1. Prozesstag 

Hat er seine Ex-Frau angezündet? Prozessauftakt gegen Hotel-Manager

+
Der Angeklagte verbarg am ersten Tag des Prozesses sein Gesicht vor den Kameras. 

Der versuchte Mord an seiner Ex-Frau wird einem 36-Jährigen aus Münster vorgeworfen. Der ehemalige Leiter eines Hotels steht nach einem Feuer vor Gericht. 

  • Wegen versuchten Mordes muss sich ein 36-Jähriger vor dem Landgericht Münster verantworten.
  • Der ehemalige Hotel-Manager soll seine Ex-Frau mit Benzin begossen und angezündet haben.
  • Am ersten Prozesstag wurde die Anklage verlesen. 

Münster – Einem 36-Jährigen wird seit Freitag (14. Februar) der Prozess gemacht: Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Ex-Frau in Münster mit Benzin übergossen und dann angezündet zu haben. Der Angeklagte habe dabei nicht nur ihren Tod beabsichtigt, sondern auch in Kauf genommen, dass die 150 Menschen, die sich zu der Zeit im selben Gebäude aufhielten, zu Schaden kommen. Denn: Der Angeklagte ist der Leiter des B&B-Hotels am Albersloher Weg gewesen. 

Münster: Angeklagter soll Ex-Frau angezündet haben

Mit seiner Frau, von der er in Scheidung lebte, war er am Tag vor der Tat im vergangenen August aus dem Urlaub wiedergekommen. Die 42-Jährige sollte bei ihrem Ex-Mann übernachten. Sie habe sich für ein romantisches Bad umziehen wollen, so der Staatsanwalt bei dem Prozess in Münster. Als sie nur noch in Unterwäsche im Schlafzimmer stand, hatte der Angeklagte sie plötzlich mit dem flüssigen Brennstoff überschüttet und in Flammen gesetzt. 

Das Opfer, das mit dem Angeklagten einen gemeinsamen Sohn hat, konnte sich nur mühsam zur Wohnungstür schleppen, die der 36-Jährige zuvor abgeschlossen hatte. Dort brach sie zusammen. Die Wohnung befindet sich innerhalb des Hotels in Münster, für das der Mann zu diesem Zeitpunkt verantwortlich war. Er wurde wenige Tage nach dem Brand in Münster festgenommen

Fotostrecke: Hat er seine Ex-Frau angezündet? Hotelier vor Gericht 

 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefani e Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de
 © Stefanie Masuch / msl24.de

Opfer ist bei Brand in Münster nur knapp dem Tod entkommen

Nur durch das schnelle Alarmieren der Feuerwehr durch unbekannte Zeugen konnte die 42-Jährige überhaupt überleben. Inzwischen hatte sich der Brand auf die gesamte Wohnung ausgebreitet. Auch der Angeklagte wurde dabei leicht verletzt. Sein Opfer erlitt lebensgefährliche Verletzungen und musste in eine Spezialklinik für Brandopfer gebracht werden. Dort wurde sie mehrere Wochen in ein künstliches Koma versetzt. 45 Prozent ihrer Hautoberfläche wurden verbrannt – die Frau wird ihr Leben lang entstellt bleiben, wie der Staatsanwalt in Münster dem Angeklagten vorwirft. 

Der 36-Jährige nimmt die Verlesung der Anklage ohne Regung hin. Zwischendurch bespricht er sich mit seiner Anwältin. Er hat sich schick gemacht für den Prozess: Ein dreiteiliger Anzug und eine modische Brille verleihen ihm das Aussehen eines Modeberaters. Wie die Richterin bei dem Prozess in Münster sagte, erwarten ihn, wenn er schuldig gesprochen wird, mindestens drei Jahre Haft, maximal zehn. 

Motiv noch unklar – Prozess in Münster wird fortgesetzt

Am zweiten Prozesstag in Münster soll der Angeklagte sich selbst zu den Vorwürfen äußern. Bei der Vernehmung durch die Polizei hatte er den Mordversuch bislang nicht zugegeben. Es ist auch immer noch nicht klar, mit welchem Motiv der 36-Jährige gehandelt haben könnte. Die Verhandlung wird am 9. März fortgesetzt.

Ein anderer Fall wird künftig auch vor dem Landgericht verhandelt werden: Dabei handelt es sich ebenfalls um einen versuchten Mord. Eine Mutter und ihre Tochter sprengten ihr Wohnhaus in Münster in die Luft, um der Zwangsräumung zu entgehen. Dabei gab es mehrere Verletzte. Zwei Pferde mussten anschließend eingeschläfert werden. 

Auch interessant

Kommentare