"Münster kann mehr"

"Fridays for Future": Protest in der Innenstadt – Demonstranten sind unterwegs

Im Dezember entscheidet der Rat, ob Münster bis 2030 klimaneutral werden soll. Die Aktivisten der Bewegung "Fridays for Future" wollen dieses Ziel unbedingt erreichen – und starten eine Großdemo. 

  • "Fridays for Future"-Demo in Münster am Freitag (29. November) 
  • Der Start ist um 12 Uhr am Hauptbahnhof
  • Die Protestaktion könnte für Verkehrsprobleme in der Innenstadt sorgen

Update: 16.10 Uhr. Seit knapp einer Stunde befinde sich die Aktivisten von "Fridays for Future" auf dem Schlossplatz in Münster. Die zuvor gesperrten Straßen sind daher wieder von der Polizei freigegeben worden. 

Knapp 7500 Menschen haben sich zur Großdemo mittlerweile eingefunden. Die Organisatoren hatten zuvor mit etwa 5000 Demonstranten gerechnet. 

Update: 12.42 Uhr. Um 12 Uhr haben sich die Protestler vor dem Hauptbahnhof in Münster versammelt. Knapp 15 Minuten später machte sich der Demonstrationszug von "Fridays for Future" lautstark und mit Fahnen und Bannern auf den Weg gen Servatiiplatz.

Die Polizei Münster warnt bereits, dass der Ludgeriplatz bald gesperrt wird. Dort habe es sich schon gestaut, bevor die Demonstranten sich in Bewegung gesetzt hatten. Autofahrer werden gebeten, den Bereich zu umfahren.

Wenige Wochen später kam es zu weiteren Protesten: Wegen eines geplanten Atommülltransportes aus Gronau protestierten Umweltaktivisten in mehreren Städten in NRW.

Münster – "Fridays for Future"-Demo in Innenstadt: Teilnehmerzahl unklar

Erstmeldung: 29. November, 6.30 Uhr. Münster – Zur letzten Großdemo der "Fridays for Future"-Bewegung in Münster kamen rund 25.000 Menschen. Diese Zahl überstieg die Erwartungen der Veranstalter um mehr als das Doppelte. Nun ist es wieder so weit: Am Freitag (29. November) wollen die Aktivisten erneut ein Zeichen in der Domstadt setzen. 

Wie viele Menschen dieses Mal zur Demo erscheinen, ist noch nicht abzusehen. Klar ist jedoch, dass die Veranstaltung durchaus für Verkehrschaos in der Innenstadt von Münster sorgen kann. Die Demonstranten von "Fridays for Future" treffen sich um 12 Uhr am Hauptbahnhof – bereits eine Viertelstunde später geht der Marsch los. 

Vom Hauptbahnhof Münster zieht der Protestzug über den Servatiiplatz und den Ludgerikreisel in Richtung Schlossplatz. Dort kommen anschließend einige der Aktivisten von "Fridays for Future" zu Wort, bevor die Band "Home to Paris" spielt. Um 15 Uhr ist die Demo schließlich beendet. 

Demonstranten der Klimaschutz-Bewegung gehen übrigens nicht nur in Münster auf die Straße: Auch in Bielefeld gibt es eine Großdemo von "Fridays for Future"

"Fridays for Future" in Münster: Das fordern die Demonstranten

Der Hintergrund der Demonstration ist folgender: Am 11. Dezember entscheidet der Rat der Stadt Münster, ob die Domstadt bis 2030 klimaneutral werden soll. Die Aktivisten von "Fridays for Future" wollen dieses Ziel angehen – und machen deshalb zwei Wochen vor der Entscheidung mit der Protestaktion Druck.  

Schon in der Vergangenheit hatten die Aktionen der Demonstranten Erfolg: Eine Aktivist von "Fridays for Future" konnte mit seiner Petition dafür sorgen, dass in Münster der Klimanotstand ausgerufen wurde. Wenn die Stadt sich für die Klimaneutralität entschließt, würde dies langfristig eine Anpassung der Infrastruktur beinhalten. 

Protest nicht nur in Münster: "Fridays for Future"-Demos in vielen Städten

Der Termin für die Großdemo in Münster ist übrigens nicht zufällig gewählt: Der 29. November ist für Mitglieder der Klimaschutz-Bewegung der vierte internationale Klimastreiktag. Auch in Städten wie Berlin, Hamburg, Dortmund, Bochum und Stuttgart finden Proteste statt. An diesem Tag wird zudem in Berlin über das Klimapaket der Bundesregierung abgestimmt. 

Nun bleibt abzuwarten, wie sich die Protestaktion auf den Verkehr in der Domstadt auswirkt. Bei der vergangenen Großdemo von "Fridays for Future" in Münster hatte die Polizei zuvor Straßensperrungen angekündigt und Autofahrer um Geduld gebeten.

Rubriklistenbild: © dpa/Lennart Stock

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