Straftaten aufgedeckt

Razzia am Bahnhof: 20 Kontrollen – Fünf Festnahmen

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Razzia in Münster (Symbolbild).

Mit 80 Einsatzkräften untersuchte die Polizei am Mittwoch das Bahnhofsumfeld. Ihr Ziel: Diebe aus der Anonymität holen. Dazu setzen sie sogar einen Diensthund ein.

Update: Donnerstag, 12.59 Uhr. Bei der Razzia am Mittwochabend (5. Dezember) im Bahnhofsumfeld haben Polizisten 20 Personen intensiv überprüft. "Fünf von ihnen wurden vorläufig festgenommen und mussten für weitere Ermittlungen vorübergehend mit zur Polizeiwache", gaben die Beamten am Donnerstagmittag bekannt. In allen Fällen leiteten die Beamten Strafverfahren ein.

  • bei zwei Männern im Alter von 16 und 18 Jahren aus dem mittleren Osten wurden Drogen gefunden
  • ein 21-jähriger Nordafrikaner hielt sich illegal in Deutschland auf
  • ein 24-jähriger weiterer Nordafrikaner hatte ein vermutlich gestohlenes Handy dabei. 

    Eine Festnahme gelang den Polizisten bereits im Vorfeld der Kontrolle: Ein 37-jähriger Münsteraner sprach einen Beamten in Zivil an und wollte ihm mehrere Schachteln Zigaretten zum halben Preis verkaufen. "Die Herkunft der Tabakware ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht geklärt", heißt es in einer Pressemitteilung.

"Die gewonnenen Erkenntnisse zu den kontrollierten Personen und die daraus resultierenden Strafverfahren zeigen erneut das Erfordernis solcher Einsätze", resümierte Kriminalrätin Leonie Dahlke. "Auch in Zukunft werden wir weiterhin einen besonderen Fokus auf das Bahnhofsumfeld legen und gleichgelagerte Kontrollen durchführen."

Razzia am Bahnhof: Polizei nimmt Diebe ins Visier

Erstmeldung: Donnerstag, 7.59 Uhr. Münster – Kontrolleinsatz im Bahnhofsumfeld: Am Mittwochabend (5. Dezember) nahm die Polizei nach eigenen Aussagen vornehmlich Täter von Eigentumsdelikten bei ihrer Razzia ins Visier. 

Denn: "Nach aktuellen Erkenntnissen treffen und verabreden sich hier Kriminelle, um gezielt Ladendiebstähle oder Taschendiebstähle im Bereich der Innenstadt zu begehen", erläuterte die Einsatzleiterin der Razzia und Kriminalrätin Leonie Dahlke von der Polizei Münster. Seit Tagen warnen die Beamten besonders Besucher des Weihnachtsmarktes vor Langfingern.

"Wir wollen durch die Überprüfungen herausfinden, wer diese Straftäter sind und holen sie aus der Anonymität", so Dahlke weiter. Bei der Razzia mit knapp 80 Einsatzkräften wurden die Ermittler von der Bereitschaftspolizei in Münster und einem Diensthund unterstützt. 

Details von Razzia in Münster noch unbekannt

Noch am Abend twitterte die Polizei einen Bild von der Razzia in Münster. Wie viele Menschen kontrolliert wurden und ob es eventuell sogar Verhaftungen gab, ist am Donnerstagmorgen allerdings noch nicht bekannt. Die Polizei schreibt derzeit ihren Bericht und will bis "noch am Vormittag" eine Erklärung veröffentlichen. Wir berichten weiter. 

Bild vom Einsatz am Mittwochabend am Hauptbahnhof Münster. 

Es ist nicht die erste Razzia, bei der die Polizisten kritische Stellen in Münster unter die Lupe und die Menschen dort aus der Anonymität holen wollen: Schon im Mai gab es eine unangekündigte Untersuchung am Bremer Platz – mit großem Erfolg.

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