Münster (NRW)

Schlimmer Verdacht in Kita: Kind berichtet von Übergriff

Im Ortsteil Sprakel in Münster (NRW) besteht der dringende Verdacht, dass ein Mitarbeiter einer Kita einem Kind gegenüber übergriffig geworden ist.

Münster – Die Verantwortlichen der Outlaw-Kita in Münster-Sprakel müssen sich aktuell mit einem brisanten Fall beschäftigen. Laut Berichten der WN gab es dort einen mutmaßlichen sexuellen Übergriff gegenüber einem Kind. Dieses äußerte sich dahingehend gegenüber seinen Eltern, woraufhin die Kita-Leitung sofort reagierte.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Münster (NRW): Mutmaßlich übergriffiger Kita-Mitarbeiter suspendiert

Nachdem die Eltern des betroffenen Kindes aus Münster den Vorfall der Kita-Leitung gemeldet hatten, verfasste diese einen Brief, der daraufhin am Dienstag (5. Januar) an alle Eltern geschickt wurde. Darin heißt es unter anderem: „Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass es den Verdacht eines sexuellen Übergriffs (...) gegenüber einem Kind in der Outlaw Kita & FZ Sprakel gegeben habe.“

Offenbar zogen die Verantwortlichen aus Münster rasche Konsequenzen und stellten die verdächtigte Person vorerst frei: „Uns ist der Schutz der Kinder besonders wichtig, daher sind wir umgehend tätig geworden“, heißt es in der Mitteilung und weiter, dass die Person „widerruflich vom Dienst freigestellt“ worden sei.

Mutmaßlicher Übergriff an Kita in Münster (NRW): Anzeige beim Jugendamt

In einer Mitteilung, die die Verantwortlichen der Outlaw-Kita in Münster* auf Anfrage der WN verfassten, heißt es: „Der Verdacht wurde Mitte Dezember von einem Kind gegenüber seinen Eltern geäußert, die sich daraufhin bei der Einrichtungsleitung gemeldet haben. Im Rahmen unserer Dienstanweisung mit dem Umgang einer Beschwerde, einer Vermutung oder dem begründeten Verdacht auf grenzverletzendes/übergriffiges Verhalten von Mitarbeitern oder Mitarbeiterinnen der Outlaw gGmbH gegenüber betreuten Kindern und Jugendlichen wurde unser internes Verfahren eingeleitet.“

Dieses Verfahren sieht auch vor, dass solch ein Verdacht beim Jugendamt Münster und beim Landesjugendamt angezeigt wird, was ebenfalls bereits geschehen sei. Ob es sich um einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin handelt, wird von der Kita-Leitung nicht preisgegeben. Der Fall befindet sich aktuell noch in Klärung.

Wir und die betroffene Familie werden eng durch die Kinderschutzambulanz begleitet.

Leitung der Kita Outlaw in Münster (NRW)

Kita-Leitung aus Münster (NRW) arbeitet nach Übergriffs-Verdacht mit Behörden zusammen

In der Mitteilung der Kita-Leitung aus Münster gehen die Verantwortlichen auch auf das weitere Vorgehen nach dem mutmaßlichen Übergriff ein: „[...] Selbstverständlich arbeiten wir transparent mit den zuständigen Aufsichtsbehörden zusammen. Was wir gerade tun: Zum jetzigen Zeitpunkt finden Elterngespräche statt, wir werden durch externe Berater unterstützt – das Team wird gerade begleitet und bekommt Unterstützung durch die Kinderschutzambulanz. Ebenfalls werden wir den Fall in der Clearingstelle Kinderschutz Münster beraten lassen.“

Münster (NRW): In einer Kita meldete ein Kind einen Übergriff (Symbolbild).

Zusätzlich wird die Outlaw-Kita aus Münster nun Gesprächstermine mit den Eltern anbieten und weist auf externe Beratungsstellen beim Deutschen Kinderschutzbund, bei Zartbitter und in der Pro-Familia-Beratungsstelle Münster hin. Auch die Kinder sollen durch Projekte an Themen wie Kinderrechte und Sexualpädagogik herangeführt werden.

Nahe bei Münster kam es kürzlich zu einem Ermittlungsverfahren: Eine Kita-Leiterin aus Dülmen soll mehrere Kinder unter Drogen gesetzt und missbraucht haben*. (*Msl24.de ist Teil des ippen-Digital-Netzwerkes.)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Auch interessant

Kommentare