Einzelhandel

Lockdown: Corona-Regeln beim Einkauf im Supermarkt – was bei Aldi, Lidl & Co. gilt

Die härteren Coronavirus-Regeln im Dezember wirken sich auch auf das Einkaufen im Supermarkt aus. Erfahren Sie, was jetzt für Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. in NRW jetzt gilt.

NRW – Mit Herbstbeginn schnellte in Deutschland und weiten Teilen Europas die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus drastisch nach oben. Einem exponentiellen Wachstum sollte mit einem weiteren Lockdown im Gastronomie- und Freizeitbereich Einhalt geboten werden – mit mäßigem Erfolg: Die Zahlen stagnieren. Bund und Länder schärften noch einmal nach und brachten strengere Corona-Regeln* auf den Weg. Diese sind nun am 1. Dezember in Kraft getreten und haben auch in NRW Auswirkungen auf das Einkaufen im Supermarkt.

Wie auch bereits während des ersten Lockdowns im März und April 2020 bleiben auch beim derzeitigen „Lockdown Light“ die Supermärkte weiterhin geöffnet. Allerdings sorgen auch hier die strengeren Coronavirus-Regeln für den Einzelhandel für spürbare Einschränkungen. Msl24.de* berichtet, was Sie in NRW beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, Edeka, Rewe und Kaufland beachten müssen.

Bundesland:NRW
Fläche:34.098 km²
Bevölkerung:17,93 Millionen (2019)
Hauptstadt:Düsseldorf

NRW: Strengere Corona-Regeln für den Einzelhandel – Auswirkungen auf Einkauf und Supermärkte

Bei der Bund-Länder-Konferenz am 25. November zum Coronavirus-Lockdown* einigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder, unter ihnen Armin Laschet (CDU) aus NRW, auf strenge Regeln für den Groß- und Einzelhandel. Diese besagen, dass unter anderem die Zugangsbeschränkungen verschärft werden. Dies betrifft vor allem große Geschäfte von Supermarkt-Ketten wie Aldi, Lidl, Marktkauf oder Kaufland: Ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern ist nur noch ein Kunde pro 20 Quadratmetern zulässig. Diese neue Corona-Regel betrifft neben Discountern wie Aldi vor allem auch Baumärkte, Möbelhäuser und Einkaufszentren.

Bei Geschäften mit einer Verkaufsfläche von max. 800 Quadratmetern bleibt es dabei, dass mindestens 10 Quadratmeter pro Kunde vorhanden sein müssen. Bei größeren Geschäften gilt für die über 800 Quadratmeter hinausgehende Verkaufsfläche ein strengerer Schlüssel von 20 Quadratmetern pro Kunde.

Staatskanzlei NRW zu dem ab 1. Dezember geltenden Corona-Regeln

Strengere Corona-Regeln in NRW für den Einkauf: Maskenpflicht auch vor dem Supermarkt

Während es also in Stoßzeiten zu Schlangen vor Supermärkten kommen könnte, wurde im gleichen Zuge die Maskenpflicht verschärft. Beim Einkaufen im Geschäft gilt sie bereits. Seit dem 1. Dezember muss eine Maske auch auf dem Parkplatz und direkt vor den Geschäften getragen werden – also auch vor den Filialen von Aldi, Lidl Rewe oder Edeka. Die Tragepflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung während der noch immer anhaltenden Coronavirus-Pandemie* gilt auch in Innenstädten von NRW, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

NRW: Aldi reagiert bereits auf strengere Corona-Regeln für den Einkauf im Supermarkt

Bereits nachdem der erste Freizeit- und Gastro-Lockdown für November beschlossen wurde, passte die Discounter-Kette Aldi ihr Hygiene-Konzept an. So wurden die bereits in einigen Filialen vorhandenen „Hygiene-Stationen“ im Eingangsbereich in nahezu allen Geschäften installiert. Zusätzlich wurde angekündigt, dass Zugangsbeschränkungen gelten würden, um die damals gültige Regel von einem Kunden pro 10 Quadratmeter einzuhalten. „Wo nötig, werden die Filialen der Discounter mit einem digitalen System zur Zutrittskontrolle ausgestattet“, hieß es in einer Pressemeldung des Discounters. Diese Regelung dürfte angesichts der neusten Corona-Beschränkungen für Dezember in NRW und dem Rest Deutschland nochmals angepasst werden.

Auch andere Supermarkt-Ketten wenden sich mit einem Appell zur Einhaltung der Corona-Regeln beim Einkaufen an ihre Kunden. So gab Edeka mehrere Empfehlungen aus, unter anderem diese: „Halten Sie grundsätzlich etwas mehr Abstand zu anderen Menschen – ideal sind 1,5 Meter. Wenn Sie husten oder niesen müssen, dann bitte in die Armbeuge und nicht in die Hand oder in die Luft. Verzichten Sie darauf, Tester zu verwenden und berühren Sie idealerweise nur die Produkte, die Sie wirklich kaufen wollen.“

Laut einer britischen Studie sind Supermärkte die Corona-Spreader Nummer eins.

Einkaufen im Supermarkt: Strengere Corona-Regeln – drohen vor Weihnachten Chaos und Hamsterkäufe?

Vor Weihnachten ist zudem der Andrang in Geschäften und Supermärkten noch einmal besonders groß. Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, warnte bereits aufgrund des Coronavirus-Lockdowns und den neuen Regeln für den Einzelhandel vor „chaotische Situationen vor den Supermärkten“, wie die Kollegen von ruhr24.de* berichten. In einer Pressemitteilung hieß es weiter: „Eine weitere Einschränkung der Kundenzahl in den Märkten werde kaum zu bewältigen sein.“

Aufgrund der Zugangsbeschränkungen für Supermärkte durch die neuen Coronavirus-Bestimmungen in NRW werden vor Weihnachten auch erneute Hamsterkäufe befürchtet. In diesem Zusammenhang appellierten einige Geschäfte bereits an ihre Kunden, wie zum Beispiel Edeka: „Da die Versorgung gewährleistet ist, sind Hamsterkäufe unnötig. Denken Sie auch an andere und nehmen Sie Rücksicht!“ Auch wenn kurzfristig einzelne Produkte nicht schnell genug nachgeliefert werden könnten, bestünde kein Grund zu Panik, wie auch die Discounter-Kette Lidl seinen Kunden mitteilt: „Wir bitten um Euer Verständnis, wenn trotzdem kurzfristig an der ein oder anderen Stelle nicht jedes Produkt verfügbar ist – die nächste Lieferung ist in der Regel schon auf dem Weg.“ Ein Grund für Hamsterkäufe bestehe trotz strengerer Corona-Regeln in Supermärkten aber weiterhin nicht, wie auch die Kollegen von wa.de* berichten. (*Msl24.de, ruhr24.de und wa.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Tobias Hase/dpa

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