Polizeieinsatz

Wilde Verfolgungsjagd: Mann fährt mit 160 km/h durch Münster

Plötzlich gab er Gas: Als die Polizei in Münster routinemäßig ein Auto anhalten wollte, entwickelte sich die Situation plötzlich zur Verfolgungsjagd.

Münster – Eine rasante Verfolgungsjagd hat sich am Donnerstag (11. März) auf dem Rüschhausweg abgespielt. Die Polizei hatte zuvor einem Wagen auf der Busso-Peuss-Straße in Gievenbeck Anhaltezeichen für eine allgemeine Verkehrskontrolle gegeben. Der 51-Jährige, der am Steuer des Daimlers saß, hatte jedoch nicht vor, anzuhalten.

StadtMünster
Bevölkerung313.000
Bundesland NRW

Mit 160 km/h durch Münster: Polizei liefert sich Verfolgungsjagd mit Daimler

Stattdessen beschleunigte der Mann aus Schöppingen und versuchte, vor der Polizei zu flüchten. Seine Fahrt führte ihn über den Gievenbecker Weg bis zum Rüschhausweg in Münster, wo er den Wagen teilweise auf 160 Stundenkilometer beschleunigte. Zudem fuhr er auf seiner Flucht über eine rote Ampel.

Die Polizei nahm die Verfolgung in Münster auf. Schließlich half ihnen ungewollt ein Lkw dabei, den flüchtigen Autofahrer zu stoppen. Dieser musste bremsen, weil der Sattelschlepper vor ihm ihn gleicher Richtung fuhr und nicht überholt werden konnte. Indes hatten die Beamten Verstärkung angefordert, weshalb sich zu diesem Zeitpunkt ein weiterer Streifenwagen vor den Daimler setzte und ihn ausbremsen konnte.

Münster: Deshalb ergriff der Autofahrer die Flucht vor der Polizei

Der 51-Jährige aus dem Münsterland konnte daraufhin gestellt werden. Es stellte sich heraus, dass der Wagen keine gültige Versicherung hatte und daher außer Betrieb gesetzt wurde. Der Fahrer besaß außerdem keinen gültigen Führerschein und stand zusätzlich unter dem Einfluss von Medikamenten. Deshalb hatte er die Flucht vor den Beamten in Münster angetreten.

Schließlich nahmen die Polizisten den 51-Jährigen mit auf die Wache in Münster. Dort wurden mehrere Anzeigen gegen ihn gefertigt – den Mann erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren. Das Auto wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Ein Mann floh in seinem Auto vor der Polizei. (Symbolbild)

Erst vor wenigen Wochen hatten Autofahrer in der Domstadt die Geschwindigkeitsbegrenzung ebenfalls stark überschritten: Die Polizei hatte in Münster ein illegales Straßenrennen gestoppt. Die Teilnehmer fuhren innerorts bis zu 140 km/h. Nach weiteren Ermittlungen wurden die Wohnungen der Autofahrer in Münster und Steinfurt vom SEK durchsucht.

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance / Frank Rumpenh

Auch interessant

Kommentare