Coronavirus

Infektionen in NRW steigen weiter: Droht nach Weihnachten der harte Lockdown?

Der Dezember brachte bislang keine Besserung: Die Zahl der Neuinfektionen durch das Coronavirus bleibt weiter hoch – auch in Münster. Daher droht nach Weihnachten ein harter Lockdown.

Update: 15. Dezember. Ab dem 16. Dezember treten in ganz Deutschland schärfere Corona-Regeln in Kraft. Von den neuen Maßnahmen ist besonders der Einzelhandel betroffen. Viele Läden müssen ihre Türen bis mindestens 10. Januar schließen. Trotz des Lockdowns bleiben in NRW einige Geschäfte für Kunden geöffnet, die owl24.de in einem Artikel für Sie zusammengefasst haben.

Coronavirus: Harter Lockdown droht – Infektionszahlen in Münster vergleisweise gering

Münster – Auch am Dienstag (8. Dezember) bleibt die Zahl der Neuinfektionen bundesweit auf einem hohen Niveau. Das Robert-Koch-Institut (RKI) vermeldete bundesweit 14.000 neue bestätigte Coronavirus*-Fälle. In der Vorwoche waren es am selben Tag 13.604. Die Tendenz der Infektionen steigt demnach weiter an, wie msl24.de* berichtet.

Auch in Münster ist der Inzidenzwert wieder gestiegen*, nachdem dieser in der Vorwoche noch unter 50 gelegen hatte. 81 Neuinfektionen gab es in der Stadt am Montag (7. Dezember). Die immer noch prekäre Phase in Deutschland könnte nun zu einem weiteren harten Lockdown nach den Weihnachtstagen führen. Dies hatte zunächst das Bundesland Bayern erwägt.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Coronavirus: Lockdown in Münster und NRW nach Weihnachten?

Nun gibt es auch in NRW stimmen, die derartige Maßnahmen in Betracht ziehen. „Dass Länder mit einem flächendeckend zusätzlich herausfordernden Infektionsgeschehen weitere Maßnahmen ergreifen, entspricht der Logik des gemeinsamen Beschlusses der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin“, betonte der Gesundheitsminister des Landes, Karl-Josef Laumann (CDU). So könnte es zu einem ähnlichen Lockdown wie im Frühjahr kommen, sollten die Coronavirus-Zahlen bis Weihnachten nicht sinken.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, plant das Kanzleramt ab dem 27. Dezember sämtliche Geschäfte in Deutschland mindestens bis zum 3. Januar zu schließen – mit Ausnahme des Lebensmitteleinzelhandels. Seit einigen Wochen gilt in NRW und Münster der Teil-Lockdown*, doch dieser scheint keine gravierenden Verbesserungen in den Corona-Zahlen zu bewirken. Medienberichten zufolge erwägt das Bundesland Sachsen diesen harten Schritt bereits am 14. Dezember.

Münster (NRW): Politiker gegen Schulschließungen wegen Coronavirus

Derzeit steht das NRW-Gesundheitsministerium im engen Austausch mit den Kommunen, deren Inzidenzwert momentan über 200 liegt. Dazu gehören unter anderem Duisburg, Hagen, der Kreis Lippe in Ostwestfalen* nahe Münster, Wuppertal und auch Bielefeld, dessen Inzidenzwert am Dienstag (8. Dezember) 204,7 beträgt*. Bereits erste Stimmen warnen jedoch vor zu harten Maßnahmen. „Landesweite Kita- oder Schulschließungen wird es nicht geben“, betonte Vize-Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP). Auch Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) schloss dies aus. „Wir wissen, was es mit unseren Kindern und Jugendlichen gemacht hat, die während des Lockdowns im Frühjahr wochenlang nicht in die Schulen gehen durften.“

Nach Weihnachten könnten sämtliche Geschäfte in NRW schließen. (Symbolfoto)

Hoffnung, dass sich die Lage in Deutschland sowie weltweit bald bessern könnte, schüren die Impfungen, die schon bald beginnen können. Noch im Dezember sollen die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Damit dieser logistische Kraftakt in den kommenden Monaten in den Kommunen gestemmt werden kann, werden in Münster und im Münsterland fünf Impfzentren errichtet*. (*msl24.de und owl24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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