Zeuge tätigt Notruf

Großeinsatz in der Innenstadt: Mann bedroht Passanten mit Pistole

Eine gefährliche Situation hat ein Zeuge in Münster beobachtet: Ein Mann bedrohte mehrere Menschen mit einer Waffe. Die Polizei rückte zum Großeinsatz aus.

Münster – Einen Schrecken hat in den Morgenstunden des Mittwochs (23. Dezember) ein Mann mehreren Passanten eingejagt. Ein Zeuge hat in der Frauenstraße beobachtet, wie jemand einige Fußgänger mit einer Pistole bedroht hat. Er verständigte um 9.13 Uhr die Polizei.

StadtMünster
Bevölkerung310.039
BundeslandNRW

Münster: Mann bedroht Passanten mit Schreckschusspistole

Die Beamten nahmen den Notruf sehr ernst und leiteten einen Großeinsatz ein. Sie alarmierten sofort eine Spezialeinheit, die zur Frauenstraße ausrückte. Mehrere Einsatzwagen fanden sich wenig später am Ort des Geschehens in Münster ein. Der Mann, der noch immer die Pistole in Händen hielt, wurde von der Polizei überwältigt und in Gewahrsam genommen.

Bei der näheren Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich bei der Pistole nicht um eine scharfe Schusswaffe, sondern um eine Schreckschusspistole handelte. Um eine solche in der Öffentlichkeit bei sich tragen zu dürfen, muss der Träger den Kleinen Waffenschein besitzen. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich um eine Straftat. Das Abfeuern einer solchen Waffe ist zudem nicht ungefährlich: Durch die austretenden Gase können Verletzungen entstehen – der laute Knall kann darüber hinaus einen Hörschaden verursachen.

Nach Großeinsatz in Münster: Täter ist möglicherweise psychisch krank

Wieso der Mann die Passanten bedroht hatte, ist noch nicht klar. Jedoch teilte die Polizei Münster mit, dass der Täter psychische Auffälligkeiten zeigte. In solchen Fällen gibt es ein festgelegtes Verfahren. Ein sogenannter Einweiser entscheidet nun, was mit dem 38-Jährigen weiterhin passiert. Möglicherweise wird er zur Behandlung in eine psychiatrische Klinik gebracht. Wie es den Opfern der Bedrohung nach dem Vorfall geht, ist nicht bekannt.

Mit einer Schreckschusspistole wurden in Münster Passanten bedroht. (Symbolbild)

Nicht weit von dem Ort des Geschehens entfernt war es vor einigen Wochen zu einem anderen Großeinsatz gekommen. Im Gefängnis in Münster hatte ein Insasse eine Geisel genommen. Das SEK war zur Stelle und die Polizei sperrte die gesamte Gartenstraße ab, um die Gefahr für Zivilisten so gering wie möglich zu halten. Bei dem Einsatz wurde der ebenfalls psychisch auffällige Inhaftierte schließlich erschossen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Oliver Killig/dpa

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