Prozess in Münster

Nach Messerangriff lebensgefährlich verletzt: Urteil gegen 25-Jährigen gefallen

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Er hat einen anderen Mann mit einem Messer verletzt – deshalb stand ein 25-Jähriger vor dem Gericht. (Symbolbild)

Ein blutiger Vorfall ereignete sich vergangenes Jahr in Münster. Vor einem Imbiss wurde ein Mann niedergestochen. Der Täter wurde jetzt verurteilt.

  • Ein 21-Jähriger wurde bei einer Messerattacke lebensgefährlich verletzt. 
  • Der Fall kam nun vor das Gericht in Münster. 
  • Der Angreifer (25) wurde verurteilt. 

Münster – Ein Streit zwischen mehreren Männern eskalierte im vergangenen Juli am Bahnhof in der Domstadt. Ein 25-Jähriger hatte mit einem Messer auf einen 21-Jährigen eingestochen – dieser wurde dabei lebensgefährlich verletzt. Der Fall wurde nun vor Gericht verhandelt. 

Münster: Prügelei am Bahnhof endet mit Messerstich

Das Messer hatte der 25-Jährige aus Telgte in einer Bauchtasche mit nach Münster genommen. Dort hatte er sich am Abend mit Freunden treffen wollen. In dem Imbiss "Cappadocia" traf er jedoch auf einen Bekannten, mit dem es bereits am Tag zuvor Streit gab

Schnell eskalierte die Situation am Bahnhof in Münster wieder: Es kam zu einer Schlägerei vor dem Restaurant. Doch erst anschließend, als sich die Lage scheinbar schon beruhigt hatte, kam es zu der gefährlichen Attacke: Der Angeklagte näherte sich seinem Kontrahenten vom Vortag ein weiteres Mal, wie msl24.de* berichtet. 

Prozess in Münster: 25-Jähriger nahm Tod in Kauf

In dem Gerichtsverfahren in Münster wurde festgestellt, dass der 21-Jährige, der mit dem Widersacher des Angeklagten am Bahnhof war, zuerst zuschlug – daraufhin holte der 25-Jährige das Messer hervor. Durch einen Stich in den Bauch wurde der Jüngere lebensgefährlich verletzt. Nur eine Notoperation konnte sein Leben retten. 

Ein Video zeigte, wie der Angeklagte nach einem Blick auf sein blutendes Opfer die Flucht ergriff. Bei dem Verfahren in Münster nahm die Staatsanwältin dies als Beweis dafür, dass der Täter den Tod des jungen Mannes billigend in Kauf genommen hatte. Dafür hatte sie siebeneinhalb Jahre Haft gefordert. 

25-Jähriger nach Messerattacke in Münster verurteilt

Bei der Auseinandersetzung am Bahnhof in Münster war auch der Angeklagte schwer verletzt worden. An sein Opfer hatte er bereits vor dem Prozess ein Schmerzensgeld in Höhe von 4000 Euro gezahlt. Weitere 6000 Euro ordnete das Gericht an. Der 25-Jährige wurde von der Kammer zu sechseinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.

Kurze Zeit vor dem Prozess kam es in der Stadt zu einem anderen Messer-Vorfall: Mitten in der Nacht klingelte ein Maskiertet bei einem Senioren in Münster – der Mann war bewaffnet und bedrohte den Bewohner. In einem anderen Fall wurde ein Jugendlicher verletzt: Der 18-Jährige traf sich mit Freunden in einer Wohnung in Vreden – plötzlich ging einer der Besucher mit einem Messer auf ihn los, wie msl24.de* berichtet. 

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

Erneut schwebt eine Person in Lebensgefahr: Eine 21-Jährige wurde in Ahaus von einem Rettungswagen erfasst. Um sein Leben kämpft derzeit auch ein 57-Jähriger: Der Mann wurde in Münster auf seinem Fahrrad von einem Auto erfasst.

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