Vorfälle in Ahaus

"Falsche Polizisten" rufen an – und nutzen fiesen Trick

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Die Polizei in Ahaus warnt derzeit vor Anrufen durch "falsche Polizisten".

Mit einem technischen Kniff versuchen derzeit Betrüger, Einwohner in Ahaus hereinzulegen. Die Behörden warnen deswegen mit Nachdruck vor der dreisten Masche der "falschen Polizisten".

  • In Ahaus erhalten Einwohner vermehrt Anrufe von "falschen Polizisten"
  • Die Betrüger nutzen einen Trick, um ihre Opfer zu täuschen
  • Die Polizei warnt die Bürger und gibt Tipps

Ahaus – "'Falsche Polizisten' treiben weiterhin ihr Unwesen", warnt die Polizei aktuell. Im Raum Ahaus haben sich am Donnerstag (6. November) vermehrt Bürger bei den Behörden gemeldet, weil sie Anrufe von Betrügern erhalten haben. Deswegen warnt die Kreispolizeibehörde die Einwohner eindringlich vor der Masche der Hochstapler – denn diese nutzen einen technischen Trick.

"Falsche Polizisten" in Ahaus nutzen dreisten Trick

Es ist eine verbreitete Methode, um an das Bargeld anderer Leute zu kommen: Betrüger geben sich, oftmals am Telefon, als Polizeibeamte aus. Meist versuchen sie die Opfer dazu zu bringen, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben – indem sie zum Beispiel eine Bedrohungslage durch angebliche Diebe oder Einbruchsserien vortäuschen. In Münster ergaunerten solche Betrüger von einem Senioren sogar 50.000 Euro, indem sie einen Unfall seines Sohnes vortäuschten. Auch in Ahaus wurden in letzter Zeit viele Anwohner von "falschen Polizisten" kontaktiert.

Das Pikante an diesen Anrufen: Derzeit schaffen es die Betrüger mit einem technischen Trick, dass den Angerufenen die Telefonnummer der Polizeidienststelle in Ahaus angezeigt wird. "Call-ID-Spoofing" nennt die Polizei NRW diese Methode. Dabei können die Gauner die anzuzeigende Rufnummer per Internettelefonie frei auswählen. "Die wahre Herkunft des Anrufes wird nicht nur verschleiert, es entsteht der Eindruck, der Anruf stamme tatsächlich von der Polizei", erklärt das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen. 

Einen anderen Trick nutzen derzeit Betrüger im Münsterland: Zwei Frauen verschaffen sich im Kreis Warendorf Zutritt zu Wohnungen. Sie geben sich als Mitarbeiterinnen der Caritas aus. 

Betrugsfälle in Ahaus: Polizei warnt Einwohner

Die Polizei in Ahaus warnt die Einwohner nachdrücklich davor, sich auf solche Anrufe einzulassen: "Wer einen solchen Anruf mit gefälschter Nummer erhält, sollte das Gespräch sofort beenden", empfehlen die Beamten. Denn sollte tatsächlich einmal die Polizei bei Ihnen anrufen, werde im Display des Telefons die 110 als anrufende Nummer angezeigt.

Auch in der Nähe von Ahaus war es vor Kurzem zu einem versuchten Telefonbetrug gekommen: In Bocholt rief ein "falscher Polizist" eine Frau an. Angeblich habe ihr Sohn einen Unfall gehabt und sie müsse nun Geld für eine Kaution zahlen, um dem Jungen zu helfen – ähnlich dem Fall in Münster. Da die Angerufene jedoch misstrauisch wurde, beendete der Anrufer das Gespräch.

Betrugsversuche in Ahaus: So schützen Sie sich vor "falschen Polizisten"

Opfer der Betrüger sollten sich mit der Polizeidienststelle in Ahaus in Verbindung setzen. Auf der Seite der Polizeiberatung gibt es zudem weitere Empfehlungen, wie Sie sich bei diesen Anrufen durch "falsche Polizisten" verhalten sollten:

  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung
  • Lassen Sie fremde Personen immer vor der verschlossenen Haustür warten 
  • Lassen Sie im Zweifel angebliche Amtspersonen zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen, wenn eine Person Ihres Vertrauens anwesend ist
  • Lassen Sie sich von Amtspersonen wie Polizisten stets einen Dienstausweis zeigen
  • Geben Sie Fremden niemals Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse
  • Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen weiter
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen – sondern legen Sie einfach auf
  • Wenden Sie sich an die Polizeibehörden, wenn Ihnen die Situation komisch vorkommt
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