geht der Müllverbrauch in Münster kontinuierlich runter. Unterbrochen wurde dieser Zyklus nur 2014 durch den Starkregen in der Domstadt. Dass in der Stadt immer grüner gedacht wird, beweisen auch viele Unternehmen. 20 Cafés in Münster setzen auf Pfandbecher für den Kaffee anstatt auf Einwegmüll.

Insgesamt wurden in Münster 2018 165.000 Tonnen Abfall produziert. Davon entfielen 130.000 Tonnen auf die privaten Haushalte. Am häufigsten gelangt bei den Domstädtern der Restmüll in die Tonne. 50.000 Tonnen landeten aus den Privathaushalten in der Aufbereitungsanlage der AWM.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe müssen immer weniger Müll aus Privathaushalten entsorgen.

Gelber Sack wird 2020 in Münster abgeschafft

Dass jedoch nicht alles Gold ist, was glänzt, zeigte sich in diesem Jahr erneut nach dem 1. Mai. Der Aasee in Münster glich nach den Feiereien erneut einer Müllhalde. Das sorgte bei vielen Domstädtern für Empörung. Weniger Plastik soll jedoch ab 2020 weggeworfen werden: Wie die Abfallwirtschaftsbetriebe mitteilten, wird im kommenden Jahr der Gelbe Sack in Münster abgeschafft. Stattdessen soll die Wertstofftonne eingeführt werden.

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