Masterplan 2030

Tropische Hitze im Zoo: Neuer Lebensraum für Otter und Tapire

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Die erste von drei Klimazonen, die künftig im Zoo in Münster entstehen soll sind die Tropen. 

Riesenotter und Flachlandtapire fühlen sich im tropischen Pantanal heimisch. Diesen Lebensraum sollen sie künftig auch im Zoo in Münster finden: Bald wird umgebaut.

  • Umbau im Zoo in Münster
  • Planungsphase beginnt bald
  • "Tropen" als erste von drei Klimazonen

Münster – Im vergangenen Jahr beschloss der Zoo mit seinem "Masterplan 2030" ein kostspieliges Umbauprojekt: Bis 2030 soll der Allwetterzoo Münster für 59 Millionen Euro umgebaut werden. Dazu soll der Park in drei Klimazonen eingeteilt werden – bald sollen die ersten Arbeiten beginnen. 

Bislang wurden in dem Tierpark zahlreiche vorbereitende Arbeiten durchgeführt: Vermessungen, Bodengutachten, Sanierung mehrerer Dächer sowie Kontrollen des Kampfmittelräumdienstes. Nun wird die Planung eines Teils des erstens Klimaabschnitts ausgeschrieben. 

So soll der Allwetterzoo 2030 aussehen

Asien außen © Allwetterzoo Münster
Asien Schauhaus © Allwetterzoo Münster
Pampa © Allwetterzoo Münster
Pantanal © Allwetterzoo Münster
Südamerikahaus © Allwetterzoo Münster

Tiere hautnah erleben im Zoo in Münster

Das Pantanal ist ein Feuchtgebiet in Brasilien, Bolivien und Paraguay. Dort herrschen schwüle bis heiße Temperaturen, eine hohe Luftfeuchtigkeit. Es stellt den Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten dar – an diesem Vorbild orientieren sich die Bauarbeiten im Zoo in Münster. 

Im Pantanal, das in die Klimazone Tropen gehört, sollen später zahlreiche Arten zu sehen sein: Riesenotter, Flachlandtapire und diverse Vogelarten werden hier beheimatet sein. Nicht nur soll die Anlage später den Besuchern des Zoos Unterwassereinblicke liefern – sie sollen auch auf Brücken und Gängen den Tieren hautnah begegnen. Im Tropenhaus werden einige Arten frei laufen dürfen.

Umbau im Zoo in Münster beginnt 2020

Im Bereich des Tropenhauses sowie der Flamingo- und Känguruanlagen soll die Klimazone "Tropen" im Zoo in Münster entstehen. Im zweiten Halbjahr 2020 sollen die Bauarbeiten für das Pantanal nach der Planungsphase beginnen – beendet wird dieser Abschnitt Ende 2022. 

Für die Bauarbeiten müssen einige Tiere den Zoo in Münster verlassen: Die syrische Braunbärin Leyla lebte seit April allein. Für sie wurde ein neues Heim in einem Tierpark in der Schweiz gefunden. Auch verschiedene Arten aus dem Tropenhaus müssen in andere Einrichtungen umgesiedelt werden. Ameisenbär Junio, der seit Kurzem im Zoo in Münster lebt, soll jedoch der erste Bewohner der geplanten tropischen Zone werden. 

Bis die Umbauarbeiten beginnen können, werden noch einige Monate vergehen. In der Zwischenzeit finden im Tierpark jedoch zahlreiche Veranstaltungen statt: So wird im Oktober zum ersten Mal die Aktion "Mittelalter" im Zoo in Münster ausgerichtet. Kurz darauf, an Halloween, werden Besucher mit einem Gruselprogramm unterhalten. 

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