Drittliga-Torwart tot

Plötzlicher Tod des Torwarts: Verein ruft zur Spende für hinterbliebene Tochter auf

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Die deutsche Handballwelt trauert um einen verstorbenen Ahlener Spieler. (Symbolbild)

Es war für viele ein Schock: Ein Handballer der Ahlener SG brach nach einem Training seiner Mannschaft plötzlich zusammen. Kurz darauf verstarb er.

  • Trauer in Ahlen beim Handballverein ASG
  • Torwart stirbt mit nur 31 Jahren
  • Spendenaktion für Tochter

Update: 8. Januar. Die Trauer und Anteilnahme nach dem Tod des Torwarts der Ahlener SG war in der Region groß. Vor allem den Verein sowie die Familie hat plötzliche Tod des 31-Jährigen erschüttert. Die Mitspieler des Verstorbenen erlebten die schlimmen Szenen in der Kabine hautnah mit. 

Die Mannschaft aus Ahlen stehe noch immer unter Schock. "Worte können die aktuelle Gefühlslage im Verein nicht ausdrücken. Wir haben einen herzensguten Menschen, einen Freund verloren. In den vergangenen Tagen und Stunden haben uns unzählige Beileidsbekundungen aus der gesamten Republik und dem Ausland erreicht“, so ASG-Sprecher Sven Sandbothe.  

In den schweren Zeiten für die unmittelbar Betroffenen zeigen die Menschen in Ahlen und der gesamten Region Zusammenhalt. Die Ahlener SG rief nun zu einem Spendenaufruf für die Familie des Verstorbenen auf, der nicht nur eine Frau, sondern ein erst zehn Wochen altes Kind hinterlässt.

Den Aufruf hatte ursprünglich der Bruder des 31-Jährigen ins Leben gerufen. Der Verein aus Ahlen schloss sich dem nun an. "Die Unterstützung dient dazu, die Zukunft der kleinen Ida bis zur Ausbildung zu sichern und der Familie so eine Perspektive zu bieten", heißt es in einer Mitteilung.

Tragödie in Ahlen: Handball-Torwart stirbt nach Training

Erstmeldung: 6. Januar. Ahlen – Zutiefst geschockt zeigte sich der Drittligist Ahlener SG am Samstag (4. Januar). Nach einem Training am vergangenen Donnerstag (2. Januar) kam es zu dramatischen Szenen.

Andreas Tesch, Torwart der ASG, brach nach dem Training plötzlich zusammen. Wie es dazu kommen konnte, ist noch unklar. Der 31-Jährige verstarb kurz darauf. Sein Verein aus Ahlen versuchte daraufhin die Trauer in Worte zu fassen. "Die gesamte ASG-Familie ist geschockt. Besonders seine Mannschaft versucht das Geschehene zu verstehen und zu verarbeiten. Wir sind voller Trauer, dass Andreas so jung gehen musste", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Torwart aus Ahlen stirbt: Verein zeigt sich geschockt

2015 wechselte der 31-Jährige vom VfL Gladbeck, der sich ob der Todesnachricht des Torwarts ebenfalls schockiert zeigte, nach Ahlen. Nachdem er sich im vergangenen Mai aus dem Handballbetrieb verabschiedete, um einen neuen Lebensabschnitt mit seiner Frau und dem neugeborenen Kind zu beginnen, kehrte er im Dezember 2019 zur ASG zurück, um dem Team im Abstiegskampf zu helfen.

"Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Frau Annika, seinem Kind und seiner Familie, ihnen sprechen wir unser tief empfundenes Beileid aus", erklärt die Ahlener SG. Derweil startete der Bruder des Verstorbenen eine Spendenaktion, um Geld für die Ausbildung der erst zehn Wochen alten Tochter des 31-Jährigen zu sammeln. 

Ahlen: Bruder des Toten überwältigt von Anteilnahme

Der Aufruf stieß bereits nach kurzer Zeit auf große Resonanz. "Vielen Dank für die riesige Unterstützung, wir sind von der großen Anteilnahme überwältigt und bedanken uns von Herzen für die netten Worte", meldete der Bruder des Verstorbenen Handball-Torwarts aus Ahlen.

Im vergangenen Sommer trauerte die deutsche Handball-Welt um eine Legende: Mit nur 60 Jahren verstarb Stefan Hecker. Nur 39 Jahre alt wurde dagegen ein ehemaliger Bundesligaprofi. Der Handballer Jens Tiedtke erlag vor Kurzem einer langen Krankheit.

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