Mordkommission ermittelt

33-Jähriger bei Messerattacke getötet – telefonierte er zu laut?

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Nach einer tödlichen Messer-Attacke in Münster wurde eine Mordkommission eingerichtet.

Bei einer Messer-Attacke stirbt in Münster ein 33-Jähriger an seinen schweren Verletzungen. Der Grund könnte laut Ermittlern ein zu lautes Telefonat gewesen sein.

  • In Münster* hat sich eine tödliche Messerattacke abgespielt.
  • Ein Mann starb an mehreren Stichverletzungen.
  • Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.

Münster – Die Staatsanwaltschaft und Polizei in Münster ermitteln derzeit wegen eines Tötungsdeliktes, das sich am Samstag (9. Mai) an der Straße "Auf dem Dorn" im Stadtteil Roxel ereignet hat. Ein 33-Jähriger war mit einem Messer tödlich verletzt worden.

Münster (NRW): 33-Jähriger stirbt nach Messerangriff

Die Polizei Münster war am Tatabend gegen 22.44 Uhr von Zeugen alarmiert worden, wie msl24.de* berichtet. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, fanden Sie einen schwerverletzten Mann in einem Vorgarten liegend. Er wies mehrere Stichverletzungen im Oberkörper auf. Trotz der sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen verstarb der 33-Jährige später in einem Krankenhaus, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in einer gemeinsamen Pressemeldung berichten.

Der Leichnam des Mannes wurde am Sonntag (10. Mai) im Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt weiter berichtet. "Ursächlich für den Tod des jungen Mannes waren drei Messerstiche in den Oberkörper." Polizei und Staatsanwaltschaft richteten zur Klärung der tödlichen Messer-Attacke eine Mordkommission ein.

Messer-Attacke in Münster: 61-jähriger Anwohner unter Verdacht

Laut Zeugen soll der Messer-Attacke in Münster eine Auseinandersetzung vorausgegangen sein: "Durch weitere Zeugenaussagen erhielten wir schnell Kenntnis darüber, dass es vor dem Haus zu einem Streit zwischen dem Verstorbenen und einer weiteren Person gekommen sein soll", sagt Kriminaloberkommissar Andreas Osterhage, Leiter der Mordkommission. "Möglicherweise soll ruhestörender Lärm eines Telefonates des 33-Jährigen vor der Haustür eines Anwohners Grund für diese Auseinandersetzung gewesen sein."

Nur kurz nach der Tat nahmen Beamte der Polizei Münster einen 61-Jährigen in seiner Wohnung fest. In einer ersten Vernehmung soll der Verdächtige "die Auseinandersetzung mit dem 33-Jährigen" zugegeben haben, berichten Staatsanwaltschaft und Polizei. Er habe sich jedoch nur gegen den später Verstorbenen zur Wehr setzen wollen.

Die Messer-Attacke ereignete sich in Münster-Roxel.

In Münster-Gievenbeck kam es jüngst zu einem kuriosen Einsatz für die Feuerwehr*. Ein Wecker hielt eine ganze Nachbarschaft auf Trab.

Münster – Nach Messerattacke: Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen

Die Ermittlungen zu der tödlichen Messer-Attacke in Münster dauern weiter an. "Nach den derzeitigen Ermittlungen soll der 61-Jährige das Messer aus seiner eigenen Wohnung mitgebracht haben. Zurzeit liegen uns keine Hinweise darüber vor, dass sich der Beschuldigte und der Verstorbene kannten", teilt Oberstaatsanwalt Botzenhardt mit. Noch am Sonntag erließ ein Richten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster Haftbefehl gegen den 61-Jährigen. Er sitzt nun in Untersuchungshaft. 

Vergangenes Jahr war es in der Stadt zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: In einem Imbiss in Münster war ein Mann bei einer Messer-Attacke niedergestochen worden*. Nun fiel das Urteil gegen den Täter.  Zudem kam es in den Reihen der Polizei zu einem fatalen Zwischenfall: Ein Beamter aus Münster wurde bei einem SEK-Einsatz erschossen*. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul gedachte nun dem Getöteten.

Vor Kurzem war es auch in Hanau in Hessen erneut zu einem brutalen Zwischenfall gekommen:

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