OB-Stichwahl in Münster

„Eine Chance für die Stadt“: SPD unterstützt Peter Todeskino

Die Grünen wollen demnächst den nächsten Oberbürgermeister Münsters stellen
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Die Grünen wollen demnächst den nächsten Oberbürgermeister Münsters stellen

Die SPD war der klare Verlierer bei der Kommunalwahl in Münster. OB-Kandidat Michael Jung schaffte es nicht in die Stichwahl. Jetzt gaben die Sozialdemokraten eine Wahlempfehlung ab.

Münster – In wenigen Tagen müssen die Münsteraner erneut an die Wahlurne. Am Sonntag (27. September) steht die Stichwahl zum Oberbürgermeister an. Dort stehen sich der amtierende OB Markus Lewe (CDU) sowie Peter Todeskino von den Grünen gegenüber.

OrtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

SPD Münster: Wahlempfehlung für Peter Todeskino

Der Wahlabend lief für die SPD ziemlich ernüchternd. Bei der Wahl des Stadtrates in Münster landeten die Sozialdemokraten abgeschlagen auf dem dritten Platz (17,6 Prozent). Den OB-Kandidaten Michael Jung wählten nur 16,3 Prozent – die Stichwahl verpasste er damit mit großem Abstand. Für Lewe hatten 44,55 und für Peter Todeskino 28,47 Prozent gestimmt. Spannend war vor dem kommenden Sonntag nun die Frage, wie sich die Partei von Jung in der OB-Wahl positionieren wird. Darauf gab es von der SPD nun eine Antwort.

Die Sozialdemokraten aus Münster werden Peter Todeskino bei der Wahl zum Oberbürgermeister unterstützen. „Wir haben in den vergangenen Tagen intensiv mit Peter Todeskino und den Grünen gesprochen. Wir sehen viele inhaltliche Gemeinsamkeiten. Besonders freuen wir uns, dass sich Peter Todeskino und die Grünen zum Ziel eines 1-Euro-Tickets für den ÖPNV bekannt haben, um mit einer anderen Tarifstruktur einen Beitrag zu einem klimafreundlichen Verkehr zu sozial verträglichen Preisen zu leisten“, heißt es einem Statement.

Münster: SPD-Plakate mit Wahlempfehlung für Peter Todeskino versehen

Das Ziel der SPD war es schon vor Beginn der Wahl, Markus Lewe als Oberbürgermeister von Münster abzusetzen, da sie beim Amtsinhaber „in puncto Repräsentation der Stadt doch Defizite sehen, die Verwaltung zu führen und drängende Projekte beherzt und tatkräftig anzugehen“. Mit Peter Todeskino im Amt erhoffen sich die Sozialdemokraten nun eine progressive Politik für die Stadt.

„Das finde ich cool“, kommentierte Maria Klein-Schmeink, Grüne Bundestagsabgeordnete aus Münster, die Empfehlung der SPD, für Peter Todeskino abzustimmen. Die Sozialdemokraten, auf deren Wahlplakate in der Domstadt nun auch entsprechende Banner zu sehen sind, haben somit das Rennen um den neuen Oberbürgermeister spannend gemacht.

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