Prozess am Landgericht Münster

Versuchter Mord an Silvester: Urteil ist gefallen

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Am Landgericht Münster wurde der Prozess um einen versuchten Mord verhandelt.

Mit einem Messer stach ein 28-Jähriger aus Münster seinem Nachbarn in den Rücken – vor den Augen seiner Partnerin und ihrem Kleinkind. Nun wurde dem Mann der Prozess gemacht.

  • 28-Jähriger verurteilt
  • Prozess am Landgericht Münster
  • Versuchter Mord 

Münster – Fünf Verhandlungstage dauerte der Prozess, der einem 28-Jährigen wegen versuchten Mordes gemacht wurde. Ihm wurde vorgeworfen, an Neujahr im Beisein seiner Lebensgefährtin und deren Kleinkind seinen Nachbarn von hinten mit einem Messer attackiert zu haben. Bis zuletzt hatte der Angeklagte auf Notwehr plädiert. 

Das Landgericht Münster schenkte dieser Erklärung der Ereignisse jedoch keinen Glauben: Am Ende wurde der 28-Jährige zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren und neun Monaten verurteilt. 

Landgericht Münster: Messerstich war keine Notwehr 

Vor der Messerattacke hatte der Angeklagte eine Auseinandersetzung mit seiner Frau. Dabei war er sie körperlich angegangen – und das nicht zum ersten Mal. Die Frau hatte Angst, rief um Hilfe. Der Nachbar hörte sie und betrat die Wohnung. Dann wurde er von dem 28-Jährigen angegriffen: Er stach dem Nachbarn von hinten ein Messer in den Rücken. Das Opfer wurde dabei schwer verletzt.

Anders jedoch schilderte der 28-Jährige die Ereignisse des Abends: Der Nachbar habe sich Zutritt zur Wohnung verschafft und danach seine Partnerin angegriffen. Deshalb habe der Angeklagte das Messer in Notwehr benutzt. Der Richter schenkte dieser Version jedoch keinen Glauben – der Mann aus Münster habe den Tod seines Nachbarn bei der Attacke billigend in Kauf genommen

Vor dem Landgericht Münster werden immer wieder Mord- und Missbrauchsfälle verhandelt. So standen drei Menschen aus Velen vor den Richtern, die einen 56-Jährigen vergiftet hatten – sie wollten ihn ausrauben. Vor wenigen Monaten musste sich zudem ein 24-Jähriger vor Gericht verantworten, der am Bahnhof in Münster siebenmal mit einem Messer auf einen anderen Mann eingestochen hatte

Zuletzt ging zudem ein 36-Jähriger nach seiner Verurteilung in Berufung: Er hatte zunächst vor dem Gericht in Münster gestanden, Geschlechtsverkehr mit einer 13-Jährigen gehabt zu haben. Dann zog er seine Worte jedoch wieder zurück. Derzeit gibt es eine weitere Verhandlung vor dem Landgericht: Nach einer Bluttat in Westerkappeln im April, steht nun der Vater eines bereits Verklagten vor Gericht.

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