Nach Silvester

Trotz 5,2 Tonnen Müll in einer Nacht: Stadt Münster zieht positive Bilanz

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In den vergangenen zwei Silvesternächten kamen in Münster je rund 6 Tonnen Müll zusammen.

Böller- und Raketenreste, zerbrochene Sektflaschen – an Neujahr sind die Straßen meist übersät vom Müll der Silvesternacht. Dieses Jahr gab es für die Stadt Münster jedoch einen Grund zur Freude.

Münster – Während die meisten Münsteraner nach der Silvesternacht noch tief und fest schlummertenn, waren einige Menschen bereits früh auf den Beinen: Ab 4 Uhr morgens reinigte am Neujahrstag ein 13-köpfiges Team der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) einzelne Straßen und Plätze der Domstadt. 

Mit vier Groß- und drei Kleinkehrmaschinen und Besen war das Team der AWM im Einsatz. In einer Sonderschicht von 4 bis 9.30 Uhr morgens wurden die am häufigsten besuchten Plätze der münsterischen Innenstadt von Böller- und Raketenmüll, Scherben und sonstigen Abfällen befreit. Und dabei kamen im Vergleich zum Vorjahr etliche Kilo weniger zusammen.

800 Kilogramm weniger Silvestermüll in Münster

Rund 5,2 Tonnen Müll sammelten die Mitarbeiter der AWM an Neujahr in Münster zusammen – etwa 800 Kilo weniger als jeweils in den beiden Vorjahren, berichtet Einsatzleiter Christian Kaufmann. Rund um den Bahnhof, an der Torminbrücke und am Alten Fischmarkt habe es deutlich weniger Böller- und Raketenreste sowie Glasscherben gegeben. "An den Kaianlagen am Hafen wird es dafür mehr", berichtet Kaufmann weiter.

Rund um den Hafen in Münster gab es in der Silvesternacht 2018/19 mehr Müll als in den Vorjahren.

Silvestermüll in Münster: "Auch Anwohner in der Pflicht"

Bis auf einen durch Glasscherben verursachten Platten an einer der Kehrmaschinen verliefen die Reinigungsarbeiten problemlos. Die restlichen Straßen in Münster werden nun im üblichen wöchentlichen oder zweiwöchigen Rhythmus gereinigt. Dabei werden auf die 5,2 Tonnen bereits eingesammelten Mülls noch etliche Kilo drauf kommen.

Damit nicht auch private Autos einen Platten bekommen oder anderweitige Sicherheitsrisiken entstünden, nehmen die AWM auch die Anwohner in die Pflicht: "Es sollten Glasscherben und Raketenreste im Rahmen der Räumpflicht umgehend entfernt werden, nicht nur wegen der Sauberkeit, sondern vor allem aus Sicherheitsgründen", teilt die Stadt Münster in ihrer Pressemitteilung mit.

Für das Jahr 2018 hat die AWM ihre Zahlen vorgelegt: Demnach wurden in Münster pro Kopf 421 Kilo Müll produziert. Ein neuer Tiefstwert.

Auch die Polizei zieht nun nach dem 31. Dezember Bilanz: Schlägerei, Explosion, Ruhestörung – in der Silvesternacht kam es zu zahlreichen Einsätzen. Außerdem wurde die Polizei neulich misstrauisch, als ein Mann beim Anblick der Beamten in Münster das Weite – zu recht, wie sich herausstellen sollte. Von ihrem Fund haben die Uniformierten sogar ein Foto gemacht.

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