AWM Münster (NRW) informieren

Corona-Quarantäne: Wohin mit dem Hausmüll?

Es hat mich erwischt: Ich habe mich mit Corona infiziert und befinde mich in Quarantäne. Doch der Müll muss trotzdem raus. Wie gehe ich nun vor? Die Abfallwirtschaftsbetriebe aus Münster geben Antworten.

Münster – Bei aller Vorsicht: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass man sich im Alltag mit dem Coronavirus* infiziert. Sei es beim Einkaufen, beim Arzt oder in der Bahn, die Gefahr lauert noch immer überall. Und wenn es dann passiert ist, heißt es erst einmal mindestens zehn Tage Quarantäne. Das ist natürlich dringend notwendig und sinnvoll, angenehm jedoch sicher nicht.

Doch wohin mit meinem Müll? Auch in einer Quarantäne produziert der Mensch, wie sonst auch, Abfall. Wie man damit umgeht, darüber informieren nun die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) aus NRW. Demnach sind einige Dinge bei der Müllentsorgung während der Corona-Quarantäne zu beachten, wie msl24.de* berichtet.

Stadt Münster
Einwohner313.000
BundeslandNRW

Corona-Quarantäne: So entsorgen Sie ihren Hausmüll

Grundsätzlich gilt bei der Müllentsorgung während einer Corona-Quarantäne, dass kontaminierte Abfälle in den Restabfall kommen. Das Besondere: Im Quarantäne-Fall betrifft das nicht nur Abfälle wie Taschentücher, Schutzkleidung, Abfälle aus Desinfektionsmaßnahmen, sondern auch Abfälle, die normalerweise getrennt erfasst werden wie Wertstoffe, Verpackungen und Küchenabfälle. 

Spitze und scharfe Gegenstände (wie etwa Spritzen o.ä.) sollten zusätzlich in einem bruchsicheren Einwegbehälter verpackt und entsorgt werden. Dies gilt grundsätzlich, nicht nur im Quarantänefall. Die kontaminierten Abfälle gehören in stabile, reißfeste Müllsäcke, die fest verschließbar sind. Altglas und Pfandflaschen sowie Elektroaltgeräte, Altbatterien und andere schadstoffhaltige Abfälle dürfen nicht über die Restabfalltonnen entsorgt werden. Diese Abfälle sollten bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt gesammelt und danach am Recyclinghof abgegeben oder über die entsprechenden Sammelcontainer entsorgt werden. nach der Quarantäne sollte man unmittelbar zur vorgeschriebenen Mülltrennung zurückkehren, wie die AWM aus Münster* raten:

Nach Aufhebung der Quarantäne sind alle Abfallfraktionen wieder getrennt in den entsprechenden Behältern zu sammeln.

Abfallwirtschaftsbetriebe Münster

Corona-Pandemie: FFP2-Masken gehören NICHT in den Papiermüll

Grundsätzlich sind medizinische Masken, FFP2-Masken, Einweghandschuhe und Corona-Selbsttests separat in stabile und gut verschließbare Plastikbeutel zu verpacken und so auch im Restmüll zu entsorgen. Doch Vorsicht: Auch, wenn das Material ähnlich aussehen mag, gehören Schutzmasken unter keinen Umständen in den Papiermüll. Zum einen aus hygienischen Gründen, zum anderen sind sie nicht recyclebar. Auch sollten die Masken niemals die Toilette heruntergespült werden, da sie dort das Kanalisationssystem verstopfen.

Die AWM Münster erklären den richtigen Umgang mit Corona-Müll.

Auch in Schulen, Privatunternehmen und Arztpraxen gilt das Prinzip, die Abfälle, die unter die Kleinmengenregelung nach § 5GewAbfV fallen, wie in privaten Haushalten in einem stabilen, fest verschlossenen Abfallbeutel über den Restabfall zu entsorgen. Impfzentren wie das in Münster* fallen unter eine andere Regelung, die separat erfragt werden muss. Eine Übersicht über alle Impfzentren im Münsterland finden Sie bei msl24.de*. Die Impfregelung in NRW wurde jüngst aufgrund vieler übriggebliebenen Impfdosen geändert: Ab sofort haben die Kommunen in NRW die Möglichkeit, eine weitere Personengruppe zu impfen*. (*Msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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