56-Jähriger aus Gronau

Mann rast mit Auto in Polizeiwache – Beamte stehen vor einem Rätsel

Plötzlich knallte ein Auto in die Polizeiwache: Mit seinem Wagen rammte ein Mann aus Gronau die gläsernen Eingangstüren des Gebäudes in Ahaus. Die Umstände der Tat geben jedoch Rätsel auf. 

Ahaus – Ein Riesenschreck für die Beamten in der Polizeiwache Ahaus: Am Dienstag (31. Juli) gegen 11.50 Uhr gab es einen lauten Knall – und plötzlich stand ein Auto im Eingangsbereich.

Ein Mann (56) aus Gronau hatte seinen Wagen durch die gläsernen Eingangstüren des Polizeigebäudes gefahren. Unmittelbar nach dem Vorfall stieg der 56-Jährige aus und redete aufgeregt auf die Beamten ein. 

Mit Absicht? Gronauer rast in Polizeiwache

Laut den WN schilderte Polizeihauptkommissar Manfred Lütjann den Vorfall so: Der Gronauer raste mit seinem Auto in den Eingang der Polizeiwache. Das Lenkrad sei stark eingeschlagen gewesen. Dies deute darauf hin, dass der Fahrer direkt vom Parkplatz aus in Richtung Glastür gefahren sei. 

Polizei nimmt Fahrer in Gewahrsam 

Unmittelbar nachdem er in das Gebäude krachte, sei der Mann ausgestiegen und durch den zerstörten Eingang in die Polizeiwache gestiegen. Dort habe er gestikulierend auf die Polizisten eingeredet. Er sei aufgeregt gewesen und habe in gebrochenem Deutsch gesprochen. Auch nach mehrfachen Nachfragen konnten die Beamten nicht herausfinden, was der Mann wollte. Weil er sich nicht beruhigte, mussten er in Gewahrsam genommen werden.

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Skurriles Detail: Beifahrerin hat Angst vor dem Gronauer

Mit im Auto saß eine 51-jährige Gronauerin. Sie wurde leicht verletzt, benötigte jedoch keine medizinische Versorgung vor Ort. Polizisten und Sanitäter kümmerten sich dennoch um die Frau, da sie durch den Vorfall scheinbar einen Schock erlitten hatte. 

Sie war außer sich und betonte mehrfach, dass sie Angst vor dem 56-Jährigen habe: Solange sich der Fahrer in der Wache aufhielt, wollte sie das Gebäude auf keinen Fall betreten. Nach einiger Zeit konnte die 51-Jährige beruhigt werden. Es lässt sich nur darüber spekulieren, was sich zuvor zwischen den beiden abspielte.

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Polizei schließt Anschlag aus – Gronauer landet in sicherer Unterbringung

Wie die WN weiter berichten, schließt die Polizei einen gezielten Anschlag auf die Polizei oder einzelne Beamte aus. Der Mann habe auch zuvor keinen privaten Kontakt zu einem Mitarbeiter dort gehabt. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. Der Sachschaden an Auto und Türen beläuft sich auf etwa 30.000 Euro. 

In der MZ heißt es außerdem, dass der Mann durch das Ordnungsamt in einer Einrichtung untergebracht wurde: Es sei nicht auszuschließen, dass sich der Gronauer selbst gefährde.

Rubriklistenbild: © Andreas Rother

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