Vorfall in Ahaus

Kind wird von Auto erfasst – Polizei ermittelt nach Fahrerflucht

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Ein Kind wurde nach einem Unfall in Ahaus verletzt. Die Polizei richtet einen dringenden Hinweis an Autofahrer. (Symbolbild)

Schock für ein Kind in Ahaus: Der Zwölfjährige war mit seinem Fahrrad unterwegs, als er von einem Auto erfasst wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und richtet einen dringenden Appell.

Ahaus – Ein Kind wurde bei einem Unfall im Kreis Borken verletzt. Mit seinem Fahrrad war der Junge am Samstag (27. Juli) auf der Fuistingstraße unterwegs. An einer Zufahrt zu einem Parkplatz kurz vor dem Kreisverkehr zur Wessumer Straße kam es gegen 17 Uhr zu einer Kollision.

Ein Autofahrer bog auf ein Grundstück ab und erfasste dabei den Zwölfjährigen. Dieser stürzte bei dem Unfall in Ahaus. Der 46-Jährige stieg aus seinem Wagen aus und erkundigte sich nach Wohlbefinden des Jungen. Dieser gab an, nicht verletzt zu sein. Beide setzten ihre Fahrt danach fort.

Ahaus: Mutter geht mit Kind zur Polizei

Kurz danach ging die Mutter des Kindes mit dem Jungen zur Ahauser Polizeiwache. Es hatte sich in der Zwischenzeit herausgestellt, dass der Zwölfjährige beim Unfall verletzt wurde. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass es immer wieder zu solchen Vorfällen komme.

Auch wenn sich ein Unfallverursacher nach dem Wohlbefinden eines Kindes erkundigt, müssen die Beamten ein Strafverfahren wegen Unfallflucht einleiten. "Kinder können schließlich keine rechtlich verbindliche Einwilligung zum Weiterfahren nach einem Unfall geben", heißt es nach dem Vorfall in Ahaus

Polizei richtet nach Unfall in Ahaus Appell an Autofahrer

Kinder wollen nach Unfällen häufig aus der ihnen ungewohnten Situation heraus und geben an, dass alles in Ordnung sei. Erst später stelle sich dann heraus, dass sie verletzt worden sind – so wie im Fall in Ahaus. Deshalb appellieren die Beamten eindringlich, stets die Polizei zu rufen, auch wenn das Kind bereits weggefahren sei.

Immer wieder kommt es jedoch vor, dass sich Unfallverursacher vom Tatort entfernen, ohne nach den Verletzten zu sehen. So auch in Dülmen, nachdem ein Postbote ein Kind erfasst hatte. Der Mann stellte sich jedoch danach der Polizei. Anders verhielt sich jedoch diese Autofahrerin: Nachdem sie ein Kind in Dülmen angefahren hatte, machte sie sich aus dem Staub.

Manchmal allerdings verlaufen solche Fälle auch andersherum ab: Weil eine Autofahrerin nicht rechtzeitig bremsen konnte, erfasste die 70-Jährige mit ihrem Wagen in Münster einen Jungen. Doch statt sich helfen zu lassen, rannte das verletzte Kind davon.

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