Planungsausschuss für Änderung

Für 600.000 Euro: Vorfahrt für Radfahrer an der Promenade kommt 2019

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Fahrradstadt Münster

Ab nächstem Jahr sollte sie kommen – die Vorfahrt für Radfahrer an Münsters Promenade. Doch  das Vorhaben wird scharf kritisiert.

  • 2019 soll die Neureglung in Kraft treten.
  • Die Umbaumaßnahmen kosten mehr als 600.000 Euro
  • Trotz Gegenstimmen entschied der Planungsausschuss dafür. 

Update vom 14. September: Planungsausschuss äußert sich

Am Donnerstagabend (13. September) hat sich nun auch der Planungsausschuss des Stadtrates für die neue Vorfahrtsreglung ausgesprochen. Damit fiel die Entscheidung zu Gunsten der Radfahrer. 

Und so soll es nun weitergehen: Zunächst werden 600.000 Euro investiert, um vier Kreuzungen auf der 4,5 Kilometer langen Promenade umzubauen. Die restlichen Übergänge werden erst in einigen Jahren angepasst. "Dabei reicht es nach Auffassung der Stadtplaner aber nicht, die Vorfahrtregelung einfach durch Schilder umzukehren. Stellenweise dürften auch größere Umbauten nötig sein", berichtet der WDR.

Update vom 12. September: Steht der Ratsvorschlag auf der Kippe?

Geplant war ein Vorfahrt für Radfahrer an vier Knotenpunkte an der Promenade – doch nun ist nicht mehr sicher, ob diese umstrittene Änderung 2019 tatsächlich umgesetzt wird. Die Ratsvorlage wird nämlich derzeit heiß diskutiert. 

Wie die WN berichten, habe Die Linke bereits ihr "Nein" zu der Sache abgegeben. Am Dienstag äußerte sich nun auch die SPD zum Ratsvorschlag – ebenfalls mit einem klaren "Nein". 

Vorfahrt an der Promenade: Kritik an den Plänen

Von Seiten der SPD sehe man die geplanten Vorfahrtsstellen an der Promenade als zukünftige Risikobereiche: "Wir können keiner Ratsvorlage zustimmen, die zu den Unfallschwerpunkten von morgen führt", zitiert die WN den SPD-Ratsherr Ludger Steinmann. 

Ebenso blieben in dieser Vorlage noch viele Fragen unbeantwortet – zum Beispiel, ob Bäume gefällt werden müssten, damit die Auto- und Busfahrer den Bereich besser einsehen können. Oder ob das eingeplante Budget von 600.000 Euro für einen adäquaten Ausbau ausreiche. Bei einer umfassenden Überarbeitung der Vorlage sehe Steinmann die kosten schnell in die Millionenhöhe schießen. Bleibt also abzuwarten, ob das Vorhaben tatsächlich Realität wird.

Erstmeldung: Vorfahrt für Radfahrer an der Promenade

Münster – Es ist ein heiß diskutiertes Thema in der Domstadt: Sollen Fahrradfahrer Vorfahrt an den Kreuzungen der Promenade erhalten? Diese Frage scheint nun beantwortet zu sein – zugunsten von Münsters Leezenfahrern.

Wie die WN berichtet, sollen Radfahrer ab 2019 an vier Stellen der Promenade Vorfahrt bekommen: am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor sowie an der Salzstraße. Am kommenden Donnerstag (13. September) soll im Planungsausschuss der Stadt Münster über die Vorlage des Amtes für Stadtentwicklung abgestimmt werden. 

Erste Umbaumaßnahmen kosten rund 600.000 Euro

Ob und wann die Kreuzungen in Münster an der Windthorststraße, Ludgeristraße, Aegidiistraße, Am Stadtgraben, Gerichtsstraße und Neutor umgebaut werden, sei noch unklar. Diese Kreuzungen seien zu komplex für schnelle Lösungen, heißt es beim Amt für Stadtentwicklung.

Für die Baumaßnahmen an den ersten vier Kreuzungen werden Kosten in Höhe von rund 600.000 Euro erwartet. Durch die neue Vorfahrtsregel soll der Radverkehr an Münsters Promenade schneller und komfortabler fließen.

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