Tödlicher Schusswechsel

Polizist bei SEK-Einsatz erschossen – Spendenkonto eingerichtet

Die Polizei trauert um den bei einem SEK-Einsatz in Gelsenkirchen getöteten Beamten aus Münster. Jetzt wurde ein Spendenkonto für die Hinterbliebenen eingerichtet.

  • Das SEK Münster unterstützte die Polizei in Gelsenkirchen bei einem Einsatz. 
  • Eine Wohnung sollte durchsucht werden. 
  • Bei einem Schusswechsel wurde ein 28 Jahre alter Polizist getötet. 

Update: 7. Mai: Nach dem Tod eines Polizisten bei einem SEK-Einsatz am 30. April in Gelsenkirchen bedankt sich die Polizei Münster auf Twitter für die "große Anteilnahme und die zahlreichen Beileidsbekundungen". Viele Beileidsbekundungen seien mit der Frage nach Möglichkeiten für Spenden verbunden gewesen.Deshalb wurde nun, mit Einwilligung der Eltern des Verstorbenen, ein Spendenkonto zugunsten der Familie eingerichtet.

In der Domstadt ereignete sich vor Kurzem ein brutaler Vorfall: Ein 33-Jähriger wurde in Münster bei einer Messer-Attacke getötet. Laut Polizei könnte ein zu lautes Telefonat des Mannes zu einem Streit mit einem Anwohner geführt haben, der dann eskaliert war.

Beamter aus Münster bei SEK-Einsatz in Gelsenkirchen erschossen – Polizei trauert

Update: 5. Mai. Eine Schweigeminute haben am Dienstag (5. Mai) Polizisten in ganz NRW durchgeführt. Damit gedenken sie dem 28 Jahre alten Kollegen aus Münster, der in der Woche zuvor bei einem Einsatz ums Leben kam. Der Beamte gehörte dem SEK an. 

Noch am Dienstag wird der Mann beerdigt. Der 28-Jährige hatte am vorigen Mittwoch gemeinsam mit dem SEK Münster eine Durchsuchung in Gelsenkirchen unterstützen sollen. Der Verdächtige in der Wohnung hatte jedoch plötzlich durch die Haustür auf die Polizei geschossen – mit traurigen Folgen. Ein Schuss verletzte den Beamten trotz Schutzkleidung tödlich.

Bei einem SEK-Einsatz in Gelsenkirchen verstarb ein Polizist aus Münster.

SEK-Einsatz endet fatal – Verdächtiger erschießt Polizisten aus Münster

Erstmeldung: 30. April. Gelsenkirchen/Münster – Dramatische Folgen hatte ein SEK-Einsatz am Mittwoch (29. April) für einen 28-Jährigen Polizisten aus Münster. Der Mann, der Mitglied des Spezialeinsatzkommandos war, wurde bei einem Schusswechsel mit einem Verdächtigen getötet. Ein anderer Einsatz eskalierte kürzlich: Feiernde gingen in Münster mit einem Stuhl auf die Einsatzkräfte los

SEK Münster unterstützt Polizei bei Hausdurchsuchung in Gelsenkirchen

Um 6 Uhr morgens rückte die Polizei mitsamt dem SEK an, um eine Wohnung in der August-Wibbelt-Straße in Gelsenkirchen zu durchsuchen. Dabei hatte sie Unterstützung vom Spezialeinsatzkommando Münster. Die Beamten wollten in der Dachgeschosswohnung eines Zwei-Familienhauses einen Durchsuchungsbeschluss vollstrecken. 

In der Wohnung hielt sich ein 29-Jähriger auf, der des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelschutzgesetz verdächtigt wird. Die Polizei war darüber informiert, dass der Mann eine Waffe hat, weshalb das SEK aus Münster den Einsatz unterstützte. 

SEK-Einsatz: Verdächtiger schießt durch Tür – Polizist aus Münster getroffen

Als die Beamten die Wohnung in Gelsenkirchen betreten wollten, fielen plötzlich Schüsse. Der 29-Jährige feuerte zwei Mal durch die geschlossene Tür. Sofort erwiderten die SEK-Beamten das Feuer, einer der Schüsse hatte den Beamten aus Münster jedoch bereits getroffen und trotz seiner Schutzkleidung lebensgefährlich verletzt. 

Der Verdächtige blieb bei dem Schusswechsel unverletzt und ließ sich wenig später ohne Widerstand festnehmen. Indes brachten Rettungskräfte den verletzten SEK-Beamten aus Münster in ein Krankenhaus in der Nähe. Etwa eine Stunde später verstarb er dort jedoch an der Schwere seiner Verletzung. 

Ein anderer dramatischer Einsatz hatte sich vor wenigen Monaten in der Nähe von Münster ereignet: Das SEK stürmte eine Wohnung in Ahlen, als ein Mann vom Balkon aus in die Luft schoss

SEK-Beamter im Einsatz gestorben: Polizei Münster trauert um Kollegen

Nach dem tödlichen Schusswechsel in Gelsenkirchen hat nun die Polizei Krefeld die Ermittlungen aufgenommen, um die Neutralität zu wahren. Die Einsatzkräfte sowie die Angehörigen des Verstorbenen werden psychologisch betreut. Die Polizei Münster veröffentlichte kurz nach dem Tod des SEK-Beamten eine Meldung bei Twitter, in der sie um ihren verstorbenen Kollegen trauern. 

Nach dem Tod des 28-Jährigen aus Münster wurde der Ort des Schusswechsels als Tatort behandelt und musste zunächst von der Polizei untersucht werden. Anschließend wurde der Durchsuchungsbefehl für die Wohnung vollstreckt. Dabei fanden sie Cannabis im Wert von 1000 Euro, außerdem Kokain, große Mengen Bargeld, einen Revolver, Messer und Luftgewehre. 

Spektakulär war dieser Einsatz in der Nähe von Münster: Ein Mann hatte in einer Turnhalle in Lengerich 43 Geiseln genommen und über Stunden festgehalten. Das SEK war vor Ort und konnte den Täter schließlich überwältigen. In einem anderen Fall hatten die Sondereinsatzkräfte ebenfalls Erfolg: Als sie ein Haus in Warendorf stürmten, konnten sie eine Person verhaften. Der Hintergrund dieser Durchsuchung blieb jedoch unklar. 

Eine andere Durchsuchung hatte einen anderen Hintergrund: Nach dem Verbot der Hisbollah wurde das Imam-Mahdi-Zentrum in Münster von der Polizei unter die Lupe genommen.

Rubriklistenbild: © dpa

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