"Herausragendes Beispiel"

Rede in Berlin: DAS sagt Kanzlerin Merkel über Münster

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In ihrer Grundsatzrede bei der Jahreskonferenz des Rates für "Nachhaltige Entwicklung" äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auch über Münster (Symbolbild).

Anlass zur Freude: Vor wenigen Tagen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Stadt Münster mit lobenden Worten in einer Grundsatzrede erwähnt – und zählte etliche positive Beispiel auf.

  • Angela Merkel lobt Münster
  • Beispiel für Nachhaltigkeit
  • Zahlreiche Projekte

Münster – Großes Lob: In ihrer Grundsatzrede am 4. Juni (Dienstag) bei der Jahreskonferenz des Rates für "Nachhaltige Entwicklung" im Congress Center Berlin bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Domstadt als "herausragendes Beispiel".

Sie bezieht sich damit auf die kommunalen Nachhaltigkeitsinitiativen, die es in der Westfalenmetropole gibt. Erst vor wenigen Tagen gaben zahlreiche Cafés und Marktstände in Münster bekannt, dass sie fortan einen Pfand auf Kaffeebecher einführen – um dem Müll den Kampf anzusagen. 

Lob von Merkel an Dezernat für Nachhaltigkeit in Münster

Auch gibt es in Münster ein Dezernat für Nachhaltigkeit, in dem die Fragen des sozialen Wohnungsbaus mit Aspekten des Umweltschutzes verbunden werden: Die Vergabe von neuem Bauland wird beispielsweise daran geknüpft, dass Investoren mindestens 30 Prozent an Sozialwohnungen ausweisen. 

Das hatte auch Merkel in ihrer Rede als positiven Aspekt angeführt und lobte damit die Stadt Münster, welche erst vor Kurzem den Klimanotstand ausgerufen hatte. Lesen Sie, was sich dadurch jetzt ändert. Für solche Veränderungen sind aber nicht nur Politiker, sondern auch Aktivisten verantwortlich – die hatten nämlich eine Petition gestartet.

30.000 Euro für Münster: Merkel spricht Nachhaltigkeitspreis an

Ein weiterer Aspekt, den Merkel lobend anführt, ist das Fahrrad: Die Leeze ist in der Domstadt das meist genutzte Verkehrsmittel – unbestreitbar. Dadurch sparen die Domstädter täglich viele Mengen an CO2 ein, welches durch Autos ausgestoßen wird. Dieses Verhalten unterstützte auch die Stadtverwaltung, als sie 204 Anwohnern in Münster einen Zuschuss für den Kauf eines neuen Lastenrads gewährte.

"Dafür und für viele weitere vorbildliche Aktivitäten hat Münster 2018 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten", so Merkel in ihrer Rede und sprach damit auch die Förderung über 30.000 Euro, welche die Domstadt im vergangenen Jahr erhalten hatte, an.

Trotz Fischsterben: Münster ist "herausragendes Beispiel"

Dass die Stadt sich über ein solches Lob freut, ist selbstverständlich. In der Tat gibt es in Münster viele Aktionen, Vereine und Ideen, die sich mit Nachhaltigkeit und der Umwelt beschäftigten und der Bundeskanzlerin als "herausragendes Beispiel" aufgezeigt wurden. Außerdem schnitten die drei Bundestagsabgeordneten der Domstadt neulich sehr gut ab, als ein Verein ihnen Schulnoten verteilte.

Die Tatsache, dass im vergangenen Jahr jedoch zahlreiche Fische im münsterischen Aasee – insgesamt 20 Tonnen – verendet sind, hatte Merkel im besten Fall wohl einfach nicht gewusst – und das Münster seit einigen Wochen nicht mehr die Fahrradhauptstadt in Deutschland ist, sondern eine neue Hochburg im Süden entstanden ist, wohl auch nicht. 

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