Neues Quartier im Süden der Domstadt

Stadt verspricht bezahlbare Mieten: 200 neue Wohnungen in Münster

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So soll der Eingang in das neue Quartier in Hiltrup einmal aussehen. 

Bezahlbarer Wohnraum ist in Münster schwer zu finden. Die Stadt will nun gegensteuern – und baut ein neues Quartier in Hiltrup. 

Münster – Auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei wird demnächst gebaut: 200 Wohneinheiten sollen auf der Fläche in Hiltrup entstehen. Der springende Punkt: Der Wohnraum soll bezahlbar sein – das ist in Münster selten zu finden

Die Bauarbeiten auf der dreieinhalb Hektar großen Fläche an der Westfalenstraße stehen schon in den Startlöchern. Bis 2021 sollen die ersten Wohnungen bereits bezugsfertig sein, wie die Stadt Münster mitteilte.

Münster: Wohnungen teils gefördert

Das Quartier in Münster-Hiltrup soll sich aus einer Mischung aus Wohnungen und Einfamilienhäusern zusammensetzen. Zudem wird ist eine Kita und der Neubau eines bereits bestehenden Supermarktes geplant. Ein Ärztehaus befindet sich in der Nähe. 

Damit der Wohnraum auch wirklich bezahlbar bleibt, ist in dem Bebauungskonzept für die Fläche in Münster eine Mischung aus geförderten, frei finanzierten und Eigentumswohnungen vorgesehen. "30 Prozent der Wohnungen werden mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen erstellt", erläutert Dr. Christian Jaeger, Geschäftsführer der "Wohn + Stadtbau", die das Bauvorhaben durchführen. 

Neues Quartier in Münster: Bau kann bald beginnen

Die geplanten Häuser werden den sogenannten "KFW 55 Standard" erfüllen, also Effizienzhäuser sein. Damit verbrauchen sie weniger Strom. Außerdem werden die Dächer begrünt. Die Benennung der neuen Straße in Münster erfolgt durch die Bezirksvertretung Hiltrup.

Da der Rat in Münster dem Bebauungsplan zugestimmt hat, können die Arbeiten bald anfangen: "Die Erschließungs- und erste Hochbauarbeiten starten noch in diesem Jahr", heißt es.Erst vor wenigen Monaten hatte die Stadt Grund in Hiltrup gekauft. Dort sollen in Zukunft 900 Wohnungen entstehen. 

Auf dieser Fläche soll die Neubausiedlung entstehen. 

Der Kampf gegen den Wohnungsmangel geht weiter: Die Stadt Münster hat in Wolbeck eine acht Hektar große Fläche angekauft. Dort sollen 500 Menschen unterkommen. Auf der Suche nach einer Lösung zur Entspannung des Wohnungsmarktes in der Stadt schlägt nun der Mieterverein vor, in Münster einen neuen Stadtteil zu bauen. Auch der FDP gefällt diese Idee. 

Mittlerweile hat der Rat beschlossen: Die Stadt Münster wird zukünftig weiterhin freiwillig Flüchtlinge aufnehmen. Die Stadt will sich in den Wintermonaten vermehr um Obdachlose gekümmert. Bis März 2020 stellt sie in Münster zusätzliche Schlafplätze für Wohnungslose bereit.

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