Prozess gegen 31-Jährigen am Landgericht

Hat Münsteraner Tinder-Dates vergewaltigt? Urteil ist gefallen

Wegen Vergewaltigung zweier Frauen musste sich am Landgericht ein Münsteraner verantworten. Am Mittwoch (20. Juni) fiel nun das Urteil. 

Update 20. Juni: Münsteraner wegen Vergewaltigung verurteilt worden

Die Richter haben gesprochen. Der Münsteraner hat eines der beiden Tinder-Dates vergewaltigt und muss dafür nun ins Gefängnis. Vom Landgericht Münster wurde er zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Vom Vorwurf der Vergewaltigung der zweiten Frau wurde der Mann freigesprochen.

Zunächst leugnete der Kellner, dass er dem zweiten Opfer näher gekommen wäre. Am letzten Prozesstag räumte er dann aber doch ein: "Der Geschlechtsverkehr hat stattgefunden." Er beteuerte jedoch, dass er zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt habe, dass sein Gegenüber nicht mit den Geschehnissen einverstanden war. Auf die Frage, warum er den Sex erst verheimlicht hatte, antwortete er: "Ich hatte Angst." 

Der Mann befand sich schon vor dem Prozess in Untersuchungshaft, bestätigte der Pressesprecher des Landgerichts Dr. Daniel Stenner auf msl24-Nachfrage.

Erstmeldung


Münster - Zwischen März und August 2017 lud der Angeklagte zwei der Damen in seine damalige Wohnung in Münster ein. Dort soll der Mann, so die Anklageschrift, die beiden Frauen vergewaltigt haben. 

Übergriff am Aasee

Die beiden Opfer des Mannes waren zum Prozessbeginn noch nicht als Zeugen geladen. Jedoch die dritte Frau, die den Angeklagten ebenfalls über Tinder getroffen hatte.

Mit ihr war der Mann am Aasee verbredet. Während des Treffens habe sich der 31-Jährige auf die Frau geschmissen und ihr in den Hals gebissen. Zunächst wollte sich der Beschuldigte nicht zur dritten Tat äußern – tat dies dann aber doch. Seine lapidare Erklärung: "Dass ich nicht auf Blümchen-Sex stehe, stimmt."

Rubriklistenbild: © Sohrab Dabir

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