Eurobahn kündigt Alternativrouten an

Bahnstrecke gesperrt: 5000 Pendler müssen Busse nehmen – für sieben Monate

Auf der Strecke zwischen Muenster und Dortmund muss die RB50 teilweise durch Busse ersetzt werden. (Symbolbild)
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Auf der Strecke zwischen Münster und Dortmund muss die RB50 teilweise durch Busse ersetzt werden. (Symbolbild)

Es ist eine erneute Geduldsprobe für Pendler: Die RB50 zwischen Münster und Dortmund muss wieder auf Schienenersatzverkehr zurückgreifen – und das für sieben Monate. 

  • Auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund wird gebaut
  • Für mehrere Monate kann die RB50 deshalb nicht nach Plan fahren
  • Fahrgäste können drei verschiedene Busrouten nutzen

Update: 8. Januar. Nun ist es soweit: Seit Montag (6. Januar) ist die Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund zu großen Teilen gesperrt. Wie der Eurobahn-Betreiber Keolis bereits einige Monate zuvor ankündigte, müssen Pendler auf der Strecke der RB50 nun mitunter auf Schienenersatzverkehr ausweichen. Aus einem anderen Grund fallen die Züge im Februar aus: Der Orkan "Sabine" wütete in Münster und Umgebung

Laut einem Bericht des WDR seien von der Umstellung 5000 Menschen täglich betroffen. Für sie hat sich die Fahrt zwischen den beiden Großstädten, die zuvor rund 55 Minuten dauerte, deutlich verlängert. Die Bauarbeiten auf der Strecke der RB50 werden rund sieben Monate dauern. Erst im August kann der Schienenbetrieb zwischen Münster und Dortmund wieder wie gewohnt aufgenommen werden. 

RB50 zwischen Münster und Dortmund: Pendler müssen Busse nehmen 

Erstmeldung: 26. November. Münster – Bereits lange im Voraus hatte es sich angekündigt, nun wird es ernst: Am 6. Januar starten die Baumaßnahmen auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund. Dabei wird zunächst ein Teilstück der Strecke saniert – für mehrere Monate. 

Zwischen Münster und Dortmund: Busse auf Strecke der RB50

Pendler müssen in dieser Zeit wohl Geduld beweisen: Bis zum 12. August sollen die Bauarbeiten dauern. Das bedeutet auch, dass Bahnfahrer für sieben Monate auf den Schienenersatzverkehr auf der Strecke der RB50 angewiesen sind – zunächst war auf dem Stück zwischen Dortmund und Münster jedoch eine Sperrung von rund einem Jahr im Gespräch gewesen. Dieser soll zwischen Lünen und Davensberg verkehren und auf drei verschiedenen Routen eingesetzt werden. 

Die RB50 fährt deshalb nur von Münster Hauptbahnhof nach Davensberg und umgekehrt. Dieselbe Linie fährt zudem weiterhin zwischen Dortmund Hauptbahnhof und Lünen, bevor sie dort wieder den Rückweg antritt. Dennoch sollen Fahrgäste durch ein umfangreiches Ersatzkonzept weiterhin schnell und möglichst komfortabel an ihr Ziel kommen, wie der Betreiber der Eurobahn auf seiner Website schildert. 

Nach dem heißen Sommer 2018 waren auf der Strecke der RB50 bereits Bauarbeiten nötig: Monatelang konnte der Zug zwischen Münster und Lünen nicht in vollem Tempo fahren, weil die Gleise durch die Wärme beschädigt worden waren. Der Fern- und Güterverkehr auf dem Abschnitt musste sogar umgeleitet werden. 

RB50: Das sind die Routen der Ersatzbusse zwischen Münster und Dortmund

Auf den drei Routen, auf denen Busse die Fahrgäste transportieren, werden nicht nur die üblichen Haltestellen der RB50 angefahren, "sondern auch ortsnahe Haltestellen des ÖPNV", heißt es. Mit Nordkirchen und Selm (Route C) werden zudem Haltestellen angefahren, die nicht auf dem eigentlichen Fahrplan der Linie stehen. Die Fahrpläne für den Schienenersatzverkehr sind derzeit noch nicht bekannt.  

Das sind die Routen im Detail: 

  • Bus A: Lünen Hbf - Werne Stadthaus- Werne Bahnhof - Capelle Dorf - Capelle Bahnhof - Ascheberg Bahnhofsweg - Ascheberg Altenwohnheim – Davensberg Bahnhof
  • Bus B: Werne Bahnhof - Werne Stadthaus – Davensberg Bahnhof
  • Bus C: Davensberg Bahnhof – Ascheberg Altenwohnheim – Nordkirchen Rathaus - Selm Bahnhof (Anschluss an die RB 51)

Diese Alternative haben Fahrgäste von Münster nach Dortmund zur RB50

Fahrgäste, die auf eine schnellere Verbindung zwischen Münster und Dortmund angewiesen sind, können einen anderen Weg wählen: Die RE7 oder RB89 fahren von der Domstadt nach Hamm und umgekehrt. Von dort aus geht es weiter mit den Linien RE1, RE3, RE6 und RE11 nach Dortmund. 

Ein Punkt, der einigen Fahrgästen der RB50 Schwierigkeiten bereiten dürfte, ist die fehlende Barrierefreiheit: Der Bahnhof in Davensberg verfügt über keinen Aufzug. Die Eurobahn weist auf diesen Umstand hin, erklärt jedoch, dass dieser bauliche Mangel in der Verantwortung der Deutschen Bahn liegt.

Vor einigen Monaten hatten sich einige Bürgermeister, darunter die aus Münster und Dortmund, zusammengetan, um der Eurobahn die Meinung zu sagen: Die Politiker finden eine weitere Reduzierung des Angebots inakzeptabel. Sie stellten darüber hinaus Forderungen an de Deutsche Bahn. 

Wegen eines Tarifstreits mit der Gewerkschaft hat die Eurobahn in NRW zudem mit Streiks zu kämpfen, die unter anderem in Münster für Zugausfälle sorgen. Im Dezember 2019 legten die Mitarbeiter die Arbeit nieder. In der Folge kam es zu Einschränkungen im Bahnverkehr.

Die Deutsche Bahn reagiert nun auf das Coronavirus und will den Regionalverkehr stark einschränken.

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