Vermehrt Phishing-Mails im Umlauf

Vorsicht! Betrüger haben es auf Sparkassen-Kunden abgesehen – auch im Münsterland

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Auch Sparkassen-Kunden aus dem Münsterland werden derzeit vermehrt zu Opfern von Betrügern.

Die Verbraucherzentrale NRW warnt: Betrüger sind derzeit vermehrt hinter Sparkassen-Kunden her. Mit dieser perfiden Methode gehen die Kriminellen dabei vor.

Münsterland – Kunden der Sparkasse müssen in diesen Tagen besonders wachsam sein. Derzeit sind vermehrt Betrugsversuche im Umlauf, die schwerwiegende Folgen haben können. Die Kriminellen haben es insbesondere auf die Computer der Betroffenen abgesehen.

Seit dem 1. Oktober hat die Verbraucherzentrale NRW über 758 Hinweise von Menschen bekommen, die von den Betrügern Phishing-Mails erhalten haben. Das bestätigte Ralf Scherfling, Finanzexperte der Verbraucherzentrale, auf msl24.de-Anfrage. Am Mittwoch (7. November) habe es noch einmal eine große Welle an Betrugsversuchen bei Sparkassen-Kunden gegeben. Auch Münsterländer wurden bereits von den Tätern kontaktiert.

Betrugsversuche bei Sparkassen-Kunden: So erfolgt der Kontakt der Kriminellen

Im Mail-Postfach erhalten Betroffene eine Email mit der Betreffzeile "Ihre Zahlungsanweisung". Darin werden Sparkassen-Kunden über eine angebliche Abbuchung von ihrem Konto informiert, die jedoch nicht stattgefunden hat. Einzelheiten dazu sollen sich unter einem Link befinden, der mit der Info "Status Kontostand" versehen ist. Doch dahinter verbergen sich die Betrüger.

Mit solchen Emails versuchen Betrüger derzeit an Sparkassen-Kunden zu kommen.

In manchen Fällen führt der Link zu einer Seite nach Russland, bestätigt Scherfling. "Bei dem Link wird man aufgefordert, seine Daten einzugeben", so der Finanzexperte. Geschieht dies, sei das Sparkassen-Konto in Gefahr. "Umgehend die Bank informieren", lautet Scherflings Rat an diejenigen, die dem Link gefolgt sind. 

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Sparkassen-Betrug auch im Münsterland: Emails an Verbraucherzentrale weiterleiten

Besonders perfide: Die Betrugsseiten sind den echten Sparkassen-Seiten täuschend ähnlich. In anderen Fällen wird dazu aufgefordert eine Datei zu öffnen. Dahinter steckt jedoch ein Virus, der den Computer angreifen und sensible Daten an die Betrüger liefern kann.

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Ralf Scherfling rät in solchen Fällen, die Emails an die Verbraucherzentrale NRW weiterzuleiten. Unter der Adresse phishing@verbraucherzentrale.nrw können Betroffene die Betrugsversuche melden. Die Emails werden dort ausgewertet. 

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