Kreis Warendorf

Mord aus Heimtücke? 20-Jähriger aus Ahlen in U-Haft

Polizisten nehmen eine Person fest
+
In Ahlen wurde am Donnerstag ein junger Mann getötet. Nun sitzt ein 20-Jähriger in U-Haft. (Symbolbild)

Ein junger Mann wurde in Ahlen wohl von seinem Mitbewohner getötet. Nach der Obduktion ist nun klar, wie der 21-Jährige starb.

Update: 19. März. Am Donnerstag (18. März) hatte sich ein junger Mann am frühen Morgen bei der Polizeiwache in Ahlen gemeldet und gestanden, seinen Bekannten getötet zu haben. Vor Ort fanden Ermittler neben Brandspuren auch den Leichnam des 21-Jährigen vor. Jetzt steht das Ergebnis der Obduktion fest.

Dieser wurde am Freitag (19. März) im Institut der Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Münster obduziert. Demnach soll der Beschuldigte das Opfer mit Messerstichen in den Oberkörper getötet haben. „Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, das Opfer heimtückisch ermordet und später den Brand in der Wohnung gelegt zu haben, um die Straftat zu verdecken“, verdeutlichte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Eine Richterin erließ noch am selben Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den 20-Jährigen aus Ahlen. Der junge Mann muss sich nun wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung verantworten. Über das Motiv herrscht noch weiter Unklarheit. Der Beschuldigte hat sich zum Tathergang bislang noch nicht geäußert.

StadtAhlen
Einwohner52.503
KreisWarendorf

Mann soll Mitbewohner in Ahlen getötet haben: Gab es einen Streit?

Update: 18. März, 13.50 Uhr. Wie die Polizei soeben mitteilte, lässt sich der 20-Jährige, der seinen Mitbewohner in Ahlen getötet haben soll, mittlerweile von einem Anwalt vertreten. „Ob sich der Beschuldigte zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern wird, ist unklar“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt aus Münster.

Ersten Ermittlungen zufolge haben sich die beiden Männer die Wohnung am Akazienweg in Ahlen geteilt. Die Hintergründe zur Tat sind jedoch weiterhin unklar. Derzeit gehen die Ermittler der Frage nach, ob es zwischen beiden Personen einen Streit gegeben hat. Am Freitag (19. März) wird der Leichnam des 21-Jährigen obduziert. Wir berichten weiter.

Tötungsdelik in Ahlen – Mordkommission Münster ermittelt

Erstmeldung: 18. März, 11.10 Uhr. Ahlen – Schon wieder hat es die Stadt im Kreis Warendorf getroffen: Nachdem erst kürzlich ein Mann in Ahlen kaltblütig erschossen worden war, hat es jetzt erneut ein Tötungsdelikt gegeben. Wie die Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Staatsanwaltschaft Münster mitteilt, kam es am Donnerstagmorgen (18. März) zu dem Vorfall.

Ein 20-Jähriger tauchte gegen 8 Uhr bei der Polizeiwache in Ahlen auf und berichtete den Beamten, dass er einen Bekannten in der gemeinsamen Meldeanschrift umgebracht habe. Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr eilten daraufhin zum Akazienweg im südlichen Münsterland und entdeckten in der verrauchten Wohnung neben Brandspuren auch eine leblose Person.

20-Jähriger nach Tötungsdelikt in Ahlen festgenommen

Die Rettungskräfte versuchten noch den 21-Jährigen zu reanimieren – jedoch erfolglos. Der junge Mann war bereits tot. Der Verdächtige wurde daraufhin von der Polizei festgenommen. Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Frank Schneemann wurde eine Mordkommission eingesetzt. Diese soll zunächst untersuchen, wie und wieso der 20-Jährige seinen Bekannten getötet hat.

„Zur Ermittlung der Todesursache wird der 21-Jährige im Institut der Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster obduziert“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Was am Donnerstag am Akazienweg in Ahlen passiert ist, ist derzeit noch völlig unklar. „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang“, so Frank Schneemann weiter.

Ahlen: Spurensuche in der Wohnung des Toten

Der Tatverdächtige sowie mögliche Zeugen werden nun von den Ermittlern zu den Geschehnissen in Ahlen (Kreis Warendorf) befragt. Zudem wird vor Ort eine „umfangreiche Spurensuche und -sicherung“ vorgenommen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Eine Mordkommission wurde jüngst auch in diesem Fall eingerichtet. Eine Frau aus Münster schlug ihren Vater mit einer Bohrmaschine fast tot. Sie sitzt derzeit in U-Haft. 

 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare