Mann aus Schönaich hatte sein Auto beim Katholikentag verloren

Skurrile Suche: Studentin findet vermissten Mercedes

+
Gesucht wird ein silbergrauer Mercedes mit dem Kennzeichen BB-WO-428.

Er wollte nur kurz parken und schnell zur nächsten Veranstaltung. Doch danach fand ein Mann aus Schönaich sein Auto nicht mehr wieder.

Münster – Er hatte es eilig. Der Katholikentag lief bereits auf Hochtouren. Und Lorenz G. war doch extra aus Schönaich in Baden-Württemberg angereist. Schnell schnappte er sich am Samstagmittag (12. Mai) den nächstbesten freien Parkplatz. 

Er parkte sein Auto und marschierte zu Fuß weiter in die Innenstadt. Rund 15 Minuten lang. Lorenz G. erinnert sich noch, wie er an der Aa vorbeispaziert. Auch ein Schild mit der Aufschrift "Aegidiiplatz" will er gesehen haben. Nur eins weiß er später nicht mehr: Wo genau das Auto eigentlich steht. 

Rund sechs Stunden ist er danach durch die Gegend gelaufen und hat sein Auto gesucht: ein silbergrauer Mercedes mit dem Kennzeichen BB-WO-428. Allerdings ohne Erfolg. Auch die Polizei konnte Lorenz G. nicht weiterhelfen. Obwohl die Beamten am Montagmittag (14. Mai) rund drei Stunden mit ihm durch die Stadt gefahren sind und Ausschau nach dem Wagen gehalten haben. 

Letzte Rettung: Knöllchen

Dass der Wagen gestohlen oder abgeschleppt wurde, schloß die Polizei direkt aus. Dazu gäbe es sonst die notwendigen Informationen. Der Mercedes müsse  also noch irgendwo stehen. Ein letzter Strohhalm ließ Lorenz G. weiterhin hoffen. Er kann sich an ein Schild erinnern: Parkverbot. Zumindest werktags. 

Falls ihm das Ordnungsamt ein Knöllchen verpasst hat, könnte er damit einen wichtigen Hinweis auf den Standort des Autos bekommen. Doch seine Geduld wurde gefordert: Das Ordnungsamt kann erst am Dienstagmittag (15. Mai) gegen 14 Uhr Auskunft geben. 

Aufmerksame Radiohörerin findet Wagen

Doch solange musste Lorenz G. dann doch nicht warten. Der Zufall half ihm aus. Eine junge Studentin hörte von der Suche des Mannes im Radio. Als sie am Montagabend (14. Mai) mit ihrem Freund durch die Innenstadt fuhr, hielt sie die Augen offen – und wurde fündig. In der Jüdefelderstraße entdeckte sie den Wagen. 

Die Freude bei Lorenz G. war groß. Er und seine Frau können den Montagabend nun noch entspannt bei Freunden in Münster verbringen. Morgen geht es dann wieder in die Heimat. 

Der Katholikentag stand ganz im Zeichen der Kirche - doch die steht auch immer wieder in der Kritik: Zuletzt forderten Atheisten und Konfessionslose mit ihrer Säkularen Buskampagne in Münster, dass Staat und Kirche endlich konsequent getrennt werden.

Auch interessant

Kommentare