Ermittlung

SEK-Einsatz: Mann schießt von Balkon – Weitere Vernehmungen

Das Spezialeinsatzkommando sollte den Verdaechtigen ueberwaeltigen. (Symbolbild)
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Das Spezialeinsatzkommando sollte den Verdächtigen überwältigen. (Symbolbild)

Schüsse vom Balkon sorgten für einen SEK-Einsatz. Eine Frau aus Ahlen rief die Polizei: Ihr Ehemann sei bewaffnet und feuere wahllos in die Luft. Die Ermittlungen laufen.

  • Ein Großeinsatz wurde in Ahlen ausgelöst. 
  • Ein Mann gab offenbar von seinem Balkon aus Schüsse ab.
  • Das SEK war im Einsatz, um den Mann zu überwältigen.

Update: 5. Februar, 13.18 Uhr. Nach dem SEK-Einsatz in Ahlen der vergangenen Woche gibt es noch keine neuen Erkenntnisse zum Motiv des Täters. Der 55-Jähriger hatte mehrere Schüsse von seinem Balkon abgefeuert und war anschließend von einem Spezialeinsatzkommando überwältigt worden. Während er die Schüsse zwar zugab, wollte der Mann sich zu seinem Motiv noch nicht äußern. 

Um die Geschehnisse aufzuklären, werden nun die Angehörigen des 55-Jährigen befragt, die sich zum Tatzeitpunkt ebenfalls in der Wohnung in Ahlen aufgehalten hatten. Seine Ehefrau verständigte den Notruf. Der Fall wird an die Staatsanwaltschaft in Münster übergeben. Das SEK musste in einem weiteren Fall in der Region ausrücken: Ein Mann rief in Beckum den Notruf und sprach Drohungen aus. Ein Mehrfamilienhaus wurde daraufhin evakuiert. In einem anderen Fall kam es zu einem Großeinsatz: Ein Mann aus Münster kletterte in Düsseldorf auf einen Kran – dann drohte er damit, sich etwas anzutun.

SEK-Einsatz in Ahlen: Erste Details bekannt

Update: 31. Januar, 12.17 Uhr. Am Tag nachdem ein Mann in Ahlen vom Balkon Schüsse abgab, veröffentlichte die Polizei weitere Details zu dem Fall. Der 55-Jährige gab den Beamten gegenüber zu, zwei Mal gefeuert zu haben. Warum er dies tat, erklärte er jedoch nicht – stattdessen verweigerte er die Aussage. 

Neben der Ehefrau des Mannes, die den Notruf getätigt hatte, haben sich noch zwei weitere Menschen in der Wohnung in Ahlen aufgehalten. Die Angehörigen gingen jedoch, als die Schüsse fielen. Nachdem das SEK den 55-Jährigen überwältigt hatte, wurde seine Wohnung durchsucht. Dabei fanden die Beamten vier Waffen. 

Bei zwei der Waffen handelt es sich um Schreckschusspistolen, die der Mann besitzen durfte. Für die anderen beiden hätte er hingegen eine Erlaubnis gebraucht, die er nicht besaß. "Er ist kein registrierter Waffenbesitzer", teilte die Polizei Ahlen mit. Scheinbar wurden die Schüsse aus einem dieser illegal besessenen Revolver abgefeuert. 

Für die Ermittlung sicherten die Uniformierten Schmauchspuren an den Händen des 55-Jährigen aus Ahlen. Er wurde darüber hinaus erkennungsdienstlich behandelt. Jedoch bestehen keine Haftgründe gegen ihn, weshalb der Mann nach den Maßnahmen wieder entlassen wurde. 

Mann schießt von Balkon – SEK-Einsatz in Ahlen

Erstmeldung: 31. Januar, 07.02 Uhr. Ahlen – Zu einem gefährlich Großeinsatz ist die Polizei am Donnerstag (30. Januar) um 17.50 Uhr ausgerückt. Eine Frau hatte den Notruf gewählt, weil ihr Ehemann auf dem Balkon der gemeinsamen Wohnung im Ortsteil Südberg sitze und bewaffnet sei. Mit der Waffe habe er bereits mehrere Luftschüsse abgegeben. 

Ahlen: SEK nach Schüssen im Einsatz

Die Polizei in Ahlen fing umgehend damit an, den Bereich um das Mehrfamilienhaus abzusperren. Anwohner wurden teilweise evakuiert. Schließlich wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) angefordert, das sich in die Wohnung des 55-Jährigen begab. Ein anderer Einsatz hatte tragische Folgen: Ein 28 Jahre alter SEK-Beamter aus Münster wurde bei einer Durchsuchung von einem Verdächtigen erschossen.  

Um 19.50 Uhr gelang es den Einsatzkräften, den Mann aus Ahlen zu überwältigen. Er wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei hob daraufhin die Sperrung wieder auf – durch die Schüsse war niemand verletzt worden. Ein anderer Fall in der Stadt endete vor einigen Monaten jedoch im Krankenhaus: Ein 36-Jähriger hat in Ahlen beim Grillen aus nächster Nähe auf seinen Bekannten geschossen

Polizei hat Ermittlungen zu Schüssen in Ahlen (NRW) aufgenommen

Nun wird ermittelt, wie es zu dem gefährlichen Vorfall in Ahlen kam. "In der Wohnung des 55-jährigen Ahleners wurden drei Schusswaffen und Munition aufgefunden", heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Bislang sagten die Beamten jedoch nicht, um welche Art von Waffen es sich handelt. 

Bei dem Festgenommenen wurde zudem festgestellt, dass er zum Zeitpunkt der Schüsse stark alkoholisiert war. Das zeigte ein Atemtest, den die Beamten nach der Festnahme in Ahlen durchführten. Weitere Informationen zu dem Fall sollen im Laufe des Tages bekannt gegeben werden. 

Einen SEK-Einsatz hatte es vor wenigen Monaten in der Region gegeben: Die Einsatzkräfte nahmen in Gronau einen Mann fest, der aus Rache zwei Menschen getötet haben soll. Einen weiteren Mord hatte er in Auftrag gegeben. Mehrere junge Frauen sahen sich im Ort kürzlich einer Schusswaffe gegenüber: Sie waren mit dem Auto unterwegs, als Fremde in Ahlen plötzlich auf den Wagen schossen. Dann stiegen die Männer aus und fingen an, auf das Fahrzeug einzuschlagen. 

Kommt ein Frauenmörder in die Stadt? Ein entlassener Straftäter könnte womöglich nach Ahlen ziehen. Laut Angaben der Polizei gilt der Frauenmörder, der bald in Ahlen wohnen könnte, als gefährlich.

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