Coronavirus

Pfizer-Chef: Dritte Impfung mit Biontech wahrscheinlich

Es könnte ähnlich verlaufen, wie bei der Grippe: Wie Pfizer-Chef Albert Bourla mitteilte, müsse wahrscheinlich eine dritte Corona-Impfung und weitere im Jahrestakt folgen.

Wie nun bekannt wurde, äußerte sich der Pfizer-Chef Albert Bourla Anfang April in einem Interview mit dem US-Sender CNBC zur Auffrischung der Corona-Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer*. Demnach scheint es wahrscheinlich, dass es mit der Erst- und Zweitimpfung nicht getan ist, wie msl24.de* berichtet.

ImpfstoffComirnaty
Hersteller Biontech/Pfizer
Wirksamkeit~ 91 Prozent nach der zweiten Impfung

Biontech/Pfizer: Impfstoff muss vermutlich aufgefrischt werden

Die Nachricht, dass die ersten beiden ersten Impfungen nicht ausreichen könnten, ist nicht neu. Biontech-Chef Uğur Şahin äußerte sich dahingehend bereits Ende Februar in einem Interview mit dem Spiegel. Laut Şahin sei es wahrscheinlich, dass es im nächsten Jahr eine dritte Impfung mit Comirnaty geben müsse und anschließend jährliche Auffrischungen. Da überrascht die kürzliche Aussage von Albert Bourla kaum:

Ein wahrscheinliches Szenario ist, dass es die Notwendigkeit einer dritten Dosis geben wird, irgendwo zwischen sechs und zwölf Monaten, und danach eine jährliche Neuimpfung, aber all das muss noch bestätigt werden.

Albert Bourla (Vorstandsvorsitzender Pfizer)

Bei den Folgeimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff spielten auch die sich aktuell immer weiter verbreitenden Corona-Mutationen* eine Rolle, so Bourla. Aktuell prüfen nicht nur Biontech/Pfizer die Notwendigkeit regelmäßiger Auffrischungen, sondern auch die Hersteller der anderen Impfstoffe. Ein Vorgehen wie bei der Grippe-Impfung scheint wahrscheinlich.

Pfizer-Chef Albert Bourla (l.) und US-Präsident Joe Biden (r.).

Biontech, Astrazeneca, Moderna – Impfkampagne in Deutschland kommt in Fahrt

Bis vor Kurzem war die Kritik an der Impfstrategie in Deutschland groß. So wurde nicht nur der eklatante Mangel an Impfdosen beklagt, sondern auch, dass die Hausärzte viel zu spät in die Impfkampagne mit einbezogen wurden. Kurz nach Ostern durften die Arztpraxen in Deutschland und NRW dann endlich impfen*. Und siehe da: die Zahlen der pro Tag geimpften Personen steigt stetig an. Am Donnerstag (15. April) dann der vorläufige Rekord: 739.000 Impfdosen in 24 Stunden.

Derweil wird die Gesetzeslage in der Corona-Pandemie* immer undurchsichtiger. Auf der einen Seite soll ab der nächsten Woche im Zuge eines geänderten Infektionsschutzgesetzes eine Bundes-Notbremse greifen. Die allgemeingültigen Gesetze sollen dem Flickenteppich Einhalt gebieten, der dadurch entstanden ist, dass die Bundesländer unterschiedliche Corona-Regeln im Alleingang durchdrücken, was Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Argwohn beobachtet. Auf der anderen Seite wurde von NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) nun beschlossen, die Schulen ab Montag (19. April) wieder in den Wechselunterricht zu schicken*. (*Msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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