BAB 1

Die A1: Infos zu einer der längsten Autobahnen Deutschlands

Die A1: Wichtige Autobahn mit langer Geschichte (Symbolbild)
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Die A1: Wichtige Autobahn mit langer Geschichte (Symbolbild)

Sie verbindet den Nordosten mit dem Südwesten und ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in Deutschland: die A1.

Die A1 hat viele Namen auf ihrem Weg durch Deutschland: Zwischen Heiligenhafen und Hamburg heißt die "Vogelflug-Linie", von Lübeck bis ins Ruhrgebiet "Hansalinie" und zwischen Köln und Trier ist sie als "Eifel-Autobahn" bekannt. Erfahren Sie mehr über eine der wichtigsten Autobahnen Deutschlands.

  • Der volle Name ist Bundesautobahn 1 (BAB1), oder kurz Autobahn 1 (A1).
  • Die A1 verläuft von der Ostsee bis ins Saarland.
  • Mit 774 Kilometern ist die A1 die drittlängste Autobahn Deutschlands.
  • Es sind jedoch nur 748 Kilometer der A1 in Betrieb.
  • Weitere 28 Kilometer der A1 sind in Planung.
  • Die A1 führt von allen Autobahnen Deutschlands durch die meisten Bundesländer.

Die Geschichte der A1: Planung und Bau vor dem Zweiten Weltkrieg

Die Strecken-Planung, die der A1 im Wesentlichen zugrunde lag, stammt bereits aus den Zeiten der Weimarer Republik. Der Bau begann jedoch erst 1943 in Nordost-Deutschland durch die Nationalsozialisten, die erste Teilstrecken bauten:

  • Hamburg – Bremen
  • Hamburg  – Lübeck
  • Ruhrgebiet – Köln

Die Geschichte der A1: Bauarbeiten in der Nachkriegszeit

Die Strecke der A1 um Köln wurde erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den 1960er Jahren fertiggestellt:

  • Ruhr-Tangente Dortmund–Köln
  • Südost-Verbindung Hamburg
  • "Hansa-Linie" Bremen–Dortmund
  • Kölner Ring
  • Eifel- und Saarstrecke

Die Geschichte der A1: Die 1970er bis heute

Am 1. Januar 1975 erhielt die Strecke zudem im Zuge eines neues, einheitlichen Nummerierungsschemas, die Nummer 1. In den 1980er Jahren wurde die A1 von Köln aus nach Norden in Richtung Oldenburg und nach Süden bis nach Saarbrücken verlängert. Später folgte eine Erweiterung von Oldenburg nach Heiligenhafen. 

  • Oldenburg i. H.–Lübeck
  • "Eifel-Autobahn" Köln–Blankenheim
  • Wittlich–Saarbrücken

Die Geschichte der A1: Der Lückenschluss in der Eifel

Bis heute bleibt eine Lücke auf der A1 im Gebiet der Vulkan-Eifel, an deren Schließung bereits seit 1990 gearbeitet wird. Es geht dabei vor allem um den Abschnitt zwischen Daun und Schweich. In den 1990er Jahren entstand bei Daun das Dreieck Vulkaneifel, im Juli 1997 wurde von dort eine vier Kilometer lange Neubaustrecke zur Anschlussstelle Daun/Mehren fertiggestellt.

Seit 2005 folgten weitere Verlängerungen der A1 nach Rengen, Gerolstein und Kelberg. Doch die Lückenschließung ist noch nicht beendet. Die Planungen stocken aufgrund von Umweltrichtlinien.

Verlauf der A1 durch Deutschland: Strecke durch sieben Bundesländer

Keine andere Autobahn Deutschlands führt durch so viele Länder wie die BAB 1: Auf ihrem Weg von der Ostseeküste bis ins Saarland durchquert die A1 insgesamt 7 der 16 Bundesländer, vom Nordosten bis in den Südwesten der Republik.

  • Schleswig-Holstein
  • Hamburg
  • Niedersachsen
  • Bremen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Verlauf der A1 durch Deutschland: Beginn in Schleswig-Holstein

Ihren Anfang nimmt die A1 an der Ostsee in Schleswig-Holstein: An der Anschluss-Stelle Heiligenhafen-Ost bildet sie eine vierstreifige Erweiterung der B207, die vom Fährhafen Puttgarden auf der Insel Fehmarn kommt. 

Weiter geht es dann an den Städten Oldenburg und Neustadt in Holstein vorbei nach in die Lübecker Bucht. Dort führt die A1 auf etwa 10 Kilometern an der Ostseeküste entlang. Südlich von Lübeck wird die Fahrbahn dann sechsspurig, da dort die A226 in die A1 mündet.

In Heiligenhafen beginnt die A1.

Verlauf der A1 durch Deutschland: Hamburg und Bremen

Nachdem die A1 durch den Billstedt, den östlichen Stadtteil Hamburgs, verläuft, unterquert sie anschließend durch einen 240 Meter langen Tunnel den Umschlagbahnhof Hamburg-Billwerder. In ihrem Verlauf quert die A1 außerdem die Nord- und Süd-Elbe und führt bei Lüneburg bereits nach Niedersachsen. Zwischen dem Horster Dreieck und dem Buchholzer Dreieck ist die A1 zwischenzeitlich vierspurig, führt dann aber wieder sechs Fahrstreifen. 

Bei Bremen durchquert die A1 hauptsächlich Flachland und führt abseits großer Städte entlang. Nur wenige Kilometer der Autobahn führen über das Stadtgebiet von Bremen. Bis zum Dreieck Ahlhorner Heide ist die A1 dann vierspurig, danach wechselt die Fahrbahn zwischen vier und sechs Streifen.

Verlauf der A1 durch Deutschland: Nordrhein-Westfalen

Danach geht es durch bergiges Land: Bei Neuenkirchen-Vörden werden die Dammer Berge, bei Bramsche das  Wiehengebirges durchfahren. Nachdem die A1 den Zweigkanal Osnabrück überquert, führt die A1 insgesamt dreimal über die Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Doch erst am Kreuz Lotte-Osnabrück führt die Autobahn dann endgültig nach NRW. Dort kreuzt die A1 die A30, die Bad Oeynhausen mit den Niederlanden verbindet.

Die Strecke durch den Teutoburger Wald bedeutet teils hohe Steigungen und Gefälle für die Autofahrer. Wenn die A1 jedoch bei Lengerich das Münsterland erreicht, ist die Landschaft deutlich flacher. Nachdem die A1 die Anschluss-Stelle zum FMO hinter sich lässt, kreuzt sie die A43 am Kreuz Münster-Süd.

Verlauf der A1 durch Deutschland: Ruhrgebiet Rheinland-Pfalz

Die A1 kreuzt hinter Münster am Kamener Kreuz hinter Hamm die A2 und führt ins Ruhrgebiet. Bis sie Köln erreicht, ist die A1 nun durchgehend sechsspurig und führt vorbei an Schwerte, Hagen, Wuppertal und Leverkusen

Danach wird die A1 als "Eifel-Autobahn" vierspurig bis zum Dreieck Efttal, bis es als sechsstreifig ausgebauten Trasse in die Vulkan-Landschaft der Eifel führt. An der Anschluss-Stelle Blankenheim endet die A1 zunächst. In Rheinland-Pfalz geht es bei der Anschluss-Stelle Kelberg weiter. Die Autobahn-Lücke der A1 durch die Eifel bis Kelberg soll künftig durch Ausbauarbeiten geschlossen werden.

Im Ruhrgebiet und dem Rheinland herrscht besonders viel Verkehr auf der A1.

Verlauf der A1 durch Deutschland: Ende im Saarland

Bei Wittlich führt die A1 hinab aus der Eifel und bindet die A60 an, die nach Belgien führt. Bei Schweich führt die A1 über die Mosel, bevor sie aus dem dortigen Tal die Höhen des Hunsrücks durchquert. Am Dreieck Nonnweiler, an der Landesgrenze zum Saarland, bildet die A1 nicht länger die Hauptfahrbahn und Autofahrer müssen abzweigen, um weiter auf der A1 zu bleiben.

Bevor die A1 auf ihrem letzten Abschnitt nach Saarbrücken führt, ist sie sehr kurvenreich und quert das Saar-Nahe-Bergland. Weiter geht es am Rande des Saarkohlenwaldes. An der Anschluss-Stelle Saarbrücken-Burbach endet schließlich die A1. Von dort aus führt die B268 weiter ins Stadtzentrum Saarbrückens.

Schnittstellen anderer Autobahnen mit der A1

Die A1 kreuzt auf ihrer Strecke durch Deutschland viele andere Autobahnen in den verschiedenen Bundesländern:

Schleswig-Holstein
A226
A20
A21
A24
Hamburg
A25
A255
A39
A7
A261
Bremen
A27
A28
A29
Niedersachsen
A30
Nordrhein-Westfalen
A30
A43
A2
A44
A45
A43
A46
A3
A59
A57
A4
A61
Rheinland-Pfalz
A48
A60
A602
Saarland
A62
A8

Das Verkehrsaufkommen auf der A1

Die A1 ist eine der wichtigsten Verkehrs-Adern des Landes. Sie verbindet zahlreiche Ballungsräume miteinander – wie zum Beispiel Hamburg und Bremen oder das Ruhrgebiet und das Rheinland. Sie ist zudem eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen.

Deshalb ist die A1 größtenteils stark befahren und ist stellenweise sechsspurig ausgebaut. Vor allem in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet hat die A1 ein hohes Verkehrsaufkommen, da dort sehr viel regionaler Verkehr dazukommt. Deswegen kommt es dort immer wieder zu Unfällen. Das südliche, nicht verbundene Teilstück der A1 im Saarland ist dagegen weniger stark befahren.

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen wie der A1 könne die Anzahl der Unfälle reduzieren, meinen Verkehrs-Experten. Doch bisher hatten Vorstöße in der deutschen Politik keine Chance.

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