Drei Männer angeklagt

Prozessauftakt gegen "Jizzo": So verlief der erste Tag

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Der Hauptangeklagte Johannes J.: Er soll fünf Jugendliche zum Teil schwer missbraucht haben.

Drei Männer stehen seit Freitag vor der Anklagebank. Sie sollen zwischen 2012 und 2019 mehrere Kinder missbraucht haben. Unter den Angeklagten ist auch der aus Münster stammende Johannes J.

Update: 25. November. Ein halbes Jahr nachdem Sänger "Jizzo" des schweren Kindesmissbrauchs bezichtigt wurde, fiel nun das Urteil: Der 39-Jährige muss für mehrere Jahre ins Gefängnis. Lesen Sie die genaue Strafe und die Begründung dazu in unserem Artikel zum Urteil im Missbrauchs-Prozess in Münster

Prozessauftakt gegen "Jizzo" in Münster: So verlief der erste Tag

Update: 30. August. Am heutigen Freitag begann der mit Spannung erwartete Prozess gegen drei Angeklagte am Landgericht Münster. Sie sollen mehrere Jugendliche zum Teil schwer missbraucht haben. Der Hauptabgeklagte, Johannes J. alias "Jizzo" soll zwischen 2012 und 2019 fünf Jugendliche vergewaltitgt haben.

Einem der beiden anderen Angeklagten, einem 52-Jährigen aus dem Kreis Warendorf, soll Jizzo zudem Jugendliche zum Missbrauch vermittelt haben. Lesen Sie, wie der erste Prozesstag in Münster verlief.

Kindesmissbrauch in Münster: Prozess gegen "Jizzo" beginnt bald

Update: 29. Juli. Knapp fünf Monaten, nachdem in Münster ein Mann wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch festgenommen wurde, gibt es jetzt einen Termin für den Prozess. Der 38-jährige Johannes J. , auch bekannt als "Jizzo", wird sich ab dem 30. August vor dem Landgericht verantworten müssen.

Er soll in der Zeit von März 2012 bis Februar 2019 in Münster insgesamt fünf Jungen im Alter von 11 bis 13 Jahren sexuell missbraucht haben. Die Taten hatte er bereits eingeräumt. Ebenfalls angeklagt sind zwei weitere Männer – ein 52-Jähriger aus dem Kreis Warendorf sowie ein weiterer Angeklagter (50) aus der Domstadt. 

Der Hauptangeklagte "Jizzo" soll zudem dazu beigetragen haben, dem Mitangeklagten aus dem Kreis Warendorf ein Kind vermittelt zu haben. Das Urteil wird am 26. September am Landgericht Münster erwartet.

Münster: Anklage gegen "Jizzo" – weitere schlimme Details enthüllt

Update: 24. Mai. Ende März klickten die Handschellen – Johannes J., auch bekannt als "Jizzo", wurde in seiner Wohnung in Münster festgenommen. Er soll mehrere Kinder missbraucht haben. Mittlerweile gibt es in dem Fall vier Verdächtige. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Anklage erhoben.

Angeklagt sind neben "Jizzo" auch zwei weitere Männer: Ein Münsteraner (50) sowie ein Mann aus dem Kreis Warendorf (52). Bei den Opfern handelt es sich um fünf Jungen, die zum Tatzeitpunkt zwischen elf und 13 Jahren alt waren. Insgesamt elf Fälle von Kindesmissbrauch werden in der Anklageschrift aufgeführt. 

Dem 38-jährigen Johannes J. werden alleine acht Taten vorgeworfen. Drei davon werden als schwerer sexueller Missbrauch gewertet. Der Münsteraner soll dem Beschuldigten aus dem Kreis Warendorf, den er per Zufall im Internet kennengelernt hat, nach dessen Aufforderung mehrere Kinder vermittelt haben. In "Jizzos" Wohnung sei es dann zum Treffen zwischen den beiden Männern und einem Jungen gekommen.

Desweiteren sollen sich die beiden Angeklagten aus Münster in einem Fall gemeinsam an einem Kind vergangen haben. Ein weiteres Mal hat "Jizzo" zwei Jungen gleichzeitig missbraucht. Diese Taten sollen in seiner Wohnung zwischen Dezember 2017 und Februar 2019 stattgefunden haben.

Kennengelernt hat der 38-Jährige die Kinder unter anderem beim gemeinsamen Fußballspielen in der Soccerhalle an der Hammer Straße. Laut Anklageschrift verbrachten die Jungs viel Zeit mit J. Zudem führten sie gemeinsam Hip-Hop-Projekte durch und gingen zusammen in Fast-Food-Restaurants essen. Drei Opfer lernte "Jizzo" in einem Fußballverein in Münster kennen, ohne jedoch deren Trainer gewesen zu sein.

Joahnnes J. hat die ihm vorgeworfenen Taten eingeräumt, heißt es in der Anklageschrift. Der Angeklagte aus dem Kreis Warendorf gab jedoch an, geglaubt zu haben, dass die Jugendlichen 16 Jahre alt seien. Der dritte Beschuldigte aus Münster bestreitet die Vorwürfe. Alle drei Personen befinden sich in U-Haft. 

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Taten zum jetzigen Zeitpunkt aufgeklärt seien. Ermittlungen laufen hingegen noch gegen einen vierten Verdächtigen. Der Mann wurde von der Stadt Münster mittlerweile von seinem Dienst am Jugendzentrum "Jib" freigestellt.

Mehrere Jugendliche missbraucht: Stadt Münster stellt Mitarbeiter frei

Update: 9. Mai. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es sich beim vierten Verdächtigen, der Jugendliche in Münster sexuell missbraucht haben soll, um einen 50-Jährigen aus der Domstadt handelt. Da gegen ihn bislang nur ein Anfangsverdacht seitens der Staatsanwaltschaft besteht, ist er noch auf freiem Fuß.

Wie die Stadt Münster nun bekannt gab, wurde kürzlich ein Mitarbeiter des Jugendinformations- und -bildungszentrums (JiB) entlassen. Er soll in den vergangenen Jahren Jugendliche sexuell missbraucht haben. Auf Anfrage von msl24.de, ob es sich dabei um den vierten Verdächtigen handelt, verwies Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt lediglich auf die Pressemitteilung der Stadt, die sich zu dem Fall äußerte. Wir berichten weiter.

Gab Johannes J. aus Münster den Tipp zum vierten Verdächtigen?

Update: 6. Mai. Immer mehr Opfer, immer mehr Täter: Der Fall um den schweren Kindesmissbrauch in der Domstadt hat in der vergangenen Woche einen vierten Verdächtigen zum Vorschein gebracht. Einem 50-Jährigen wird vorgeworfen, einen Jugendlichen missbraucht zu haben.

Der Mann soll durch die Vernehmung von Zeugen sowie durch Aussagen des Hauptverdächtigen Johannes J. ins Radar der Ermittler geraten sein. Die Taten, die der vierte Verdächtige aus Münster verübt haben soll, liegen etwa drei bis fünf Jahre zurück, bestätigte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Anfrage.

Woher und wie gut sich der 50-Jährige aus Münster sowie Johannes J., auch bekannt unter dem Künstlernamen "Jizzo", kannten, ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen in dieser Sache noch weiter.

Da es sich bei den Anschuldigungen gegen den vierten Verdächtigen bislang nur um einen Anfangsverdacht handelt, ist der Mann noch auf freiem Fuß. Ob es noch weitere Täter gibt und wann die Ermittlungen gegen Johannes J. abgeschlossen sind und es zum Prozess kommt, ist derzeit noch unklar. Wir berichten weiter.

Kindesmissbrauch in Münster: Vierter Verdächtiger ermittelt

Update: 3. Mai. Der Fall um den schweren Kindesmissbrauch in der Domstadt weitet sich immer weiter aus. Bislang wurden in dieser Angelegenheit drei Tatverdächtige ermittelt. Ein 52-Jähriger aus Warendorf und ein Mann aus Münster (50). Zudem sitzt seit einigen Wochen Johannes J. in U-Haft.

Das ehemalige Mitglied der Studentenband "Uwu Lena" soll sechs Kinder schwer missbraucht haben – darunter zwei Nachwuchsfußballer aus Münster. Die Taten hat der unter dem Pseudonym "Jizzo" bekannte 38-Jährige bereits gestanden. Jetzt gibt es einen weiteren Verdächtigen in dem Fall.

Wie die Staatsanwaltschaft Münster mitteilt, steht ein weiterer 50-Jähriger im Visier. Er soll Johannes J. gekannt und einen Jugendlichen missbraucht haben. Dieser war zum Tatzeitpunkt über 14 Jahre alt. Es handelt sich demnach um kein Kind mehr.

Da gegen den vierten Verdächtigen aus Münster nur ein Anfangsverdacht besteht, ist der Mann noch auf freiem Fuß. Der andere 50-Jährige aus der Domstadt hat sich zu den Anschuldigungen bislang nicht geäußert.

Sechs Kinder in Münster missbraucht: So sitzt der "Schland-O-Schland"-Sänger in U-Haft

Update: 25. April. Die Tat sorgte für Entsetzen in der Domstadt. Der bei vielen Münsteranern bekannte Johannes J. soll zwischen 2012 und 2018 sechs Kinder schwer missbraucht haben. Am 14. März wurde gegen den 38-Jährigen Untersuchungshaft angeordnet. Bis zum Beginn des Prozesses wird J., der auch unter dem Pseudonym "Jizzo" bekannt wurde, dort einsitzen.

Ob J. in der JVA Münster einsitzt, wollten sowohl die Oberstaatsanwaltschaft sowie Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt nicht bestätigen. Wir haben jedoch in Erfahrung gebracht, wie ein Gefangener seine Zeit in der U-Haft verbringt.

Die Zellentrakte für Personen in Untersuchungshaft sind örtlich von Gefangenen im Strafvollzug getrennt. Bis zur Verurteilung vor Gericht gilt auch bei Beschuldigten wie Johannes J. aus Münster die Unschuldsvermutung. Ob jemand in U-Haft in Einzelhaft sitzt oder sich seine Zelle teilt, hängt von mehreren Faktoren ab.

Der geistige sowie körperliche Zustand einer Person entscheidet, ob sich ein Beschuldigter eine Zelle mit einer weiteren Person teilen kann, oder alleine einsitzt. Auch bei Menschen wie J. aus Münster, denen Kindesmissbrauch vorgeworfen wird und oft Gefahren im Gefängnis durch andere Häftlinge ausgesetzt sind, wird nach diesen Kriterien entschieden.

Untersuchungshäftlingen wird tagsüber Ausgang innerhalb der JVA gewährt, auch in Münster. Ob sie dieses Angebot wahrnehmen, bleibt ihnen jedoch selber überlassen. Zudem haben sie das Recht, zwei Mal im Monat für jeweils eine Stunde Besuch zu bekommen. 

Die Zellen der Personen sind genauso ausgestattet wie bei Strafhäftlingen: Bett, Schrank, Stuhl, Toilette, Fernseher. Ein Internetzugang ist nicht gestattet. Zudem sind private Mobiltelefone nicht erlaubt. Bedingungen, unter denen auch Johannes J. aus Münster seine Zeit in U-Haft absitzt. 

In ungefähr zwei Monaten könnte der Prozess in Münster beginnen. Der Vorwurf gegen den 38-Jährigen lautet "schwerer sexueller Missbrauch an Kindern." Die Taten hat er bereits eingeräumt.

Kindesmissbrauch in Münster löst Entsetzen aus

Update: 17. April, 11.45 Uhr. Der Fall löste Bestürzung in der Domstadt aus. Ein bekannter Sänger und ehemaliger Fußballtrainer soll sechs Kinder schwer missbraucht haben. Im März wurde er festgenommen und soll die Taten mittlerweile gestanden haben. Der 38-Jährige arbeitete jahrelang bei einem Fußballverein in Münster und hörte dort vor zwei Jahren auf.

Wie der 1. Vorsitzende des Clubs gegenüber msl24.de ausführt, wurden die Taten des Münsteraners vor knapp 6 Wochen an den Verein herangetragen. "Wir waren extrem betroffen darüber. Für viele Menschen ist eine Welt zusammengebrochen", so seine emotionalen Worte. Der Festgenommene war unter anderem Jugendtrainer des Teams. Unter den Jugendlichen im Verein soll es – nach jetzigem Ermittlungsstand – keine Opfer gegeben haben.

"Wir haben uns nach seinem Abgang gewundert, dass er keine Mannschaft mehr trainiert hat", so der Vorsitzende. Nachdem der Club von dem Fall erfuhr, wurde gemeinsam mit der Polizei eine Infoveranstaltung organisiert. "Das Thema hat sich wie ein Lauffeuer durch die Fußballszene in Münster verbreitet. Wir wollten die Menschen sensibilisieren, genau hinzuschauen, wie man sich am Besten in solchen Fällen verhält und wo man sich beraten kann."

Ob der Fall des schweren Kindesmissbrauchs einen negativen Einfluss auf seinen Verein haben wird, sei für ihn derzeit zweitrangig. Seine größte Sorge: Gab es auch in dem Club in Münster Opfer unter den Jugendlichen? Die Ermittlungen zum Kindesmissbrauch dauern noch an, wie Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape mitteilte. Hoffnung gibt dem Vorsitzenden, dass der Festgenommene die vergangenen Jahre nicht mehr mit Jugendlichen im Fußball in Berührung kam.

Festgenommener Musiker aus Münster räumte Taten erst nach vier Wochen ein

Update: 17. April, 9.50 Uhr. Auf Anfrage von msl24.de wollte Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape die Identität des Festgenommenen nicht bestätigen. Nach Informationen der Bild soll es sich jedoch um Johannes J. handeln, der 2010 mit seiner Studenten-Band "Uwu Lena" den WM-Song "Schland O Schland" in die Charts brachte.

Der 38-Jährige aus Münster soll nach seiner Festnahme die Taten zunächst nicht gestanden und sich zu den Vorwürfen nicht geäußert haben. Erst nach vier Wochen räumte er den schweren sexuellen Missbrauch an den sechs Kindern, die zum Tatzeitpunkt erst 12 und 13 Jahre alt waren, ein, wie Lechtape auf Anfrage bestätigte. 

Die beiden anderen Täter, die vor Kurzem festgenommen wurden und ebenfalls wegen Kindesmissbrauchs unter Verdacht stehen, soll J. im Internet kennengelernt haben – vermutlich in einschlägigen Foren. Der Missbrauch der sechs Kinder in Münster zog sich über einen Zeitraum von sechs Jahren hin (2012 bis 2018). "Es waren aber jeweils einzelne Fälle", bestätigte Lechtape. Das heißt, die jeweiligen Taten gingen nicht über einen längeren Zeitraum hinaus.

Die Ermittlungen in dem Fall dauern derweil noch an. "Momentan werden Datenträger ausgewertet und Personen vernommen", so Lechtape. Es werde daher wohl noch knapp zwei Monate dauern, bis das Verfahren eröffnet wird. Einen genauen Zeitpunkt konnte der Oberstaatsanwaltschaft nicht nennen. Ob die Opfer aus Münster ebenfalls aussagen müssen, hängt davon ab, in wie weit der 38-Jährige und die Mittäter weiterhin geständig bleiben. In diesem Fall könne man den sechs Jungen eine Vernehmung ersparen. Wir berichten weiter.

Kindesmissbrauch in Münster: "Schland o Schland"-Sänger soll gestanden haben

Update: 17. April. Ist die Identität des Täters nun öffentlich bekannt? Medienberichten zufolge soll es sich bei dem festgenommenen 38-Jährigen aus Münster um Johannes J. handeln: 2010 wurde er mit dem Sommerhit "Schland o Schland" bekannt, den er mit der Musikgruppe "Uwu Lena" zur Fußball-WM in Südafrika veröffentlichte.

Wie die Bildzeitung berichtet, soll der Festgenommene aus Münster seine Taten gestanden haben. Dies habe Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape gegenüber der Zeitung bestätigt: "Der Tatverdächtige hat in vollem Umfang gestanden." Johannes J., mit Spitznamen "Jizzo" genannt, werde der Missbrauch von zwei Jungen vorgeworfen. Im Verhör habe er vier weitere Taten gestanden. Der Schul-Sozialarbeiter war Jahre lang als Fußballtrainer in Vereinen aktiv. Wir berichten weiter. 

Update: 15. April. Einen Monat nachdem ein 38-Jähriger aus der Domstadt festgenommen wurde, hat die Polizei nun weitere schlimme Details veröffentlicht. So soll der Mann noch vier weitere Kinder missbraucht haben. Das haben erste Ermittlungen in dem Fall ergeben.

"Die zwischenzeitlich eingeräumten Taten liegen zum Teil Jahre zurück, zur Tatzeit waren die Kinder 12 und 13 Jahre alt. Auch diese Taten bleiben jedoch strafrechtlich relevant", berichtet Oberstaatsanwalt Stefan Lechtape. Im Rahmen der Ermittlungen in Münster stehen vermutlich noch zwei weitere Männer im Visier. 

Sie sollen ebenfalls ein Kind in mindestens einem Fall missbraucht haben. Dabei handelt es sich um ein Kind, zu dem der Festgenommene aus Münster Kontakt hatte. Die Polizei durchsuchte am vergangenen Donnerstag die Wohnungen (11. April) der beiden Verdächtigen.

"Aufgrund der Ermittlungen ergibt sich der dringende Tatverdacht des sexuellen Missbrauchs sowohl gegen einen 50-jährigen Münsteraner und einen 52-jährigen Mann aus dem Kreis Warendorf", erläuterte der Oberstaatsanwalt weiter. Gegen die beiden Männer erließ ein Richter am Amtsgericht Haftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern

Münster: Kinder schwer missbraucht: War Verdächtiger Fußballtrainer?

Update: 22. März. Eine Woche, nachdem die Verhaftung des 38-Jährigen aus der Domstadt wegen des Verdachts auf schweren Missbrauchs enthüllt wurde, gibt es jetzt neue Details zu dem Fall. So schreibt die WN, dass es sich bei dem Mann um einen ehemaligen Fußballtrainer aus Münster handelt.

Dieser soll die dritte Mannschaft eines Innenstadt-Vereins gecoacht haben. Die beiden Jungen, die von ihm schwer missbraucht worden sein sollen, seien zwei Nachwuchsfußballer gewesen, heißt es weiter. 14 Jahre lang soll der Verdächtige im Club aktiv gewesen sein. Demnach habe es seitens der Eltern der Nachwuchsspieler Befürchtungen in diese Richtung gegeben. Wir berichten weiter.

Münster: Mann soll Kinder missbraucht haben – neue Details enthüllt

Update: 18. März. Die Ermittlungen zum Kindesmissbrauch, der einem Mann aus Münster vorgeworfen wird, laufen weiter. In was für einem Verhältnis der Beschuldigte zu den Kindern stand, ist noch unklar. 

Sicher ist, dass der Festgenommene die Kinder aus seinem privaten Umfeld kannte. Sie waren jedoch nicht verwandt, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Anfrage mitteilt. In einem der fünf Fälle soll der Beschuldigte beide Kinder gleichzeitig missbraucht haben. 

Schwerer Missbrauch von Kindern in fünf Fällen:  Münsteraner verhaftet

Erstmeldung: 15. März. Am Sonntag (10. März) meldeten sich die Eltern eines Jungen bei der Polizei, um Anzeige gegen einen Mann (38) zu erstatten: ihr Sohn wurde missbraucht. 

Die Polizei leitete umgehend Ermittlungen ein, die den Vorwurf der Eltern gegen den 38-Jährigen bestätigten: "Der Mann ist des Missbrauchs von Kindern durch fünf Taten im Zeitraum von Dezember 2017 bis Dezember 2018 verdächtig", so die Staatsanwaltschaft und Polizei Münster in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Münster: Ermittlungen wegen Missbrauchs von Minderjährigen

Bei einer dieser vorgeworfenen Taten besteht der Verdacht des schweren Missbrauchs von Kindern. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sind die Opfer zwei zwölfjährige Jungen, die den Beschuldigten kennen. Bei einer der beschriebenen Taten sollen beide Kinder missbraucht worden sein. In welcher Beziehung die Kinder zu dem Mann standen, ist bislang unklar.

Polizisten nahmen den Verdächtigen aus Münster am Mittwoch (13. März) in seiner Wohnung vorläufig fest. Am Donnerstag (14. März) folgte ein Richter dem Gesuch der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl gegen den Täter. Der Beschuldigte hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittlungen dauern an. Wir berichten weiter. 


Erst kürzlich ging der Prozess gegen einen Mann aus dem Münsterland zu Ende: Er hatte als Nachhilfelehrer gearbeitet und seine Schüler missbraucht. Kürzlich zeigte eine Mutter aus Steinfurt den Reitlehrer ihrer Tochter an: Gegen ihn wird nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. Die gleiche Sachlage trifft auch auf einen Lehramtsstudenten (26) zu, der kürzlich in Münster verhaftet worden ist. Er soll mindestens fünf Jungen missbraucht haben. 

Wegen Verbreitung kinderpornografischer Schriften steht auch derzeit eine Bekanntheit im Visier: Gegen Preußen Münsters Aufsichtsratsmitglied Christoph Metzelder wird derzeit ermittelt.

Bei einem 71-Jähriger aus Ahlen, der sich an seiner Stief-Enkeltochter verging, ist die Haftstrafe vom Gericht jedoch gerade verkürzt worden. Zu einem Fall von sexuellen Missbrauch kam es kürzlich in Warendorf: Ein Mann verging sich an einer 13-Jährigen und fotografierte sie. 

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