Corona

Noch vor den Sommerferien: NRW-Schüler kehren in Präsenzunterricht zurück

Der Lockdown der Schulen soll bald enden. Das kündigte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet an. Dabei gilt jedoch eine wichtige Voraussetzung.

Der bundesweite Trend setzt sich auch in NRW fort: Die 7-Tage-Inzidenz liegt hier am Mittwoch (19. Mai) bei 79,9. Aufgrund der immer weiter sinkenden Corona-Zahlen wurde nun eine weitere Lockerung im Schulsystem beschlossen. Ab dem 31. Mai sollen die Schüler landesweit wieder in den Präsenzunterricht gehen.

Ende April gab es in NRW bereits eine erste schrittweise Öffnung, nachdem die Schulen von reinem Distanz- in den Wechselunterricht gewechselt waren. Noch vor den bevorstehenden Sommerferien, die am 5. Juli beginnen, sollen die Schüler also auch in Münster wieder in die Klassen. Dies kündigte Armin Laschet im Landtag in Düsseldorf an.

BundeslandNRW
Einwohner17,93 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Münster und NRW: Ab 31. Mai wieder Präsenzunterricht

Voraussetzung sei, so Armin Laschet weiter, dass die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 bleibe. Dabei wird jedoch die konkrete Inzidenz in der jeweiligen Kommune und nicht die landesweite Zahl berücksichtigt. Da in Münster die Inzidenz seit vielen Wochen unter 100 und derzeit bei 16,5 liegt, werden die Schüler in der Domstadt wohl auch im Präsenzunterricht bleiben. In Städten wie Bielefeld, wo der Wert noch immer über 100 liegt, müssten sich die Kinder und Jugendlichen daher noch etwas gedulden.

Die Hygieneregeln (Abstand und Maskenpflicht) bleiben laut NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auch während des Präsenzunterrichts weiter bestehen. Armin Laschet betonte in seiner Rede im Landtag die Wichtigkeit des Präsenzunterrichts, auch wenn das Lernen von zu Hause durch die schrittweise Digitalisierung besser geworden sei. „Soziale Kontakte kann kein Bildschirm ersetzten. Deshalb ist der Präsenzunterricht so wichtig“, so der CDU-Kanzlerkandidat.

Weitreichende Lockerungen in Münster ab Freitag

Der NRW-Landesminister befürchtet durch den langen Lockdown einen bleibenden negativen Effekt für die Schüler. „Die sozialen Kontakte über ein Jahr hinweg so massiv einschränken zu müssen, dürfte für viele eine schlimme Folge der Pandemiebekämpfung gewesen sein.“ Zuvor hatte die Bundesnotbremse beschlossen, dass Schüler ab einer kommunalen Inzidenz über 165 von daheim unterrichtet werden müssen.

Derweil geht Münster auch in anderen Bereichen einen weiteren großen Schritt in Richtung Normalität. Aufgrund der niedrigen Inzidenz in der Stadt gelten ab kommendem Freitag (21. Mai) weitere Lockerungen im Sport, in der Kultur und Freizeit sowie im Einzelhandel.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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